Auf der Spree in Berlin treiben viele Eisschollen – von der Sonne beschienen. Foto: dpa/Kira Hofmann

Schneestürme, Eisregen und klirrende Kälte: Eine Ursache für den ungewöhnlich starken Wintereinbruch in weiten Teilen Deutschlands ist unter anderem der hohe Luftdruck, der vom Nordmeer bis ins östliche Mitteleuropa herrscht. Dadurch fließt extrem kalte Luft aus der Polarregion direkt in den Norden Deutschlands. Derzeit lässt Polarhoch „Helida“ Berlin und Brandenburg im Dauerfrost verharren.

Doch was steckt eigentlich dahinter? DWD-Sprecher Andreas Friedrich verweist auf den sogenannten Polarwirbel-Split. Normalerweise bewegt sich dieser Luftwirbel kreisförmig direkt über der Region des Nordpols – daher auch der Name. Der Wirbel verstärkt sich regelmäßig im Winter, wenn kein Sonnenlicht die Atmosphäre dort erwärmen kann und diese sich zunehmend abkühlt, was zu einem Druckabfall in der Höhe führt.

Kommt es zu einem „Ausbruch“, teilt sich der Wirbel und kann sich verlagern. „So einen Ausbruch gibt es immer wieder mal – aber diesmal erwischt es uns voll“, sagte Friedrich. So gelinge es den kalten arktischen Luftmassen, weit in den Süden vorzustoßen, sodass auch unsere Region betroffen ist.