Hohe Wellen über dem Deich bei Plogoff. Hier starb eine Familie. Loic Venance/AFP

Eine Tragödie erschüttert Frankreich: Ein Elternpaar und eines seiner vier Kinder sind am Donnerstag an der Küste der Bretagne auf einem Deich von einer Riesen-Welle erfasst worden und ertrunken. Die beiden Erwachsenen, ein 55-Jähriger und seine 33 Jahre alte Frau wurden nach stundenlanger Suche am Donnerstagabend von den Rettungskräften geborgen, Wiederbelebungsversuche waren vergeblich, wie die französischen Behörden mitteilten. Wenige Stunden später wurde demnach auch die Leiche des zwölfjährigen Jungen gefunden.

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Nach Angaben der Behörden waren die Eltern und das Kind auf den Deich in Plogoff in der Nähe des Kaps Pointe du Raz an der Westspitze der Bretagne geklettert, um zu angeln. Drei weitere Kinder der Familie im Alter von 13 bis 15 Jahren, die nicht mit auf den Deich geklettert waren, blieben unverletzt. Sie wurden von Mediziner und Psychologen betreut.

Drei Kinder mussten mitansehen, wie ihre Eltern starben

Augenzeugen hatten gesehen, wie die Familie von der Welle erfasst wurde, und sofort die Rettungskräfte verständigt. Die Rettungsaktion unter anderem mit drei Helikoptern blieb jedoch erfolglos. Die Behörden erklärten, es gebe „keine Erklärung“ für die Tagödie. Es habe zwar recht starker Wellengang geherrscht, das Wetter sei aber nicht außerordentlich schlecht gewesen.

Ein Ermittlungsverfahren soll mit Hilfe von Zeugenaussagen klären, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Die Familie stammt den Angaben nach aus der Region.

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Plogoff (bretonisch Plougoñ) ist eine französische Gemeinde mit 1230 Einwohnern im Département Finistère in der Region Bretagne im äußersten Westen Frankreichs.