Polizeibeamte vor dem Wohnhaus, in dem in der Nacht zuvor eine Mutter und ihr Kind getötet worden waren.  dpa/Mike Müller

Eine fürchterliche Bluttat, für die der Täter möglicherweise nicht verurteilt wird: Der 30-jährige Tatverdächtige stand unter Drogen und ist womöglich schuldunfähig.

Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau und ihres drei Jahre alten Kindes im sächsischen Werdau ist der unter Mordverdacht stehende Familienvater in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Er sei am Mittwoch einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden, wo er sich nicht zu dem Tatvorwurf geäußert habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Zwickau der Deutschen Presse-Agentur.

Während der Tat schuldunfähig oder vermindert schuldfähig

Zum Zeitpunkt der Tat habe er offensichtlich unter Einfluss von Drogen gestanden. Deswegen sei nicht auszuschließen, dass er dabei schuldunfähig oder vermindert schuldfähig war, hieß es. Die Obduktion der Leichen laufe, mit einem Ergebnis sei am Donnerstag zu rechnen.

Die 43-Jahre alte Frau und ihr Kind waren in der Nacht zu Mittwoch tot in der Wohnung entdeckt worden. Zuvor hatte der 30-Jährige Polizisten gesagt, er habe seiner Frau und seinem Kind etwas angetan. Daraufhin war die Wohnung durchsucht worden. Zu den näheren Todesumständen und dem etwaigen Motiv des Mannes wurde vorerst nichts bekannt.