Blutentnahmeröhrchen mit der Aufschrift Covid-19 und einer Spritze (Symbolfoto)  Foto: imago images
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Der Berliner Senat betreibt unter (030)-9028-2828 zwischen 8 und 20 Uhr eine Hotline für Bürger, die den Verdacht haben, sie könnten infiziert sein. Alternativ können Sie auch die Nummer des Patientenservice anrufen 116117. Bei beiden Nummern ist mit langen Wartezeiten zu rechnen.

Schutz gegen Corona- und andere Viren

Hände waschen: Eine wichtige Maßnahme, um Virusinfektionen zu vermeiden, ist es, die Hände regelmäßig und gründlich mit Seife zu waschen. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden. In öffentlichen Toiletten ist es ratsam, den Wasserhahn mit einem Einweghandtuch oder dem Ellenbogen zu schließen.

Hygiene: Mit ungewaschenen Händen sollte man sich nicht an Mund, Augen oder Nase fassen. Wer krank ist, sollte Abstand zu anderen halten, sich zu Hause auskurieren und enge Körperkontakte zu seinen Mitmenschen vermeiden. Geschlossene Räume sollten mehrmals täglich für einige Minuten gelüftet werden.

Husten und Niesen: Dabei wird geraten, Abstand von anderen zu halten und sich wegzudrehen. Am besten ist es, ein Taschentuch zu benutzen oder sich die Armbeuge vor Mund und Nase halten.

+++ 6. August +++

Erneut mehr als 1000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 214 214 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 7.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat damit den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Bereits am Donnerstag lagen die Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Sie war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6000 erreicht.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9183. Bis Freitagmorgen hatten 195 900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (dpa)

Forscher befürchten fast 300 000 Corona-Tote in den USA bis Dezember

Bis Dezember könnten nach einem weithin beachteten Modell in den USA insgesamt fast 300 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. Das wären rund 140 000 Tote mehr als derzeit. Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 228 000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle am Donnerstag.

Das Modell des Instituts befürchtet nun bis 1. Dezember 295.000 Tote. Vor der jüngsten starken Zunahme der Neuinfektionen in den USA hatte das Modell bis 1. November noch mit rund 230.000 Toten gerechnet.

"Wir erleben in den Vereinigten Staaten eine Achterbahnfahrt", erklärte Institutsdirektor Christopher Murray. Sobald die Infektionen in einem Gebiet dramatisch ansteigen, tragen die Menschen Masken und befolgen die nötigen Vorsichtsmaßnahmen, sobald sich die Situation entspanne, verflüchtige sich aber auch die Vorsicht wieder, wie Murray kritisierte. "Das führt natürlich zu mehr Infektionen. Und der womöglich tödliche Kreislauf beginnt wieder von vorne", sagte er. (dpa)

Pflicht-Tests für Reiserückkehrer: Rufe nach schärferen Maßnahmen

Nach der Ankündigung verpflichtender Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten werden Rufe nach schärferen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus laut. Eine zweite Corona-Welle müsse unbedingt verhindert werden, hieß es zur Begründung. Der CDU-Wirtschaftsrat forderte ein generelles Reiseverbot für Corona-Hotspots. "Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden", sagte Wolfgang Steiger, der Generalsekretär des CDU-nahen Verbands, der "Bild"-Zeitung (Freitag). "Das Reiserecht kann nicht höher bewertet werden als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ansonsten ein erneuter Lockdown droht."

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Mongomery, forderte eine generelle Quarantäne. Tests seien nur "eine Momentaufnahme". Deshalb sollte alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten in Quarantäne gehen. "Eine Woche bis zehn Tage. Ein negativer Test kann nicht vor der Quarantäne schützen", sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse" (Freitag). Um eine Infektion sicher auszuschließen, sei ein zweiter Test nach mindestens 72 Stunden notwendig. (dpa)

Ausflügler dürfen am Sommerwochenende nicht auf alle Inseln

Zum anstehenden sommerlichen Wochenende sind Tagesausflügler auf fast allen Ostfriesischen Inseln willkommen - mit Ausnahme von Langeoog. Dorthin dürfen wegen der Corona-Pandemie weiterhin samstags und sonntags keine Tagesgäste reisen, an den übrigen Tagen nur maximal 600. «Wir werden aber aufstocken auf 800, weil es so gut läuft», kündigte Langeoogs Bürgermeisterin Heike Horn (parteilos) an. Voraussichtlich Anfang nächster Woche soll dann auch die Wochenendsperre für Tagesgäste gekippt werden - 300 bis 400 seien dann denkbar. Auf der Insel verteilten sich Urlauber, Ausflügler und Bewohner ohnehin gut, sagte Horn. «Uns geht es um die Entzerrung auf der Fähre.»

Auch bei anderen Fähren etwa nach Spiekeroog oder Borkum gibt es Reglementierungen. Die AG Ems fährt weiterhin nur mit maximal 75 Prozent Auslastung nach Borkum, wie eine Sprecherin der Reederei erklärte. Bei hoher Nachfrage gibt es aber Zusatzfahrten. (dpa)

Niederländischer Premier Rutte warnt vor zweitem Lockdown - Cafés nur mit Reservierung

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat vor einem zweiten Lockdown gewarnt und Bürger dringend ermahnt, die Corona-Regeln einzuhalten. Touristen warnte er, belebte Plätze in Amsterdam zu meiden. Die Gefahr der Verbreitung des Corona-Virus sei groß, warnte Rutte am Donnerstagabend in Den Haag. In den Niederlanden sind die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen sehr schnell angestiegen.

Die Niederlande verschärfen die Auflagen für Restaurants und Cafés. Ab sofort gilt erneut die Reservierungspflicht für Gäste. Sie müssen außerdem ihre Kontaktdaten hinterlassen. Reisende aus Risikogebieten sollen künftig schärfer auf Einhaltung der Quarantäne-Pflicht kontrolliert werden.

"Wir müssen einen zweiten Lockdown verhindern, das geht nur gemeinsam", mahnte der Premier. Gezielt richtete sich der Premier an junge Leute. Haltet euch an die Regeln, sonst sitzen wir alle bald wieder zu Hause fest." Viele junge Leute verhielten sich verantwortungslos. Rutte hatte wegen der schnell steigenden Corona-Infektionen seinen Urlaub vorzeitig abgebrochen. (dpa)

Steigende Corona-Zahlen - Dänemark belässt Versammlungsbeschränkung

Die dänische Regierung sieht wegen der erneut steigenden Coronavirus-Infektionszahlen im Land von der geplanten Lockerung der geltenden Versammlungsbeschränkungen ab. Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl bestimmter Veranstaltungen wird anders als angedacht doch nicht zum Samstag hin von 100 auf 200 angehoben, wie das dänische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.

"Die Epidemie nimmt weltweit und an mehreren Orten Europas zu, und in der jüngsten Zeit haben wir einen Anstieg der Zahl der Dänen gesehen, die mit dem Coronavirus infiziert sind", erklärte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Es sei entscheidend, dass Dänemark seine gute Position behalte, in der die Epidemie unter Kontrolle sei. Deshalb sei es aus Sicht der Regierung nicht richtig, zu diesem Zeitpunkt die Versammlungsbeschränkung von 100 auf 200 Teilnehmer anzuheben. (dpa)

USA schwächen Reisewarnung für Europa ab

Nach fast fünf Monaten hat die US-Regierung ihre wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte weltweite Reisewarnung für amerikanische Staatsbürger wieder aufgehoben. Nun würden für jedes Land wieder individuelle Bewertungen bekanntgegeben, erklärte das US-Außenministerium am Donnerstag. Derzeit verbessere sich die Gesundheitslage in manchen Staaten nachhaltig, während sie sich in anderen Ländern verschlechtere. Spezifische Warnhinweise für jedes Land würden US-Bürgern daher bei der Reiseplanung helfen, hieß es.

Das Ministerium bewertet Reiseziele auf einer Skala von eins bis vier. Die höchste Stufe entspricht einer Reisewarnung und galt seit 19. März weltweit. Nun stehen unter anderem alle 27 EU-Staaten, das Vereinigte Königreich, die Schweiz und die Türkei auf Stufe drei des Warnsystems. Das bedeutet, US-Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Reisepläne zu überdenken. Weiterhin auf der höchsten Stufe vier sind unter anderem Russland, Indien, Afghanistan und Argentinien. In diesen Fällen werden die Reisewarnungen zum Teil mit dem Niveau der Corona-Infektionen begründet, zum Teil mit Sicherheitsgründen. (dpa)

Inzwischen mehr als eine Million verzeichnete Corona-Fälle in Afrika

In Afrika gibt es inzwischen mehr als eine Million verzeichnete Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Bis Donnerstagabend (MESZ) wurden auf dem Kontinent insgesamt 1.000.054 Ansteckungsfälle gezählt, wie eine auf Behördenangaben beruhende Statistik der Nachrichtenagentur AFP ergab. Dennoch ist Afrika weiterhin deutlich weniger von der Pandemie betroffen als andere Kontinente. Nur in Ozeanien gibt es weniger erfasste Infektionsfälle.

Die am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Länder des afrikanischen Kontinents sind Südafrika, Ägypten und Nigeria. In Südafrika sind mehr als die Hälfte aller auf dem Kontinent verzeichneten Ansteckungsfälle aufgetreten. In dem Land gab es bis Donnerstagabend rund 538.000 Infektionen und etwa 9600 Todesopfer. In der weltweiten Statistik der Infektionsfälle liegt Südafrika an fünfter Stelle hinter den USA, Brasilien, Indien und Russland. In Ägypten wurden bis Donnerstagabend rund 95.000 Ansteckungs- und 4630 Todesfälle gezählt, in Nigeria fast 45.000 Infektionen und 927 Todesopfer. (AFP)

+++ 6. August +++

Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Berlin steigt um 53

In Berlin ist die Zahl der registrierten Corona-Infektionen weiter gestiegen - aber viel weniger stark als noch am Tag davor. Am Donnerstag gab es 53 bestätigte Corona-Neuinfektionen und damit bislang 9542 Fälle. Am Mittwoch war die Zahl noch um 91 gestiegen. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden derzeit 38 Menschen - 9 weniger als noch am Mittwoch, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Donnerstag mitteilte. Von ihnen werden 16 intensivmedizinisch behandelt. Alle anderen Personen seien häuslich isoliert. Die Zahl der Todesfälle stieg nicht. Der Senatsverwaltung zufolge sind in Berlin 224 Patienten im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorben. Bei allen drei Indikatoren, die in Berlin den Ausschlag für Gegenmaßnahmen geben, blieb die Ampel auf Grün. Dazu zählt der Reproduktionswert R, der am Donnerstag erneut gesunken ist und aktuell bei 0,76 liegt (Vortag 1,01). Er gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter jeweils ansteckt. Übersteigt der Wert öfter als drei Mal 1,2, zeigt sie Rot. (dpa)

