FFP2-Masken aufgereiht. Foto: Imago/Thomas Trutschel

Während die Bundesregierung weiter an der Verwendung von FFP2-Maske festhält, steht die EU-Gesundheitsbehörde ECDC dem zusätzlichen Nutzen des teuren Mund-Nasen-Schutzes im Alltag skeptisch gegenüber.

„Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP2-Atemschutzmasken in der Gemeinschaft ist sehr gering“, teilte die in Stockholm ansässige Behörde am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Darüber hinaus rechtfertigten die möglichen Kosten und gesundheitlichen Schäden keine Empfehlung dafür, FFP2-Masken anstelle von anderen Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.

Das Auftreten von neuen Varianten des Coronavirus mache keine anderen Maskentypen als diejenigen notwendig, die derzeit im Rahmen von nicht-pharmazeutischen Maßnahmen im Kampf gegen Corona verwendet würden, ergänzte das ECDC. Die Behörde ist demnach gerade dabei, ein Dokument mit Einschätzungen zum Maskengebrauch im sozialen Umfeld zur Verringerung der Corona-Übertragung zu aktualisieren.

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Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Bezirk Westliches Westfalen in Nordrhein-Westfalen hatte Mitte Dezember ihre 60 Pflegeheime davor gewarnt, von der Bundesregierung erhaltene FFP2-Masken zu benutzen. „Diese Masken sind völlig untauglich“, sagten AWO-Bezirksgeschäftsführer Uwe Hildebrandt und Vorstandsmitglied Serdar Yüksel.

Bereits aus der Packungskennzeichnung gehe hervor, dass sie sich nicht für den medizinischen Bereich eigneten, so der Wohlfahrtsverband. Bei einer Kontrolle durch die Prüfgesellschaft Dekra seien etwa ein starker Eigengeruch der Masken, ein zu hoher Atemwiderstand sowie Undichtigkeiten aufgefallen, hieß es.