Samantha Dreissig hat nicht etwa vergessen, Steuern zu zahlen – man lässt sie einfach nicht. ZVG

Seit sieben Jahren kämpft eine Frau aus Linden (US-Bundesstaat New Jersey) gegen die amerikanische Steuerbehörde IRS. Das klingt auf dem ersten Blick nicht ungewöhnlich. Nur dass Samantha Dreissig nicht etwa vergessen hat, Steuern zu zahlen – man lässt sie einfach nicht. Weil die Beamten überzeugt sind, dass Dreissig tot ist.

Der Steuer-Albtraum begann nach einem Trauerfall

Die ungewöhnliche Geschichte begann 2014 mit einem Trauerfall. Dreissigs Mutter starb an Eierstockkrebs. Obwohl diese weder denselben Vornamen noch denselben Nachnamen trug wie ihre Tochter, begann der Steueralbtraum. Zuerst bekam Dreissigs Vater einen Brief der IRS, in dem er aufgefordert wurde, seine „tote Tochter“ nicht mehr länger in seiner Steuererklärung aufzuführen.

Samantha Dreissig als Kind mit ihrer Mutter ZVG

Die damals erst 19-jährige Dreissig bekam ihre Steuererklärung zurückgesandt. Mit der Erklärung, dass ihre Steuernummer einer offiziell verstorbenen Person gehört. Dreissig zum örtlichen TV-Sender CBS: „Die Behörden müssen damals meine Steuernummer, mit der meiner Mutter durcheinander gebracht haben. Als ich bei der IRS anrief, bekam ich zu hören: ‚Wow, überall in unserem System werde sie als verstorben aufgeführt‘. Worauf ich ihm versichert habe, dass ich noch sehr lebendig bin!“

Unzählige Anrufe beim Fiskus und selbst ein Treffen mit einem IRS-Sachbearbeiter brachten bis heute nichts für die 25-Jährige. Dressig: „Seit 2014 hat man meine Steuerzahlungen nicht mehr akzeptiert und mir nur immer wieder gesagt, dass es bis zu 6 Wochen dauern kann, bis das Problem behoben ist. Ich warte noch immer!“