WHO-Chef Tedros warnt vor "Impfstoff-Nationalismus"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einem weltweiten Verteilkampf um einen möglichen Corona-Impfstoff gewarnt. "Impfstoff-Nationalismus ist nicht gut, er wird uns nicht helfen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag. Um die Pandemie schnell zu überwinden, müsse sich die Welt "gemeinsam erholen". In der globalisierten Welt seien alle Länder miteinander verflochten. Die reichen Länder könnten das Coronavirus daher nicht allein besiegen, solange es in den armen Ländern weiter auf dem Vormarsch sei. Ein wirksamer Corona-Impfstoff gilt als sicherstes Mittel, die Pandemie zu überwinden. Weltweit wird deshalb mit Hochdruck daran geforscht. Um sich den Zugang zu einem Impfstoff zu sichern, haben bereits einige Länder vorab Kaufverträge für Millionen von Impfdosen mit Pharmafirmen abgeschlossen. (afp)

USA heben weltweite Reisewarnung wegen Corona wieder auf

Die USA haben ihre wegen der Coronavirus-Pandemie ausgerufene weltweite Reisewarnung wieder aufgehoben. Das US-Außenministerium kündigte am Donnerstag an, fortan wieder Reisehinweise und Reisewarnungen zu einzelnen Ländern zu veröffentlichen. Während sich die Lage in einigen Ländern verbessere, könne sie sich in anderen jederzeit wieder verschlechtern. Grundsätzlich sollten US-Bürger bei Auslandsreisen wegen des "unvorhersehbaren Charakters der Pandemie" Vorsicht walten lassen. Das US-Außenministerium hatte Mitte März wegen der Coronavirus-Krise eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Die Regierung riet US-Bürgern damals von Auslandsreisen dringend ab und rief US-Bürger im Ausland auf, wenn möglich umgehend in die USA zurückzukehren. Das Außenministerium warnt zudem, US-Botschaften und Konsulate hätten womöglich nur begrenzte Kapazitäten, um US-Bürgern zu helfen. (afp)

Stuttgart erhöht Bußgelder für Maskenverweigerer

Maskenverweigerer müssen in Stuttgart künftig ein deutlich höheres Bußgeld zahlen als bisher. "Wird eine Privatperson ohne Mund-Nasen-Bedeckung erwischt, wo sie eine tragen müsste, beträgt die Mindeststrafe jetzt 75 Euro", teilte die Landeshauptstadt am Donnerstag mit. Bislang lag das Bußgeld bei 25 Euro. Für Menschen im gewerblichen Bereich - beispielsweise für Kellner - liege die Mindeststrafe nun bei 150 Euro. Für Wiederholungstäter könne es sogar noch teurer werden, sagte Stuttgarts Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Martin Schairer (CDU). "Der Bußgeldkatalog sieht eine Strafe von bis zu 250 Euro für Personen vor, die sich beharrlich weigern. Wir sind bereit, diesen Rahmen auszuschöpfen, und können im Ausnahmefall sogar darüber hinaus gehen."

Erstmals mehr als 1000 neue Corona-Infektionen seit Anfang Mai

Erstmals seit drei Monaten hat das Robert Koch-Institut (RKI) mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI demnach 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages, wie es am frühen Donnerstagmorgen hieß. Die Schwelle von 1000 neuen Corona-Fällen war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6000 erreicht. Anders als Mitte Juni, als es beispielsweise beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen einen großen Corona-Ausbruch gab, ist der jetzige Anstieg nicht hauptsächlich auf einzelne Brennpunkte zurückzuführen. Auf Landkreisebene sind die Zahlen oft nur leicht gestiegen. Doch über alle Kreise hinweg summiert sich dieser Effekt. Experten fürchten eine solche Entwicklung, weil sie sich nicht mit einigen wenigen harten Maßnahmen eindämmen lässt.

Zentrum von spanischer Weinbauregion wegen Corona abgeriegelt

Die spanische Gemeinde Aranda del Duero in der Region Kastilien und León wird wegen steigender Corona-Infektionszahlen für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Das entsprechende Dekret werde am Freitag in Kraft treten, teilte die Regionalregierung am Donnerstag in Valladolid mit. Nur mit triftigen Gründen werde man in die Gemeinde einreisen oder diese verlassen dürfen, hieß es.

Die 150 Kilometer nördlich von Madrid gelegene Stadt hat gut 32.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des Weinbaugebiets Ribera del Duero. Die Zahl der Neuinfektionen steigt dort seit einigen Tagen rapide. Binnen 24 Stunden wurden zuletzt 199 Fälle registriert. (dpa)

Wegen Corona: Osterferien könnten im nächsten Jahr ausfallen

Wegen möglicher Bildungslücken bei den Schülern behält sich Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) vor, angesichts der Corona-Pandemie für die Osterferien kommenden Jahres Pflichtunterricht anzuordnen. Es gebe auch durch die Einschränkungen im vergangenen Schuljahr sicherlich Nachholbedarf, sagte Ernst am Donnerstag vor Journalisten zum Schulbeginn am kommenden Montag. Daher solle in den ersten drei Wochen des neuen Schuljahres der Lernstand der Schüler in den Kernfächern ermittelt werden.

Nach der Auswertung Mitte September soll Ernst zufolge zunächst entschieden werden, ob es in den Herbstferien freiwillige Angebote gibt und ob Unterricht an Samstagen erforderlich ist. Bis Ende November werde dann Klarheit herrschen, ob Pflichtunterricht in den Osterferien notwendig sei - insbesondere für die Klassen, die vor einem Schulabschluss stehen. Ernst bat die Eltern, Entscheidungen über eventuelle Urlaubspläne bis dahin zu verschieben. (dpa)

Lufthansa stellt Mitarbeiter in Deutschland auf betriebsbedingte Kündigungen ein

Trotz massiver Staatshilfen schließt die Lufthansa betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland nicht mehr aus. Das Ziel, diese zu vermeiden, sei in der Corona-Krise „auch für Deutschland nicht mehr realistisch“, erklärte die Fluggesellschaft am Donnerstag und verwies auf den weltweit nach wie vor eingebrochenen Flugverkehr sowie stockende Verhandlungen zu Krisenvereinbarungen mit den Gewerkschaften. Im zweiten Jahresquartal verbuchte die Lufthansa einen Milliardenverlust.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Luftverkehr seien "„noch gravierender und noch nachhaltiger, als wir im Frühjahr angenommen hatten“", erklärte der Konzernvorstand in einem Brief an die Beschäftigten. Die Lufthansa müsse kleiner, günstiger und effizienter werden.

„Unter anderem werden wir in den kommenden Wochen über die endgültige Stilllegung einzelner Flugzeugtypen und Teilflotten entscheiden“, kündigte das Management an. Alle Maßnahmen würden mit den Gewerkschaften abgestimmt. „Betriebsbedingte Kündigungen können wir aber überall dort, wo Modelle und Vereinbarungen zur Kompensation von Überkapazitäten fehlen, nicht mehr ausschließen.“

Ein neues und konzernweites Restrukturierungsprogramm sieht unter anderem den Abbau von weltweit insgesamt 22.000 Vollzeitstellen vor, wie Lufthansa mitteilte. Die Zahl der Führungskräfte im Konzern soll demnach um 20 Prozent reduziert werden. (AFP)

Moskau geht mit Geldstrafen gegen Maskenverweigerer vor

Im Kampf gegen das Coronavirus greifen die Behörden in der russischen Hauptstadt Moskau bei Verstößen gegen die Maskenpflicht wieder härter durch. Zahlreiche Geschäfte und Supermärkte seien schon geschlossen worden, weil sich dort Kunden ohne Mund-Nasen-Schutz aufhielten, berichtete der TV-Sender Moskwa-24 am Donnerstag aus der Millionenmetropole. Insgesamt hätten rund 6000 Geschäfte hohe Geldstrafen zahlen müssen. Auch in der Metro werde stärker kontrolliert und Maskenverweigerer erhielten Geldstrafen von bis zu 5000 Rubel (rund 60 Euro).

Moskau mit geschätzt 15 Millionen Einwohnern ist der Hotspot bei den Corona-Infektionen in Russland. Dort haben sich insgesamt nach offiziellen Angaben mehr als 245.000 Menschen mit dem Virus angesteckt, täglich kommen rund 700 Fälle hinzu. Russland ist mit etwa 870.000 Fällen eines der meistbetroffenen Länder der Welt. Landesweit sind bislang etwa 14 000 Menschen mit Sars-CoV-2 gestorben. (dpa)

Bildungsministerin bittet Schüler um Mithilfe bei Corona-Regeln

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat die Schüler vor dem Start des regulären Schulbetriebs in der Corona-Pandemie um die Einhaltung von Schutzregeln gebeten. „Wir alle müssen unser Verhalten kontrollieren - und das gilt natürlich auch für die Jüngeren», sagte Ernst am Donnerstag in Potsdam. «Wir appellieren auch daran, sich wirklich an Abstandsregeln zu halten.“

Ernst verteidigte die geplante Maskenpflicht auf Gängen und in Treppenhäusern der Schulgebäude. So sollte ein Beitrag dazu geleistet werden, um Infektionen gering zu halten, damit möglichst wenig Schulen oder Klassen geschlossen werden müssten. Der Mund-Nasen-Schutz muss nicht in Klassenzimmern und auf dem Schulhof getragen werden. (dpa/bb)

Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwartet schärfere Corona-Regeln

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen erwartet noch in diesem Jahr eine erneute Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen. Die Hälfte der Befragten rechnet „eher“ mit schärferen Regeln, weitere 32 Prozent gehen „auf jeden Fall“ davon aus, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des „Spiegel“ ergeben hat.

Rund ein Drittel (31 Prozent) derjenigen, die an eine erneute Verschärfung glauben, erwartet lockerere Maßnahmen als im Frühjahr. 42 Prozent meinen hingegen, dass es noch strengere Regeln geben könnte als zu Beginn der Corona-Krise. Dass eine solche deutliche Verschärfung die wirtschaftliche Gesamtsituation Deutschlands verschlechtern würde, gaben 88 Prozent der Umfrage-Teilnehmer an. (dpa)

Mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Donnerstag mit 213.067 angegeben - ein Plus von 1045 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 214.113 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte insgesamt 9175 Todesfälle und damit sieben mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9179 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 195.200. (AFP)

Studie: Vor allem größere Firmen wollen an Homeoffice festhalten

Viele Unternehmen in Deutschland wollen einer Studie zufolge nach der Corona-Krise am Homeoffice festhalten - auch in der Industrie. Im verarbeitenden Gewerbe, zu dem unter anderem der Maschinenbau, die Chemie- und die Autoindustrie zählen, haben vor Ausbruch der Pandemie nur in jeder vierten Firma Beschäftigte regelmäßig von zuhause gearbeitet, wie aus einer Auswertung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervorgeht. Nun seien es fast 50 Prozent. Für die Zeit nach der Krise planen demnach etwa 37 Prozent der Unternehmen, Homeoffice einzusetzen. Das ZEW befragte 1765 Firmen, 775 aus dem verarbeitenden Gewerbe, 990 aus der Informationswirtschaft. (dpa)

Corona-Falschinformationen: Facebook löscht Trump-Video

Facebook hat ein von US-Präsident Donald Trump auf der Plattform veröffentlichtes Video gelöscht. Der Clip habe Falschinformationen zum Thema Coronavirus enthalten, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. In dem Ausschnitt eines Interviews mit dem Sender Fox News sagte Trump, Kinder seien in Bezug auf das Coronavirus "fast immun", weswegen Schulen nach den Sommerferien trotz der Pandemie wieder für normalen Unterricht öffnen sollten. Facebook erklärte am Mittwoch (Ortszeit), die "falsche Behauptung, wonach eine Bevölkerungsgruppe immun ist", verstoße gegen die Regeln der Plattform zu Corona-Falschinformationen. Kinder können sich auch mit dem Coronavirus infizieren, haben aber in der Regel eher milde Symptome - sie sind nicht "immun". (dpa)

Hausarrest: Corona-Test bei Kolumbiens Ex-Präsident Uribe positiv

Einen Tag, nachdem der Oberste Gerichtshof in Kolumbien Álvaro Uribe unter Hausarrest gestellt hatte, ist der ehemalige kolumbianische Präsident positiv auf das Coronavirus getestet worden. Uribe befinde sich in sehr gutem gesundheitlichen Zustand und habe keine schwereren Symptome oder irgendwelche Atemschwierigkeiten, sagte Gabriel Velasco, Sprecher von Uribes rechter Partei "Centro Democrático" in einem Video in den sozialen Medien am Mittwoch. Der Ex-Präsident hält sich derzeit auf seinem Anwesen im Norden Kolumbiens auf.

