In Thailand hat ein Ex-Polizist 30 Menschen getötet (Symbolbild).
In Thailand hat ein Ex-Polizist 30 Menschen getötet (Symbolbild). Christophe Gateau/dpa

Blutbad in einem Kindergarten: Bei einem Angriff auf einen Kindergarten im Norden Thailands sind nach Polizeiangaben mindestens 34 Menschen getötet worden, darunter 24 Kinder. Ein mit einem Messer und Schusswaffen bewaffneter Mann stürmte demnach eine Kindertagesstätte in Na Klang in der nördlichen Provinz Nong Bua Lamphu, bevor er die Flucht ergriff.

Der ehemalige Polizist Panya Khamrab ist auf der Flucht.
Der ehemalige Polizist Panya Khamrab ist auf der Flucht. Thailands Central Investigation Bureau/AFP

Zwölf weitere Menschen wurden verletzt. Die Bluttat ereignete sich im Bezirk Na Klang in der Provinz Nong Bua Lamphu im Nordosten des Landes. Das örtliche Krankenhaus rief zu Blutspenden auf, wie die Zeitung „Khaosod“ berichtete.

Panya Khamrab (34)  soll mit Schusswaffen und Messern bewaffnet gewesen sein und sich gewaltsam Zutritt zu dem Gebäude verschafft haben, zitierte die Zeitung „Bangkok Post“ die Behörden. Dann habe er umgehend das Feuer eröffnet. Anschließend soll der Täter zunächst in einem weißen Pick-up auf der Flucht gewesen sein. Verschiedenen Medienberichten zufolge soll er sich später selbst getötet haben. Zuvor habe er auch seine Frau und sein Kind getötet.

Die Angehörigen der Opfer seien völlig verzweifelt, schrieb „Khaosod“. Die Hintergründe der Tat sind derweil noch völlig unklar. Der Täter soll wegen Drogendelikten aus dem Polizeidienst entlassen worden sein.

Die Provinz Nong Bua Lamphu liegt unweit der Grenze zu Laos. Im buddhistisch geprägten Thailand kommt es selten zu Verbrechen mit vielen Toten. Im Februar 2020 hatte ein Soldat bei einem Amoklauf 29 Menschen getötet. Er hatte in einem Einkaufszentrum in Nakhon Ratchasima im Nordosten des Landes Geiseln genommen. Später wurde er von Sicherheitskräften erschossen.