Oleh Makarenko mit seinen Eltern Inna (l.) und Yevhen. Police

Eine vierköpfige Familie sitzt in Florida im Knast. Den Makarenkos wird vorgeworfen, einen Mann schwer zusammen geschlagen zu haben, dass dieser erblindet ist. Der unfassbare Grund für die schlimme Gewalttat: Das Opfer soll den jüngsten Sohn der Makarenkos „schwul gemacht haben.“

Olehs Eltern fanden heraus, dass er schwul ist

Yevhen und Inna Makarenko hatten im Juli letzten Jahres herausgefunden, dass ihr Sohn Oleh auf Männer steht. Das Opfer gab später der Polizei zu Protokoll: „Oleh und ich hatten ein Verhältnis. Doch dann haben ihn seine Eltern schrecklich behandelt, als sie es rausgefunden haben. Ich habe ihn dann Wochen nicht mehr gesehen.“

Im August bekam der 31-Jährige dann eine SMS von Oleh, die ihn verwunderte: „Er wollte, dass ich ihm meine Adresse schicke. Dabei war er schon oft bei mir gewesen und hatte sogar einen Schlüssel“. In derselben Nacht habe Oleh plötzlich vor seinem Gartentor gestanden und geklingelt. Als er rauskam und öffnete, seien die Eltern und ein älterer Bruder auf ihn zugestürzt und hätten ihn angebrüllt, Oleh in Ruhe zu lassen.

Das Opfer: „Sie behaupteten ‚Du hast unseren Sohn zum Homo gemacht‘. Ich habe daraufhin zur Mutter gesagt ‚Finden sie sich einfach damit ab, dass ihr Sohn schwul ist‘. Dann hat einer der Männer mir mit einer Stange ins Gesicht geschlagen und auf mich eingeprügelt. Ich bin zu Boden gegangen und habe mich totgestellt.“ Ein Security Guard fand ihn 40 Minuten später in einer Blutlache und verständigte den Notarzt.

Das Opfer brauchte 6 Monate, um sich zu erinnern

Das Opfer brauchte 6 Monate, um sich wieder an den Angriff zu erinnern. Dann erstattete er Anzeige gegen die Makarenkos. Die Polizei nahm Inna (44), Yevhen (43), Oleh (21) und dessen Burder Vladylav (25) jetzt fest. Sie sitzen alle ohne die Möglichkeit auf Kaution wegen versuchten Mordes und eines „Hate Crimes“ (Eine Straftat aus Hass gegen die sexuelle Orientierung des Opfers) in Untersuchungshaft.

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Christina Hermann, eine Freundin der Makarenkos, hat eine Online-Petition gestartet, die Familie sofort freizulassen: „Sie sind vor sechs Jahren aus der Ukraine geflohen. Und jetzt werden ihnen unberechtigterweise schwere Straftaten zur Last gelegt. Sie sind gute gottesfürchtige Christen, die in unsere Kirche gehen“. Nur bedeutet das nicht, dass sie nicht auch homofeindliche Attacken verüben können.