Das oberste Gericht hatte Uribe am Dienstag unter Hausarrest gestellt, um zu verhindern, dass er die Ermittlungen der Justiz behindert. Gegen ihn wird ermittelt, weil er Zeugen bestochen und unter Druck gesetzt haben soll, um sie zum Schweigen zu bringen. Der Senator und Ex-Staatschef und seine Familie werden beschuldigt, Verbindungen zu paramilitärischen Gruppen gehabt zu haben, die in mehr als 50 Jahren Bürgerkrieg in Kolumbien Angst und Schrecken verbreitet hatten. (dpa)

Drosten: Bei zweiter Welle auf Infektionsgruppen konzentrieren

Der Charité-Virologe Christian Drosten schlägt vor, sich nicht mehr auf einzelne Corona-Fälle, sondern auf Infektionsgruppen zu konzentrieren, sollte es in Deutschland zu einer zweiten Welle kommen. "Waren bisher die meisten Infektionsketten nachvollziehbar, können neue Fälle bald überall gleichzeitig auftreten", schreibt Drosten in einem Beitrag für die Wochenzeitung "Zeit". Dies könnte alle Landkreise und Altersgruppen betreffen. "Dann sind die personell schlecht ausgestatteten Gesundheitsämter endgültig damit überfordert, die Quarantäne jeder einzelnen Kontaktperson zu regeln", so der Wissenschaftler.

Die Behörden sollten sich dann auf Gruppen konzentrieren, in denen sich viele Menschen mit dem Virus infiziert haben. Wenn sich ein Mitglied eines dieser sogenannten Cluster infiziert habe, könne auch eine Isolation von fünf Tagen ausreichen. Nötig sei eine entscheidende Strategieänderung: "eine Testung auf Infektiosität statt auf Infektion". Eine niedrige Viruslast bedeute, dass ein Patient nicht mehr ansteckend sei. (dpa)

+++ 5. August +++

741 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 741 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 212 022 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen im Internet meldete (Datenstand 5.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9168. Bis Mittwochmorgen hatten 194 600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,9 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. (dpa)

Zahl der Corona-Infektionen in Berlin steigt um 91

In Berlin ist die Zahl der Corona-Infektionen etwas stärker gestiegen. Am Mittwoch gab es 91 bestätige Corona-Infektionen mehr als am Vortag und damit bislang 9489 Fälle. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden derzeit 47 Menschen - eine Person mehr als noch am Dienstag, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Mittwoch mitteilte. Von ihnen werden 20 intensivmedizinisch behandelt. Zudem gab es seit Dienstag einen weiteren Todesfall. Inzwischen sind der Senatsverwaltung zufolge 224 Patienten im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorben. Bei allen drei Indikatoren, die in Berlin den Ausschlag für Gegenmaßnahmen geben, blieb die Ampel auf Grün. Dazu zählt der Reproduktionswert R, der am Mittwoch wieder leicht gesunken ist und aktuell bei 1,01 liegt. Er gibt an, wie viele Personen ein Infizierter jeweils ansteckt. Am Dienstag hatte er zum zweiten Mal in Folge bei über 1,1 gelegen. Ist dies an drei aufeinanderfolgenden Tagen der Fall, springt diese Indikatorampel auf Gelb. Übersteigt der Wert öfter als drei Mal 1,2 zeigt sie Rot. (dpa)

Bundesregierung warnt vor Reisen nach Antwerpen

Die Bundesregierung hat eine Reisewarnung für die belgische Provinz Antwerpen ausgegeben. Wegen des jüngsten Anstiegs der Corona-Neuinfektionen werde "vor nicht notwendigen, touristischen Reisen" gewarnt, teilte das Auswärtige Amt am Mittwochabend mit. Es verwies darauf, dass die Tendenz der Zahl der Neu-Erkrankten sowie der Todesfälle seit Ende Juli 2020 erneut ansteigt, vor allem in Antwerpen. Dort überschreitet die Zahl der Neuinfektionen derzeit 50 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das Robert-Koch-Institut erklärte diese Gebiete daher zu Risikogebieten. Das bedeutet, dass Einreisende aus Antwerpen in Quarantäne gehen müssen - es sei denn, sie können einen negativen Covid-19-Test vorweisen. (dpa)

Coronatests decken neue Infektionen in Schlachtbetrieb auf

Erneut sind in einem Schlachtbetrieb im Landkreis Oldenburg Corona-Infektionen bei Mitarbeitern festgestellt worden. Wie der Landkreis am Mittwoch bekanntgab, habe es bei dem Schlachthof in Großenkneten unter mehr als 1000 Tests 20 Infektionen gegeben. 16 von den Betroffenen wohnen im Landkreis Oldenburg, je zwei in den Nachbarkreisen Cloppenburg und Vechta. Die Anzahl der Infektionen habe sich seit acht Tagen langsam aufgebaut und sei durch die andauernden Tests frühzeitig erkannt worden. Die Tests, die das Unternehmen selbst vorgenommen hat, gehen auf einen Erlass des Landes aus der vergangenen Woche zurück. (dpa)

Möglicher deutsch-chinesischer Corona-Impfstoff wird in China getestet

Das Mainzer Unternehmen BioNTech und die chinesische Fosun-Gruppen haben in China mit klinischen Tests eines möglichen Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus begonnen. 72 Teilnehmer seien mit einer ersten Dosis des Impfstoff-Kandidaten geimpft worden, erklärte BioNTech am Mittwoch. Zuvor habe die chinesische Arzneimittelbehörde die Genehmigung für die Tests erteilt. BioNTech und Fosun entwickeln den möglichen Corona-Impfstoff gemeinsam in China. Einen weiteren möglichen Impfstoff entwickelt das Mainzer Unternehmen gemeinsam mit dem US-Pharmariesen Pfizer, er wird bereits in einer globalen Studie getestet. (afp)

Kanaren versichern alle Touristen gegen Corona

Die Kanaren versichern als erste Region Spaniens alle Besucher gegen zusätzliche Kosten im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus während des Urlaubs auf den Inseln. Die Versicherung decke den Rückflug in die Heimat, die Quarantäne-Unterkunft sowie auch die medizinischen Kosten ab, sagte die regionale Tourismusministerin Yaiza Castilla am Mittwoch in Santa Cruz de Tenerife nach der Unterzeichnung eines entsprechenden Abkommens mit einem Versicherungsunternehmen. «Damit machen die Kanarischen Inseln einen weiteren Schritt, um den Touristen mehr Sicherheit und Ruhe zu bieten», so Castilla. In den Genuss der Versicherung kommen den Angaben zufolge von sofort an alle Besucher, sowohl die spanischen als auch die ausländischen Urlauber. Eine wichtige Bedingung gibt es aber: Im Falle einer Infektion darf der Betroffene nicht vor Reiseantritt gewusst haben, dass er sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt hat, wie es in einer Mitteilung des Tourismusministeriums heißt. (dpa)

Brandenburg führt Maskenpflicht an Schulen ein

In Brandenburg müssen Schüler und Lehrer künftig Masken zum Schutz vor dem Coronavirus tragen. Das gelte für Flure, Gänge, Treppenhäuser und Aulen, aber nicht im Unterricht und auf dem Schulhof, teilte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch mit. (dpa)

Corona in Australien: Erneut Rekord an Neuinfektionen im Bundesstaat Victoria

Der massiv vom Coronavirus betroffene australische Bundesstaat Victoria bekommt die Pandemie trotz nächtlicher Ausgangssperre und extrem strikter Maßnahmen bislang nicht unter Kontrolle. Am Mittwoch verzeichnete die Region im Südosten des Landes wieder einen Rekord an Neuinfektionen und Todesfällen in Verbindung mit Covid-19, die meisten davon in der Millionenmetropole Melbourne. Innerhalb von 24 Stunden seien 725 neue Fälle und 15 Tote registriert worden, sagte Victorias Regierungschef Daniel Andrews. Dies sind nicht nur für Victoria, sondern auch national gesehen die höchsten Zahlen seit dem Beginn der Pandemie.

Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt in dem Bundesstaat mit seinen knapp 6,4 Millionen Einwohnern jetzt bei 162, in ganz Australien bei 247. Die zweite Corona-Welle war Ende Juni in Melbourne ausgebrochen. Vor knapp einem Monat wurde dort ein neuer Lockdown ausgerufen. Weil die Zahlen trotzdem weiter steigen, sind die Maßnahmen seither immer weiter verschärft worden. (dpa)

+++ 4. August +++

Bundesregierung hebt Reisewarnung für Türkei teilweise auf

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte am Dienstag in ihren Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt. (dpa)

9398 bestätigte Corona-Infektionen in Berlin und 32 neue Fälle

In Berlin sind zwischen Montag und Dienstag 32 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Zahl der bestätigten Fälle ist damit etwas weniger stark als am Tag zuvor auf 9398 gestiegen, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Dienstagabend mitteilte. Zwischen Sonntag und Montag waren es 39 neue Fälle. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden aktuell 46 Personen, das sind drei mehr als am Tag davor. Von ihnen werden 19 intensivmedizinisch behandelt, eine Person mehr als bisher. Weitere Todesfälle gab es nicht, bislang sind der Gesundheitsverwaltung zufolge 223 Patienten im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorben. Bei allen drei Indikatoren, die in Berlin den Ausschlag für Gegenmaßnahmen geben, stand die Ampel jeweils auf Grün. Dazu zählte der Reproduktionswert R, der angibt, wie viele Personen ein Infizierter jeweils ansteckt. Er lag am Dienstag bei 1,14. Fällt er am Mittwoch nicht unter den Grenzwert von 1,1, springt die Ampel auf Gelb. Rot zeigt sie, sobald der Wert an drei Tagen hintereinander 1,2 erreicht oder überschreitet. (dpa)

Berlin will keine Maskenpflicht im Unterricht

Berlin will derzeit nicht dem Beispiel Nordrhein-Westfalens folgen, eine Maskenpflicht im Unterricht einzuführen. Für den Fall, dass die Infektionszahlen im neuen Schuljahr deutlich steigen sollten, schloss Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) das für die Zukunft aber nicht aus. «Im Moment ist das nicht vorstellbar, weil ich das aus einer pädagogischen Sicht für sehr schwierig finde», sagte sie am Dienstag nach der Senatssitzung. Die Mimik der Schülerinnen und Schüler nicht sehen zu können, sei gerade in den Grundschulen ein Problem. «Wir gehen hier einen sehr verantwortungsvollen und maßvollen Weg, was den Mund-Nasen-Schutz angeht», meinte Scheeres. «Wenn sich die Infektionszahlen verschlechtern werden, dann muss man darüber reden, welche nächsten Schritte geht man.» (dpa)

Frankreich sorgt sich vor «zweiter Welle»

In Frankreich wächst die Sorge vor einer zweiten Welle der Corona-Pandemie. Der wissenschaftliche Rat von Experten, der die Regierung berät, bezeichnet es nun als «sehr wahrscheinlich», dass es im Herbst oder Winter eine zweite Epidemie-Welle geben könnte. Staatschef Emmanuel Macron appellierte am Dienstag im südfranzösischen Toulon an seine Landsleute, die geltenden Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Frankreich gehört zu den Ländern in Europa, die besonders stark getroffen sind. Mehr als 30.000 Menschen starben. Bei einem Besuch in der Hafenstadt Toulon kündigte Macron an, dass professionelle Helferinnen und Helfer, die alte und behinderte Menschen zu Hause betreuen, bis zum Jahresende Prämien bekommen. Dafür sollen 160 Millionen Euro fließen. Macron verbringt in der nahegelegenen Residenz Fort de Brégançon seinen Sommerurlaub.

Bayerns Innenminister: Corona-Verstöße auf Demos konsequent bestrafen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will Verstöße gegen Anti-Corona-Auflagen auf Demonstrationen konsequent ahnden - und erwägt dabei auch härtere Strafen. Es gelte die Versammlungsfreiheit - das bedeute aber nicht, dass sich Teilnehmer über Infektionsschutzmaßnahmen hinwegsetzen dürften, sagte Herrmann am Dienstag in München.

Im Bayerischen Rundfunk hatte Herrmann zuvor gesagt: „Es wird ohnehin zurzeit diskutiert, inwieweit wir in bestimmten Bereichen die Bußgelder noch weiter erhöhen müssen, um einen noch stärker abschreckenden Effekt zu erzielen.“ Dabei gehe es beispielsweise auch um Verstöße gegen Quarantäne-Vorschriften oder die Pflicht, sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet testen zu lassen. Es gehe dabei um den Schutz der Gesundheit anderer Menschen. (dpa)

Corona-Warn-App kommt in fünf weiteren Sprachen

Die deutsche Corona-Warn-App soll in Kürze in weiteren fünf Sprachen zur Verfügung stehen. „Die Versionen Arabisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch und Russisch sind derzeit in der Entwicklung“, sagte Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) der „Rheinischen Post“. Bisher gibt es die am 16. Juni in Deutschland gestartete App in Deutsch, Englisch und Türkisch. Die App soll helfen, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden.

Deutschland habe mit bisher mehr als 16,4 Millionen Nutzern mehr Downloads als ganz Europa mit seinen verschiedenen Apps zusammen, sagte Bär. Die Corona-Warn-App sei inzwischen in den App-Stores aller EU-Länder sowie der Türkei, der Schweiz und von Norwegen und Großbritannien freigegeben.

Zu den bisherigen technischen Problemen sagte die CSU-Politikerin, bei so großen IT-Projekten werde es immer Nachbesserungen geben müssen. Es habe Beeinträchtigungen bei der Hintergrundaktualisierung der App gegeben. „Deshalb empfehlen wir, die App einmal täglich zu öffnen.“ Dadurch werde sichergestellt, dass alle Warnmeldungen angezeigt würden. (dpa-AFX)

879 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 879 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 211.281 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 4. August, 0 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9156. Bis Dienstagmorgen hatten 194.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (dpa-AFX)

+++ 3. August +++

9366 bestätigte Corona-Infektionen in Berlin - 38 neue Fälle

In Berlin sind zwischen Sonntag und Montag 38 neue Corona-Infektionen registriert worden. Damit hat sich die Zahl der bestätigten Fälle in der Hauptstadt auf 9366 erhöht, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montagabend mitteilte. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist damit zum Wochenbeginn wieder stärker gestiegen als am Tag zuvor. Zwischen Samstag und Sonntag waren lediglich neun neue Fälle hinzugekommen. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden demnach aktuell 43 der infizierten Personen - zwei mehr als am Vortag. Die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Menschen stieg derweil um drei Personen auf 18. Bislang sind 223 Patienten im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorben. Seit dem Wochenende ist kein weiterer Todesfall hinzugekommen. (dpa)

Bahn will Maskenpflicht notfalls mit Zug-Verweisen durchsetzen

Die Bahn will die Einhaltung der Maskenpflicht in Zügen zum Schutz vor dem Coronavirus notfalls mit Verweisen durchsetzen. "Wenn eine Minderheit geltende Regeln missachtet, ist dies für uns nicht hinnehmbar", erklärte der bundeseigene Konzern am Montag in Berlin. Bei Fahrgästen, die sich hartnäckig weigern, seien solche Verweise bereits möglich. Zusammen mit der Bundespolizei werde dies auch "konsequent" umgesetzt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) pflichtete bei: "Die Maskenpflicht gilt ohne Wenn und Aber." Die Grünen und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) forderten weitergehende Schritte. (afp)

Anstieg der Corona-Fälle: Grillverbot und Kontrollen in Offenbach

Nach einem starken Anstieg der Corona-Fälle in Offenbach hat die Stadt mit stärkeren Einschränkungen reagiert. Auf der Sitzung des Krisenstabes sei ein Grill- und Picknickverbot auf öffentlichen Flächen beschlossen worden, teilte die Stadt am Montag mit. Gemeinsamer Sport ist nur kontaktlos für maximal zehn Menschen oder Mitglieder eines gemeinsamen Haushaltes und mit anderthalb Metern Abstand erlaubt. Es solle mehr Kontrollen geben, um «Maskenverweigerer» zu erreichen, sagte Gesundheitsdezernentin Sabine Groß nach der Sitzung des Krisenstabes. Die gestiegenen Fallzahlen in Offenbach werden vor allem auf Reiserückkehrer aus Risikogebieten sowie auf ein Einzelereignis, nämlich eine Busfahrt zu einer niederländischen Käsefabrik, zurückgeführt. (dpa)

Rund 2300 Tests an Berliner Flughäfen - ein Prozent positiv

An den beiden Berliner Flughäfen wurden seit vergangener Woche rund 2300 Reiserückkehrer aus Risikogebieten auf Covid-19 getestet. «Knapp ein Prozent der getesteten Personen waren positiv», teilte Ulrich Frei, Vorstand Krankenversorgung der Charité, am Montag auf Anfrage mit. Die Charité führt die Tests an den beiden Standorten durch. Seit Mittwoch können sich Rückkehrer auf das Virus am Flughafen Tegel testen lassen. Am Freitag wurde auch eine Teststelle in Schönefeld eingerichtet. (dpa)

Rund 100 Corona-Fälle nach Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd

Die Zahl der Corona-Infizierten nach einer Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg ist auf rund 100 gestiegen. Mehrere Betroffene seien mittlerweile genesen aus der häuslichen Isolation entlassen worden, teilte das Landratsamt Ostalbkreis am Montag mit. Derzeit gebe es im gesamten Landkreis 58 aktive Fälle - also Menschen, die noch erkrankt sind. Ende vergangener Woche waren es 61. Die Tests in einer Grundschule in Schwäbisch Gmünd seien negativ ausgefallen. (dpa)

Gewerkschaft verteidigt Polizei-Strategie bei Corona-Demonstrationen

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat die Einsatzstrategie der Berliner Polizei bei Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen am Wochenende nach Kritik aus der Politik verteidigt. «Die Polizei hat nicht den gesetzlichen Auftrag, parteipolitischen Erwartungshaltungen zu folgen, sondern das Versammlungsrecht zu schützen», sagte der Bundesvorsitzende Rainer Wendt der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Diesem Auftrag sei die Berliner Polizei in beispielhafter Weise nachgekommen, der Einsatz sei «wie aus dem Lehrbuch» geführt worden. Aus Protest gegen die staatlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren am Samstag in Berlin Tausende auf die Straße gegangen. Weil viele Demonstranten weder die Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei Kundgebung am frühen Abend auf. Danach wurde parteiübergreifend der Ruf nach einem harten Durchgreifen laut. «Die Demonstration hätte schon früher aufgelöst werden können», sagte etwa die SPD-Chefin Saskia Esken der ARD-«Tagesschau». (dpa)

Teststelle für Reiserückkehrer am Berliner ZOB gestartet

Die Covid-19-Teststelle am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Berlin hat den Betrieb begonnen. Seit Montag haben Rückreisende aus Risikogebieten dort die Möglichkeit, sich nach ihrer Ankunft auf Covid-19 testen zu lassen, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montag mitteilte. Am frühen Vormittag hätten die ersten 20 davon gebraucht gemacht. Die Teststelle ist den Angaben zufolge durchgängig geöffnet, die Tests sind kostenfrei. Testen lassen können sich ausschließlich Rückreisende, die keine Corona-Symptome zeigen. (dpa)

Gewerkschaft: Auf dem Bau sinkt die «Corona-Disziplin»

Auf vielen Baustellen herrscht nach Gewerkschaftsangaben Nachlässigkeit beim Corona-Schutz. «Kein Händewaschen, kein Abstand, keine Atemschutzmaske», fasst die IG BAU die Schwachpunkte zusammen. «Viele Bauunternehmen ignorieren die Corona-Gefahr, indem sie zum alten Trott zurückkehren», teilte der Vorsitzende Robert Feiger der Deutschen Presse-Agentur mit. Das fange auf dem Weg zur Arbeit an: «Sammeltransporte zu Baustellen im Bulli sind in vielen Firmen wieder an der Tagesordnung. Genauso wie Pausen im engen Bauwagen», sagte Feiger. (dpa)

Bundesregierung: Maskenpflicht in Schulen «vernünftige Überlegung»

