Viele Menschen nutzen das neue 9-Euro-Ticket - viele fordern dauerhaft günstige Öffi.Preise. dpa/Monika Skolimowska

Abgesehen von vollgestopften Zügen und ausgelasteten Bahnlinien ist das 9-Euro-Ticket ein voller Erfolg: Unzählige Menschen haben sich das günstige Öffi-Ticket gekauft, nutzen es für die Fahrt zur Arbeit oder verschiedene Ausflüge im Sommer. Das Experiment 9-Euro-Ticket zeigt: Das Interesse an einem günstigen Nahverkehr ist da. Auch deshalb gibt es nun eine Petition: Heinrich Strößenreuther von der Initiative Clevere Städte fordert das dauerhafte 1-Euro-Ticket!

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Das 9-Euro-Ticket ist auf die Monate Juni, Juli und August begrenzt, soll den Bürgern vor allem im Sommer finanzielle Erleichterung bringen. Doch das ist Auto-Gegnern nicht genug. „Dauerstaus, Parkplatzsuche, Lärm, verpestete Luft und kaum Platz für Fußgänger und Radler: Deutsche Städte sind Autostädte. Wir haben es satt und fordern: Schluss mit der Auto-Förder- Politik“, heißt es in der Petition. „Gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe fordere ich Kanzler Scholz auf: Machen Sie Bus und Bahn endlich für alle zugänglich – für 1 Euro am Tag, mit mehr Angebot und mit dichterem Takt!“

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Nach dem 9-Euro-Ticket: Petition fordert 1-Euro-Ticket für den Nahverkehr

Die Lösung ist für ihn das dauerhafte 1-Euro-Ticket – einen Euro pro Tag sollen die Nutzer bezahlen, das macht im Monat 30 bzw. 31 Euro, im Jahr 365 Euro. Teurer als das 9-Euro-Ticket, aber wesentlich günstiger als die meisten Modelle, die es aktuell gibt.

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„Das Jahresticket für 365 Euro, für 1 Euro am Tag, macht die Nutzung von Bus und Bahn unkompliziert – einfach ein- und aussteigen, wo und wann man möchte, ohne komplizierte Tarife verstehen zu müssen.“ Die Idee: Ist die Flatrate einmal bezahlt, werde eher in die Öffis eingestiegen. Das zeigt auch das 9-Euro-Ticket.

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Das günstige 9-Euro-Ticket sorgt dafür, dass viele Regionalzüge völlig überfüllt sind - ein Zeichen dafür, dass viele den günstigen Nahverkehr nutzen wollen. dpa/Sebastian Gollnow

In Wien habe man das Konzept bereits umgesetzt, mit Erfolg: Die Anzahl der Inhaber einer Jahreskarte hat sich von 373.000 auf 820.000 erhöht, schreibt Strößenreuther in der Petition. „In Wien haben damit mehr Menschen ein Jahresticket für den öffentlichen Nahverkehr als ein Auto!“

9-Euro-Ticket: Bahn-Preise haben sich seit 2000 um 80 Prozent erhöht

Das 9-Euro-Ticket ist die preisliche Ausnahme: Hierzulande hätten sich die Öffi-Preise seit dem Jahr 2000 um beinahe 80 Prozent erhöht, aber Verkehrswende gehe anders. „. Für Straßenausbau, Unfallkosten, Parkplätze, Polizeieinsätze, Folgekosten der Umweltverschmutzung von Pkw und vieles mehr zahlen deutsche Städte etwa dreimal so viel wie für Bus und Bahn.“

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Kommt nach dem 9-Euro-Ticket also bald das 1-Euro-Ticket? Strößenreuther fordert die Regierung auf, ein deutliches Zeichen zu setzen – nicht nur mit dem 1-Euro-Ticket, sondern auch mit einem Ausbau der Öffi-Angebote. Und: Auch die Autos sollen verstärkt ausgesperrt werden.

„Zum Beispiel durch weniger und deutlich teurere Parkplätze. Die Parkgebühren sollen ausschließlich zur Finanzierung und den dringend notwendigen Ausbau des ÖPNV in der Stadt und auf dem Land verwendet werden.“ Das Beispiel Wien zeige auch, dass die günstigen Ticketpreise durch steigende Verkaufszahlen ausgeglichen werden können. Die Petition für das 1-Euro-Ticket kann online unterschrieben werden.

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