Hochstaplerin Anna Sorokin aus Deutschland sitzt in einem Gerichtssaal. Richard Drew/AP/dpa

Jetzt macht sich Verbrechen doch noch bezahlt – für Anna Sorokin. Die falsche Millionärserbin hat einen Weg gefunden, wie sie sogar aus dem Knast Geld machen kann. Und das auf völlig legale Weise. Die 31-Jährige ist unter die Künstler gegangen und verkauft eigenhändig gezeichnete Bleistift-Sketche aus dem Gefängnis der US-Einwanderungsbehörde ICE für 10.000 Dollar das Stück. Fünf ihrer „Meisterwerke“ wurde bereits bei einer Ausstellung an der Lower East Side gezeigt.

Laut Delveys Bekannten Chris Martine, der für die Deutsch-Russin den Verkauf organisiert, soll es im April eine noch größere Solo-Show mit 20 Anna-Werken geben. In der „New York Post“ verriet er: „Anna will dazu nur Promis und VIPs einladen. Ihre Kunstwerke sind mehr als nur visuelle Elemente, es steckt hinter jedem auch eine Story. Und wer die Bilder sieht, weiß sofort, dass sie wirklich Talent hat.

Anna Sorokin verkauft Bleistift-Bilder aus dem Knast

Delvey hatte sich im Gefängnis mit einem inhaftierten Fälscher namens Alfredo Martinez angefreundet, der sie auf die Idee mit dem Kunstverkauf brachte. Martinez soll ihr auch das Bleistift-Sketchen beigebracht haben. In einer der Bilder, die Delvey auf ihrem Instagram ausstellte, sitzt sie auf einer Couch und liest Zeitung. Runter herum sind Sätze geschrieben: „New York Post hat mich zu 15 Jahren Knast verurteilt, mich in eine Lesbe verwandelt, mich an jemand verheiratet und mich dann deportiert. Unverschämt. Ich liebe sie!“