Die Bundesregierung begrüßt die Pläne einzelner Bundesländer, in der Schule mit Beginn des neuen Schuljahrs eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes einzuführen. «Eine solche Maskenpflicht klingt nach einer vernünftigen Überlegung», sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. Dies müsse aber eingebettet sein in ein Gesamtkonzept und dafür liege die Zuständigkeit bei den Ländern. Als erstes Bundesland war Mecklenburg-Vorpommern am Montag ins neue Schuljahr gestartet. Erstmals seit der coronabedingten Schulschließung Mitte März sollen alle Schülerinnen und Schüler wieder täglich zur Schule gehen. Hamburg folgt am Donnerstag, Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen in der kommenden Woche. Mehrere Länder hatten angekündigt, in Schulgebäuden - aber nicht im Unterricht - eine Maskenpflicht einzuführen. (dpa)

Krankenstand während Corona-Hochphase deutlich über Vorjahreswert

Die Zahl der Krankmeldungen ist während der Corona-Pandemie massiv gestiegen: Der Krankenstand lag im März bundesweit bei 7,1 Prozent, wie die KKH Kaufmännische Krankenkasse am Montag mitteilte. Im Vorjahresmonat habe er 5,6 Prozent betragen. Vor allem bei den Frauen registrierte die KKH nach eigenen Angaben einen Höchststand, insbesondere in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Spitzenwerten von rund zehn Prozent. Grund für die hohe Zahl an Krankmeldungen waren demnach vor allem Erkältungskrankheiten: Aufgrund von Husten, Schnupfen und ähnlichen Symptomen hätten sich im März zwei Prozent der Arbeitnehmer krankschreiben lassen - so viele wie lange nicht. Im März 2019 waren es demnach nur gut halb so viele. Am meisten von Atemwegserkrankungen betroffen waren Mitarbeiter in der Kinderbetreuung und -erziehung sowie Alten- und Krankenpfleger beziehungsweise Krankenschwestern. (afp)

Weiterhin nur leichter Anstieg von neuen Corona-Fällen in Brandenburg

Die Zahl der bestätigten neuen Corona-Infektionen in Brandenburg bewegt sich weiter auf niedrigem Niveau. Von Sonntag zu Montag kam nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein neuer Fall aus dem Landkreis Prignitz hinzu. Von Samstag auf Sonntag wurde ebenfalls nur eine Corona-Neuinfektion aus dem Kreis Potsdam-Mittelmark gemeldet. Von Donnerstag bis Freitag waren es noch elf neue Fälle, von Freitag bis Samstag neun. Seit März haben sich damit 3593 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, 173 starben seitdem. Erkrankt an Covid-19 sind derzeit etwa 90 Menschen, als genesen gelten 3330 - 20 mehr als einen Tag zuvor. (dpa)

+++ 2. August +++

Russland plant erste Corona-Impfungen im Herbst

Im Kampf gegen das Coronavirus will Russland im Herbst mit Impfungen beginnen. Dies sei für Oktober geplant, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko der Staatsagentur Tass zufolge am Samstag in Nischni Nowgorod. Zunächst sollten dann Ärzte und Lehrer geimpft werden, dann schrittweise der Rest der Bevölkerung. Die klinischen Tests des in Russland entwickelten Impfstoffes seien mittlerweile abgeschlossen, sagte Muraschko. Allerdings hatte der Gesundheitsminister am 23. Juli der Agentur Interfax zufolge erst den Start einer Phase-3-Studie mit 800 Teilnehmern angekündigt. Phase-3-Studien prüfen die Wirksamkeit eines Präparats, zielen auf die Zulassung ab und beinhalten gewöhnlich deutlich mehr Teilnehmer. Der Impfstoff wurde vom staatlichen Gamalaja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt. Die Zulassung sei in Vorbereitung, sagte der Minister. Ein Datum nannte er nicht. Zuletzt war der 10. August als Termin im Gespräch. Russland wäre damit das erste Land, das einen Impfstoff zulässt. (dpa)

9327 bestätigte Corona-Infektionen in Berlin - Neun neue Fälle

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist in Berlin leicht angestiegen. Die Senatsgesundheitsverwaltung meldete am Sonntag 9327 bestätigte Fälle - das sind neun mehr als am Vortag. Kontaktpersonen würden weiterhin ermittelt, kontaktiert und isoliert, hieß es in der Mitteilung. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden derzeit 41 der infizierten Personen - das sind vier weniger als am Vortag. Die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Menschen stieg derweil um eine Person auf 15. Die anderen infizierten Personen seien häuslich isoliert. Die Zahl der bisher gestorbenen Patienten blieb mit 223 unverändert gegenüber dem Vortag. (dpa)

Söder strikt gegen weitere Lockerung von Corona-Maßnahmen

Berlin - CSU-Chef Markus Söder hat sich angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen von Corona-Auflagen ausgesprochen. "Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". "Wenn wir nicht aufpassen, kann bei uns wieder eine Situation wie im März entstehen." Gefragt sei absolute Wachsamkeit. "Das Virus bleibt eine Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt." (dpa)

Bildungsministerin Karliczek für Maskenpflicht an Schulen

Vor Ende der Sommerferien in sechs Bundesländern spricht sich Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) für eine Maskenpflicht in den Schulgebäuden aus. Es sei zwar nachvollziehbar, wenn Länder auf Abstandsregeln verzichten wollten, um Präsenzunterricht zu ermöglichen, sagte Karliczek der "Welt am Sonntag". Dennoch werde der Präsenzunterricht nur funktionieren, wenn Hygieneregeln eingehalten, Schutzmasken getragen sowie auf Schulhof und Fluren Abstand gehalten werde. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt forderte bundesweit einheitliche Corona-Regeln. (afp)

240 Corona-Neuinfektionen - Weiterer Ausbruch auf Gemüsehof in Bayern

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 240 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Diese niedrige Zahl, weniger als ein Drittel der Werte der Vortage, erklärt sich wohl zumindest teilweise dadurch, dass an Wochenenden nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln. Am Samstag hatte die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 955 gelegen. Das war die höchste gemeldete tägliche Fallzahl seit Anfang Mai - abgesehen vom lokalen Corona-Ausbruch beim Fleischfabrikanten Tönnies Mitte Juni. Seit Beginn der Pandemie haben sich mindestens 209.893 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Sonntagmorgen mitteilte (Datenstand 2.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9141. Bis Sonntagmorgen hatten 192.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Damit sind rechnerisch rund 7850 Menschen in Deutschland akut mit dem Erreger infiziert. (dpa)

Göring-Eckardt wirft Regierung «Fahrlässigkeit» im Corona-Kampf vor

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hat der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie vorgeworfen. In einem am Sonntag veröffentlichten Schreiben an Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) beklagte Göring-Eckardt: «Auch ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Krise in Deutschland mit schmerzhaften Erfahrungen von Kita- und Schulschließungen und unkontrollierten Ausbrüchen in Corona-Hotspots fehlen klare, bundesweit einheitliche Regeln und ein verständliches Konzept.» Die Grünen-Politikerin fügte hinzu: «Das ist an Fahrlässigkeit kaum zu überbieten.» Zuvor hatte die «Bild am Sonntag» über das Schreiben berichtet. (dpa)

Reisebranche: Corona könnte Spanien 750.000 Arbeitsplätze kosten

Die spanische Tourismusbranche hat ihre schon bisher pessimistischen Prognosen für dieses Jahr wegen wieder gestiegener Corona-Zahlen und neuer Einschränkungen nach einem Zeitungsbericht noch einmal drastisch nach unten revidiert. Bis zum Jahresende drohten der Verlust von bis zu 750.000 Arbeitsplätzen und ein Rückgang der in normalen Zeiten zu erwartenden Einnahmen um mehr 50 Prozent oder 83 Milliarden Euro, berichtete die Zeitung "El País" am Sonntag unter Berufung auf Schätzungen des Reiseunternehmerverbandes Exceltur. Bis vor kurzem rechnete der Verband noch mit Einbußen von 40 Milliarden Euro im Tourismus, der 2019 mehr als zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitrug. Der Verband fordert deshalb 30 Milliarden Euro der für Spanien zu erwartenden rund 140 Milliarden aus dem historischen EU-Hilfsfonds zur Überwindung der Corona-Krise. (dpa)

Nur eine neue Corona-Infektion in Brandenburg bestätigt

Der Anstieg gemeldeter Corona-Infektionen in Brandenburg ist deutlich zurückgegangen. Von Samstag auf Sonntag kam nur ein Fall aus dem Kreis Potsdam-Mittelmark hinzu, berichtete das Gesundheitsministerium in Potsdam. Von Donnerstag bis Freitag wurden noch elf neue Infektionen gezählt, von Freitag bis Samstag neun. Allerdings kann es auch sein, dass manche Kreise oder kreisfreien Städte neue Infektionen wegen des Wochenendes verzögert melden. Die Zahl an Covid 19-Erkrankten wird derzeit auf 110 geschätzt, die der genesenen Patienten auf 3310. Seit März haben sich 3592 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert und 173 starben. (dpa)

Nächtliche Ausgangssperre in Melbourne wegen Corona

In Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne ist wegen der Corona-Pandemie eine nächtliche Ausgangssperre angekündigt worden. Der Regierungschef des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, sagte Journalisten, die Ausgangssperre solle von Sonntag an jeden Abend um 20.00 Uhr (Ortszeit) beginnen. Sie gelte jeweils bis 5.00 Uhr des Folgetags. Ausnahmen gibt es für Menschen, die zur Arbeit oder von dort nach Hause fahren oder die sich um jemand anderen kümmern. (dpa)

+++ 1. August +++

955 neue Corona-Infektionen in Deutschland - R-Werte steigen an

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Dies ist die höchste gemeldete tägliche Fallzahl seit Anfang Mai - abgesehen vom lokalen Corona-Ausbruch beim Fleischfabrikanten Tönnies Mitte Juni. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 209 653 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 1.8., 0.00 Uhr). Am Freitag hatte die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen bei 870 gelegen. Aufgrund der steigenden Fallzahlen fürchtet das RKI eine Trendumkehr in Deutschland. Grund dafür sei Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. (dpa)

Polen verzeichnet Höchstwert bei neuen Corona-Infektionen

Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Samstag verzeichneten die Behörden nach eigenen Angaben 658 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Seit drei Tagen registriert das EU-Land täglich neue Rekordwerte. Die Regierung in Warschau erwägt deshalb schärfere Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Virus. Geprüft werde zum Beispiel erneut eine Quarantäne für Reisende aus einigen Ländern mit hohem Infektionsgeschehen. Im Land gilt eine Maskenpflicht in Bus und Bahn sowie in öffentlichen Gebäuden. In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 46.346 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 1721 Menschen starben demnach mit dem Virus. (dpa)

Corona-Ausbruch auf Hurtigruten-Schiff - mittlerweile 33 Infektionen

Nach dem Ausbruch des Coronavirus unter der Besatzung eines Passagierschiffs in Norwegen sind 29 weitere Crew-Mitglieder positiv auf das Virus getestet worden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen von vier auf 33, wie die Reederei Hurtigruten am Samstag mitteilte. Die Corona-Tests von 120 weiteren der insgesamt 158 Besatzungsmitglieder der «Roald Amundsen» seien negativ ausgefallen, fünf andere müssten nochmals getestet werden. Das Expeditionsschiff liege weiter im nordnorwegischen Tromsø vor Anker und werde isoliert, Passagiere befänden sich keine an Bord. Planmäßig hatte die «Roald Amundsen» am Freitagnachmittag in Richtung Spitzbergen in See stechen sollen - die Reise wurde jedoch abgesagt, nachdem am Freitag die ersten Infektionen bei Besatzungsmitgliedern des Schiffes bekanntgeworden waren. Diese vier Personen kamen in ein Universitätskrankenhaus. (dpa)

Esken für flächendeckende Corona-Tests - Warnung vor zweiter Welle

SPD-Chefin Saskia Esken fordert angesichts steigender Infektionszahlen eine deutliche Ausweitung der Corona-Tests in Deutschland. Nötig sei eine Strategie, die es erlaube, durch flächendeckende und zugleich gezielte Tests Infektionen frühzeitig zu identifizieren und damit weitere Ansteckungsrisiken zu verringern, sagte Esken der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (Samstag). «Da ist jetzt Verantwortung in Bund, Land und Kommune gefragt und gefordert.» Gerade diejenigen, die bei der Frage von Lockerungen vorangeprescht seien, sollten jetzt alle notwendigen Vorkehrungen treffen, um eine zweite Welle zu verhindern. «Die unbestrittene Notwendigkeit einer europaweiten Strategie darf niemanden davon abhalten, hier und heute Verantwortung zu übernehmen.» (dpa)

Altmaier will härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sich für härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln ausgesprochen. "Wer andere absichtlich gefährdet, muss damit rechnen, dass dies für ihn gravierende Folgen hat", sagte Altmaier der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir dürfen den gerade beginnenden Aufschwung nicht dadurch gefährden, dass wir einen erneuten Anstieg der Infektionen hinnehmen." Die ganz große Mehrheit der Bevölkerung verhalte sich nach wie vor außerordentlich verantwortlich. "Was wir im Augenblick an Risikoanstieg erleben, geht im Wesentlichen zurück auf das achtlose und manchmal auch unverantwortliche Fehlverhalten einer sehr kleinen Zahl von Menschen", sagte Altmaier. "Das müssen wir wirksamer als bisher unterbinden und in Fällen, bei denen es deshalb zu Infektionen und Ausbrüchen kommt, wirksam ahnden: Das schließt Bußgelder und Strafen mit ein, wenn es sich um Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit handelt."  (afp)

955 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit bleiben die täglichen Fallzahlen weiterhin auf einem hohen Niveau. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 209.653 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 1.8., 0.00 Uhr). Am Freitag hatte die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen bei 870 gelegen. Aufgrund der steigenden Fallzahlen fürchtet das RKI eine Trendumkehr in Deutschland. Grund dafür sei Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9148. (dpa)

Neun bestätigte Corona-Infektionen in Brandenburg hinzugekommen

Der leichte Anstieg der Zahl bestätigter Corona-Infektionen in Brandenburg setzt sich fort. Von Freitag bis Samstag seien neun neue Fälle hinzugekommen, berichtete das Gesundheitsministerium in Potsdam. Die Stadt Potsdam meldete drei neue Infektionen, der Kreis Märkisch-Oderland zwei. In den Kreisen Oberhavel, Oder-Spree, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming kam jeweils ein Infizierter hinzu. Von Donnerstag bis Freitag wurden elf neue Infektionen gezählt. Die Zahl an Covid-19 Erkrankter wird auf 110 Geschätzt, die genesener Patienten auf 3310. Seit März haben sich 3591 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert und 173 starben. (dpa)

+++ 31. Juli +++

Bundesregierung warnt wegen Corona vor Reisen nach Nordspanien

Die Bundesregierung warnt angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen vor Reisen in bestimmte Gebiete Spaniens. Die nordspanischen Regionen Katalonien, Aragón und Navarra sollten aufgrund hoher Infektionszahlen und örtlicher Absperrungen gemieden werden, erklärte das Auswärtige Amt am Freitag. Zuvor hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) die drei Regionen als Risikogebiete eingestuft.

In den betroffenen Regionen liegen beliebte Touristenziele wie Barcelona, die Costa Brava und das spanische Pyrenäengebiet. Bereits am Dienstag hatte das Auswärtige Amt von Reisen in die Gebiete abgeraten. (AFP)

Berliner Lehrer können sich auf Corona testen lassen

Auf das Coronavirus können sich ab kommender Woche auch symptomfreie Beschäftigte aller Berliner Schulen testen lassen. Seit Ende Juni ist dies bereits für Kita-Beschäftigte möglich. Die Tests können in der Charité-Teststelle am Campus Virchow-Klinikum im Wedding, in den drei Teststellen der Vivantes-Kliniken in Prenzlauer Berg, Tempelhof- Schöneberg und Spandau sowie im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe vorgenommen werden, wie die Bildungs- und die Wissenschaftsverwaltung am Freitag mitteilten. Die Tests sind freiwillig und für die Teilnehmer kostenfrei. Interessierte müssen einen Termin vereinbaren.

„Das Testangebot für symptomfreie Beschäftigte aller Schulen in Berlin, ob staatlich oder in freier Trägerschaft, ist ein weiterer Baustein in unserem Maßnahmenpaket zur Eindämmung der Pandemie“, erklärte der Regierende Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD). „Wir reagieren damit auf die Bedarfe in unseren Bildungseinrichtungen und bauen die Berliner Teststrategie gezielt aus.“ Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) unterstrich, der Gesundheitsschutz des gesamten Schulpersonals sowie der Schüler liege ihr sehr am Herzen. (dpa)

Weitere Lockerungsmaßnahmen in ganz England gestoppt

Der britische Premierminister Boris Johnson hat weitere Lockerungsmaßnahmen in der Corona-Krise für ganz England gestoppt. Die Infektionszahlen steigen ihm zufolge wieder an. „Wir müssen schnell reagieren“, sagte Johnson am Freitag auf einer Pressekonferenz in London. Zum 1. August sollten eigentlich in England kleine Hochzeitsempfänge wieder möglich sein und zum Beispiel Casinos wieder öffnen dürfen. Dies soll sich nun um mindestens zwei Wochen verzögern. Außerdem kündigte der Regierungschef weitere Schutzmaßnahmen an, darunter das Tragen von Masken in Kinos. (dpa)

Brandenburg: Zwei Corona-Fälle bei Schlachtbetrieb in Storkow

Bei einem Geflügelschlachter in Storkow (Oder-Spree) sind zwei Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit gibt es im Landkreis nach Angaben des Gesundheitsamts derzeit vier aktive Fälle. Die beiden Mitarbeiter und ihre engen Kontaktpersonen seien umgehend isoliert worden, hieß es. Ihr Befinden werde vom Gesundheitsamt überwacht. Zur Identität der beiden machte der Landkreis keine Angaben.

Der Geflügelschlachtbetrieb führt seit Mitte Juli fortlaufend Testungen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch, die vor den positiven Tests in dieser Woche alle negativ waren. Die aktuellen Fälle waren den Angaben zufolge Anlass für Tests bei weiteren 119 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Ergebnisse noch am Freitag erwartet wurden.

Insgesamt sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im Landkreis Oder-Spree 153 Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus bestätigt worden. 147 der Erkrankten seien inzwischen geheilt, zwei Menschen seien am Virus gestorben. (dpa)

Indien: Neun Menschen sterben nach Trinken von Desinfektionsmittel

Weil die Spirituosenläden in ihrem Dorf im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh wegen Corona geschlossen sind, hat eine Gruppe von Dorfbewohnern zu einem hochgiftigen Ersatzgetränk gegriffen. Neun Menschen hätten eine "große Menge" Desinfektionsmittel mit Limonade oder Cola gemischt und getrunken, sagte der Polizei-Chef von Kurichedu, Siddhart Kaushal, der Nachrichtenagentur AFP am Freitag.

Nach dem Genuss des Gebräus wurden sie demnach ohnmächtig, im Krankenhaus konnte dann nur noch ihr Tod festgestellt werden. Die Polizei leitete Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Spirituosengeschäfte in Kurichedu waren im Zuge der Corona-Einschränkungen geschlossen worden.

Indien ist eines der von der Pandemie am meisten betroffenen Länder der Welt. Am Freitag überschritt die Zahl der Todesopfer die Marke von 35.000, damit starben auf dem Subkontinent mehr Menschen an dem Virus als in Italien. Rund 1,63 Millionen Menschen sind mit Corona infiziert, höher sind die Zahlen nur in den USA und Brasilien. (AFP)

Berlin: Landeselternausschuss befürwortet Maskenpflicht an Schulen

Der Landeselternausschuss hält die geplante Maskenpflicht an Berliner Schulen wegen der Corona-Krise für richtig und erwartet keine großen Umsetzungsprobleme. „An vielen Schulen ist diese Praxis bereits vor den Ferien erprobt worden“, sagte der Vorsitzende der Elternvertretung, Norman Heise, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind ja auch beim Einkaufen oder im Öffentlichen Personennahverkehr mit Maske unterwegs. Warum soll das an der Schule nicht funktionieren.“

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Berlin im Kampf gegen das Coronavirus auf eine Maskenpflicht an Schulen setzt. Die Regelung soll nach Ferienende ab 10. August für Schüler, Lehrer und andere Beschäftigte in Schulgebäuden gelten. Sie müssen einen Mund-Nasen-Schutz zum Beispiel auf Fluren, in Aufenthalts- und Gemeinschaftsräumen oder der Toilette tragen. In Unterrichtsräumen, auf dem Pausenhof oder im Hort soll diese Verpflichtung nicht gelten. (dpa)

Bayern führt Maskenpflicht an Schulen ein 

Für das neue Schuljahr führt Bayern eine Maskenpflicht an Schulen ein. Sie werde bis zum Platz im Klassenzimmer gelten - auch in Grundschulen, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. Bisher habe nur ein entsprechendes Gebot bestanden. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional auch eine Maskenpflicht im Unterricht möglich.

Die Maskenplicht ist Teil eines Vier-Stufen-Systems, das der Freistaat zum Schulstart im September einführen wird. Es richtet sich nach dem Infektionsgeschehen in den jeweiligen Regionen. Ziel nach den Sommerferien sei der Regelbetrieb unter besonderen Hygienebedingungen, sagte Piazolo. Die Schulen starten am 8. September. (dpa)

Corona-Schub: Online-Handel legt in der Krise um 30 Prozent zu

Der Trend zum Einkaufen im Internet hat in der Corona-Krise an Fahrt gewonnen. Im Juni stieg der Umsatz im Online- und Versandhandel preisbereinigt um fast ein Drittel (30,7 Prozent) gemessen am Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Ein Wachstum dieser Größenordnung sei selbst in dieser sehr dynamischen Branche ungewöhnlich und „zu einem erheblichen Teil auf einen Sondereinfluss der Pandemie zurückzuführen“.

Da in der Corona-Krise zeitweise viele Geschäfte schließen mussten und Verbraucher Infektionen fürchteten, bekam der ohnehin boomende Online-Handel einen zusätzlichen Schub. Mit dem Umsatzplus von mehr als 30 Prozent im Juni wuchs der Internet- und Versandhandel viel stärker als der Einzelhandel insgesamt, der um 5,9 Prozent zulegte. (dpa)

Tourismusbeauftragter appelliert an Polizei: „Registrierungslisten von Restaurants nur für Corona-Infektionen nutzen“

In den meisten Bundesländern sind Restaurants verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Gäste aufzunehmen.
Foto: imago images / Rüdiger Wölk

In der Debatte um den Zugriff der Polizei auf Registrierungslisten von Restaurants hat der Tourismusbeauftragte Thomas Bareiß (CDU) die Sicherheitsbehörden zur Zurückhaltung aufgerufen. "Bei allem Verständnis für innere Sicherheit, ich gehe davon aus, dass die Daten genauso verwendet werden, wie es auf den Formularen draufsteht", sagte Bareiß den RND-Zeitungen vom Freitag. "Der Kunde muss sich auch auf Datenschutz verlassen können."

Der Beauftragte der Bundesregierung für Tourismus und Mittelstand fügte hinzu: "Alles andere untergräbt auch die Glaubwürdigkeit von Politik und schafft vor Ort bei Restaurants enorme Verunsicherung."

In den meisten Bundesländern sind Restaurants verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Gäste aufzunehmen. So sollen im Fall eines Corona-Ausbruchs potenziell Betroffene informiert und die Infektionsketten frühzeitig unterbrochen werden. Auf den Anmeldebögen steht in der Regel, die Daten würden "ausschließlich im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus" verwendet werden. So sieht es das Infektionsschutzgesetz eigentlich vor. (AFP)

Deutscher Einzelhandel mit leichtem Umsatzrückgang im Juni

Der deutsche Einzelhandel hat im Juni nicht an die starke Erholung nach dem Corona-Rückschlag anknüpfen können. Im Vergleich zum Vormonat seien die Umsätze real (preisbereinigt) um 1,6 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Im Mai hatte es noch eine Erholung gegeben, nachdem die Umsätze in den Monaten März und April wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gesunken waren.

Allerdings war die Erholung im Mai nicht so stark wie bisher gedacht. Das Bundesamt revidierte den Umsatzanstieg nach unten. Der Zuwachs habe demnach im Monatsvergleich real nur 12,7 Prozent betragen, nachdem zuvor ein Anstieg um 13,9 Prozent gemeldet worden war. (dpa)

+++ 30. Juli +++

WHO warnt junge Menschen vor Nachlässigkeit in der Corona-Krise

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat junge Menschen vor Nachlässigkeit in der Corona-Krise gewarnt. „Es scheint, dass der Wiederanstieg der Fälle in mehreren Ländern teilweise darauf zurückzuführen ist, dass junge Menschen unachtsam geworden sind“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus Donnerstag auf einer virtuellen Pressekonferenz in Genf am

„Junge Menschen sind nicht unbesiegbar“, betonte er. Auch sie könnten sich infizieren und sterben. Deshalb müssten sie die „gleichen Vorsichtsmaßnahmen treffen wie der Rest der Bevölkerung, um sich und andere zu schützen".

Weltweit haben sich nach offiziellen Angaben bislang rund 17 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Fast 670.000 Menschen starben an den Folgen der Infektion. Insbesondere in europäischen Urlaubsländern, wo junge Menschen Bars oder Strandpartys besuchen, ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder angestiegen. (AFP)

Corona-Ampel in Berlin ist wieder komplett auf Grün

In Berlin zeigen die drei Warnampeln in der Corona-Pandemie wieder komplett auf Grün. Der sogenannte Reproduktionswert lag am Donnerstag anders als an den Vortagen nur noch bei 0,90, wie die Senatsgesundheitsverwaltung mitteilte. Am Mittwoch betrug er noch 1,21. Zuletzt hatte diese Ampel rot geleuchtet.

Der R-Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Er bezieht sich auf Infektionen vor 8 bis 13 Tagen. Bleibt der Wert länger stabil über 1, besteht die Gefahr eines exponentiellen Anstiegs der Fallzahlen. Dann steckt ein Infizierter mehr als einen weiteren Menschen an. Liegt der R-Wert mindestens drei Mal in Folge über 1,2, zeigt diese Ampel Rot. In der 7-Tages-Statistik lag er bei 1,17.

Auch die beiden anderen Ampeln für die Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl und den Anteil der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen zeigen auf Grün. Die Zahl der Neuinfektionen stieg zum Donnerstag um 42 auf 9191 Fälle. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 41 Menschen, davon 20 in der Intensivmedizin. Bisher sind 223 mit dem neuartigen Coronavirus Infizierte gestorben.

Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen. (dpa)

Coronavirus: Derzeit 9191 bestätigte Fälle in Berlin

In Berlin gibt es derzeit 9191 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Donnerstagabend mitteilte. Die Kontaktpersonen werden weiterhin im Rahmen der Containmentstrategie ermittelt, kontaktiert und isoliert.

4510 Personen sind männlich, 4678 weiblich. Bei drei Personen wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 41 Personen, davon werden 20 intensivmedizinisch behandelt. Alle anderen Personen sind häuslich isoliert. 223 an dem neuartigen Coronavirus erkrankte Patienten sind bislang verstorben. Die verstorbenen Patienten staffeln sich nach Altersgruppen wie folgt: drei der Verstorbenen waren 40 bis 49 Jahre alt, zwölf 50 bis 59 Jahre alt, 24 verstorbene Patienten waren 60 bis 69 Jahre alt, 62 der Verstorbenen waren 70 bis 79 Jahre alt, 83 waren 80 bis 89 Jahre alt und 39 verstorbene Patienten waren 90 Jahre und älter. Der Das Durchschnittsalter der Verstorbenen liegt bei 81 Jahren. (BK)

Höchste Zahl seit Wochen: über 900 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 902 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das ist die höchste Zahl seit Mai abgesehen vom lokalen Corona-Ausbruch beim Fleischfabrikanten Tönnies im Juni. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 207 828 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagnachmittag im Internet meldete (Datenstand 30.7., 0.00 Uhr). Wegen technischer Schwierigkeiten präsentierte das RKI die Zahlen ausnahmsweise erst am Nachmittag.

Die Zahl registrierter Neuinfektionen von 902 bedeutet für Juli einen Höchstwert. Bereits zuvor hatte das RKI aufgrund der gestiegenen Zahlen eine Trendumkehr in Deutschland befürchtet. Als Ursache für den Anstieg nannte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Ob es sich um den Beginn einer möglichen zweiten Welle handle, könne man nicht wissen. Bis vor einiger Zeit habe man es geschafft, die Fallzahlen stabil bei täglich neu gemeldeten 300 bis 500 Fällen zu halten.

In Deutschland starben nach den RKI-Angaben bislang 9136 mit dem Virus infizierte Menschen - seit dem Vortag kamen somit sechs neue Todesfälle hinzu. Bis Donnerstagmorgen hatten 191.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 29.7., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,14 (Vortag: 1,25). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 29.7., 0.00 Uhr, bei 1,13 (Vortag: 1,12). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (dpa)

Bolsonaros Ehefrau positiv auf Coronavirus getestet

Die Ehefrau von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 38-jährige Michelle Bolsonaro sei aber „bei guter Gesundheit“, teilte die Pressestelle des Präsidenten am Donnerstag mit. Der rechtsradikale Staatschef hatte sich Anfang Juli mit dem Coronavirus infiziert, erklärte sich aber vor wenigen Tagen als genesen. Bolsonaros Frau war nach seiner Erkrankung zunächst negativ getestet worden.

Insgesamt haben sich zudem bereits fünf Minister von Bolsonaros Regierung mit dem neuartigen Virus infiziert. Am Donnerstag wurde bekannt, dass auch der Minister für Wissenschaft und Technologie, Marcos Pontes, erkrankt ist.

Bolsonaro steht wegen seines Krisenmanagements in der Corona-Pandemie massiv in der Kritik - die Krankheit bezeichnete der 65-Jährige anfangs als „kleine Grippe“. Er hatte sich zudem wiederholt über eine in der Hauptstadt Brasília geltende Maskenpflicht hinweg gesetzt und das Abstandsgebot missachtet.

Mit rund 2,5 Millionen nachgewiesenen Infektionen und mehr als 90.000 Todesopfern ist Brasilien das am zweitstärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. Nur die USA haben mehr Opfer zu beklagen. (AFP)

Corona: Amsterdam und Rotterdam führen Maskenpflicht ein

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen führen Amsterdam und Rotterdam als erste niederländische Städte eine Maskenpflicht ein. Diese gelte für besonders belebte Plätze, Straßen und Geschäfte, teilten die Großstädte am Donnerstag mit. Die Maskenpflicht soll ab 5. August für alle Personen über 13 Jahren gelten.

In Amsterdam etwa dürfen dann das Rotlichtviertel, die Haupteinkaufsstraße Kalverstraat und populäre Märkte nicht mehr ohne Maske besucht werden. Die Pflicht ersetze aber nicht die Regel, einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten, betonten die Behörden. Amsterdam hatte bereits für das Rotlichtviertel und den Innenstadtbereich strenge Maßnahmen ergriffen. So wurden Touristen aufgerufen, die Stadt nicht an den Wochenenden zu besuchen. Vor allem durch den Zustrom von Touristen kann der Sicherheitsabstand oft nicht eingehalten werden.

Die niederländische Regierung lehnt zwar eine allgemeine Masken-Pflicht bisher ab, gestattet aber regionale Gebote. Bisher muss in den Niederlanden nur in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Gesichtsmaske getragen werden - dazu gehören auch die Fähren. (dpa)

WHO: Haben Stärke mancher Gesundheitssysteme überschätzt

Die Gesundheitssysteme bestimmter Länder haben in der Corona-Krise aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlechter funktioniert als erwartet. „Vielleicht haben wir manche Annahmen über die Leistung in manchen Ländern gemacht, die sich nicht als zutreffend herausgestellt haben“, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan am Donnerstag in Genf. Konkrete Staaten nannte er nicht.

Die Organisation hatte die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vor sechs Monaten, am 30. Januar, zum internationalen Gesundheitsnotstand erklärt. Unter den 20 Staaten mit den weltweit höchsten Infektionszahlen sind neben dem Spitzenreiter USA auch Großbritannien, Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland.

Die WHO habe sich zu Beginn der Pandemie auf Hilfestellung für Länder konzentriert, von denen sie Hilfsbedarf erwartet habe, sagte Ryan. Das seien klassischerweise Staaten niedrigen und mittleren Einkommens, die Schwachpunkte in ihren Systemen haben. „Wenn ich rückwirkend etwas ändern könnte, denke ich, es hätte mehr gebracht, die Hilfestellung Ländern anzubieten, von denen wir bestimmte Annahmen über Kapazitäten hatten“, so der Krisenkoordinator. (dpa)

Bahn-Chef will Masken-Verweigerer notfalls aus Zügen werfen

Wer im Zug keine Maske tragen will, muss mit dem Rauswurf rechnen. „Da gibt es klare Anweisungen an unseren Kolleginnen und Kollegen in den Zügen, dass dann, wenn das nachhaltig ein Konflikt ist mit dem Maskentragen, wir gemeinsam mit der Bundespolizei den Beförderungsausschluss auf den Weg bringen“, sagte Bahnchef Richard Lutz am Donnerstag den Sendern ntv und RTL.

Dies müsse allerdings die Ausnahme bleiben, betonte der Bahnchef. „Die direkte Ansprache der Fahrgäste, dass sie bitte Maske tragen mögen, wirkt normalerweise.“ Lutz sagte weiter, er sei viel in Kontakt mit Zugchefs und Zugbegleitern und von dort höre er, dass die Maskenverweigerer Einzelfälle seien. „Wir rechnen damit und hoffen sehr, dass unsere Kunden nicht nur zum eigenen Schutz, sondern auch zum Schutz der anderen Fahrgäste dieses Grundprinzip der gemeinsamen Solidarität aufrechterhalten.“

Zuletzt hatte es Kritik an der Bahn gegeben, sie setze die Maskenpflicht nicht konsequent genug durch. Gegenüber RTL und ntv betonte Lutz: „Es besteht Maskenpflicht. Die unterstützen wir auch, das ist überhaupt keine Frage.“(AFP)

Mehrere französische Städte verschärfen Maskenpflicht wegen neuen Corona-Fällen

Wegen eines starken Anstiegs von Corona-Infektionsfällen verschärfen mehrere französische Städte ihre Corona-Auflagen wieder. Im an Belgien angrenzenden Département Nord kündigten die Behörden für Freitag striktere Beschränkungen an. Voraussichtlich soll eine Maskenpflicht auch im Freien eingeführt werden. Die französische Regierung hatte vor kurzem bereits eine landesweite Maskenpflicht für alle öffentlich zugänglichen Räume verhängt.

Auch in der Hafenstadt Saint-Malo in der Bretagne, die in diesem Sommer zehntausende Inlandstouristen angelockt, wurden die Corona-Auflagen verschärft. Nach Angaben der Stadtverwaltung muss jeder über elf Jahren nun in der Altstadt und auf den Stadtmauern einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Im zentralfranzösischen Orléans müssen ab Freitag auch auf Märkten im Freien Mund und Nase bedeckt werden. Zudem gilt eine Maskenpflicht abends ab 21.00 Uhr an den Ufern der Loire. Dort hatten sich in den vergangenen Wochen immer wieder zahlreiche Menschen getummelt.

In den Innenstädten der südfranzösischen Städte Bayonne und Biarritz ist ab kommender Woche ein Mund-Nasen-Schutz laut den Behörden ebenfalls vorgeschrieben. Biarritz wird zudem seine Strände nachts sperren, um Strandpartys zu verhindern.

Wie in anderen europäischen Ländern steigt die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich derzeit stark an. Zuletzt wurden den Gesundheitsbehörden zufolge mehr als tausend Neuinfektionen pro Tag gezählt. Das französische Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch 15 neue Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden. Insgesamt stieg die Zahl der Todesopfer damit auf 30.238. (AFP)

Berlin verbietet erneut Kundgebung von Verschwörungstheoretiker Hildmann

Berlin hat erneut eine Kundgebung des Verschwörungstheoretikers Attila Hildmann verboten. An der Argumentation habe sich zur vergangenen Woche nichts geändert, teilte die Innenverwaltung am Donnerstag mit. Gegen Hildmann wird unter anderem wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung ermittelt. Außerdem wurde das Abstandsgebot bei bisherigen Hildmann-Demos missachtet. Bislang habe sich Hildmann noch nicht gegen die Verbotsbescheide gewehrt, erklärten Innensenat und Polizei.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Versammlungsbehörde ein Verbot für die angemeldete Hildmann-Kundgebung ausgesprochen. Der als Vegankoch bekannt gewordene Hildmann meldete nun für diesen Samstag erneut eine Demonstration an. Im Zuge der Corona-Pandemie trat er wiederholt mit Verschwörungstheorien sowie verharmlosenden Äußerungen über den Nationalsozialismus und den Holocaust auf.

Die Strafanzeigen gegen Hildmann gingen in Berlin ein, die Ermittlungsverfahren werden aber von der Staatsanwaltschaft in Cottbus geführt. Hildmann hat seinen Wohnsitz in Brandenburg. Neben Volksverhetzung und Bedrohung werden Hildmann auch Beleidigung und öffentliche Aufforderung zu Straftaten vorgeworfen.

Am Samstag dürften in Berlin dennoch zahlreiche Menschen auf die Straße gehen: Es soll eine Demonstration unter dem Titel „Das Ende der Pandemie: Tag der Freiheit“ stattfinden, für die bundesweit mobilisiert wurde. Angemeldet wurde die Veranstaltung für zehntausend Teilnehmer von der Stuttgarter Initiative Querdenken 711. Auch Gegendemos wurden für hunderte Teilnehmer angemeldet. (AFP)

Anders als Berlin: Brandenburg plant zunächst keine Maskenpflicht in Schulen

Für Lehrer und Schüler in Brandenburg ist derzeit anders als in Berlin keine Maskenpflicht in Schulen wegen des Coronavirus geplant. „Unser Hygieneplan sieht erstmal die Maskenpflicht an Schulen nicht vor“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Dies ist allerdings der Bildungsministerin vorbehalten.“ Nonnemacher verwies auf die Abwägung solcher Maßnahmen: „Wir müssen bei unseren Maßnahmen immer auf die aktuellen Impfzahlen schauen, aber auch, wie das Verhältnis der Angemessenheit von Eingriffen in die Grund- und Freiheitsrechte zum Infektionsgeschehen ist.“

Berlin plant nach dem Ende der Sommerferien ab 10. August einen Mund-Nasen-Schutz für Schüler, Lehrer und andere Beschäftigte in Schulen etwa auf Fluren, in Aufenthalts- und Gemeinschaftsräumen oder Toiletten. In Unterrichtsräumen, auf dem Pausenhof oder im Hort soll die Verpflichtung nicht gelten, kündigte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) an. Der Senat will die Maskenpflicht am Dienstag beschließen. (dpa)

Baden-Württemberg: 40 Corona-Fälle in christlicher Gemeinde 

40 Mitglieder einer christlichen Gemeinde in Sinsheim in Baden-Württemberg haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Andreas Welker, am Donnerstag in Heidelberg mit. Bisher seien 105 Gemeindemitglieder untersucht worden. Nun sollen auch noch die restlichen 77 Mitglieder der Gemeinde getestet werden.

Grund für die Flächentestung war der Kontakt eines positiv Getesteten zu der rumänisch-christlichen Gemeinde in Sinsheim sowie weitere Infektionen in einer anderen Gemeinde in Baden-Württemberg. Da dort keine Gottesdienste mehr durchgeführt werden konnten, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass Gemeindemitglieder Gottesdienste in Kommunen in der Umgebung besucht haben. (dpa)

Polizei-Gewerkschaft: Corona-Tests als letztes Mittel mit Zwang

Verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer könnten nach Einschätzung der Polizeigewerkschaft GdP als letztes Mittel von der Polizei mit Gewalt durchgesetzt werden. „Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang“, sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). „Wenn die Verwaltungsanordnung zur Corona-Testpflicht durch Zwang durchgesetzt werden soll, ist das Aufgabe der Polizei.“ Die Entscheidung müsse aber auf Landesebene getroffen werden.

Der Gewerkschafter rief Reisende zur Zusammenarbeit auf. "„Die Testpflicht erfordert ein hohes Maß an Verständnis von der Bevölkerung, denn so ein Test ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit“, sagte Radek. „Grundsätzlich muss man zwischen der körperlichen Unversehrtheit des Einzelnen und den Interessen der Gesellschaft abwägen. Hier haben wir einen Fall, den wir im gesellschaftlichen Miteinander noch nicht hatten.“ Er rechne aber mit der Bereitschaft zu freiwilligen Corona-Tests, betonte Radek.

Speziell für Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten mit hohen Corona-Fallzahlen soll eine Testpflicht bei der Einreise nach Deutschland kommen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Anordnung dafür angekündigt, die in der nächsten Woche in Kraft treten soll. Die Kosten für die kostenlosen Tests soll voraussichtlich der Staat tragen. Der Bund soll dafür den Zuschuss an die gesetzliche Krankenversicherung erhöhen.

Der Vorsitzende der Linke-Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, lehnt die geplante Übernahme der Kosten durch den Bund ab. „Es gibt keinen Grund, dass die Verkäuferin oder die Menschen, die aus Vorsicht oder Geldmangel auf eine Auslandsreise verzichtet haben, nun die Kosten für die Tests aller Reisenden mitzahlen sollen“, sagte Bartsch dem RND. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte eine schnelle und unbürokratische Lösung. „Wenn wir nicht die Kosten tragen, würden sich die Hochrisikobereiten nicht testen lassen. Also die Menschen, die sich an den Ferienorten, wie zuletzt in Spanien, rücksichtslos verhalten“, sagte er dem RND. (dpa)

Corona-Folgen: Bahn rechnet erst 2022 wieder mit „normaler Nachfrage“

So voll wie vor der Coronakrise wird es in den Zügen der Deutschen Bahn aus Unternehmenssicht allzu schnell nicht werden. Eine normale Nachfrage werde es wohl erst wieder geben, wenn es einen Impfstoff gegen das Virus oder Medikamente gegen die Symptome gebe, sagte Bahnchef Richard Lutz am Donnerstag. „Wir gehen davon aus, dass das wohl erst 2022 der Fall sein wird.“ Nach dem Einbruch im Frühjahr habe die Bahn bis heute im Fern- und Regionalverkehr etwa die Hälfte der Fahrgäste zurückgewonnen.

Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019 war die Fahrgastzahl von Januar bis Juni um rund 43 Prozent auf knapp 41 Millionen zurückgegangen. Im Regionalverkehr waren es 663 Millionen, etwa 37 Prozent weniger. (dpa)

Island zieht Schraube wegen Corona-Neuinfektionen wieder leicht an

Nach einer Reihe von Neuinfektionen kehrt Island zu etwas strengeren Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zurück. Ab Freitag werde die maximale Teilnehmerzahl für Veranstaltungen wieder von 500 auf 100 herabgesetzt, kündigte Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Reykjavik an. Die Zwei-Meter-Abstandsregel sei nun obligatorisch und nicht bloß eine Empfehlung. Restaurants, Bars, Fitnessstudios und Schwimmbäder dürften weiter offen bleiben, sofern sie diesen Abstand und die nötigen Hygienevorschriften gewährleisten könnten. All das gilt zunächst für die nächsten beiden Wochen.

Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir verwies darauf, dass in den vergangenen 24 Stunden zehn neue Coronavirus-Infektionen bestätigt worden seien, darunter eine Person, die ins Krankenhaus gekommen sei. Das klingt aus deutscher Sicht nach nicht sonderlich viel, bedeutet für die Isländer aber den ersten zweistelligen Infektionswert seit Mitte April. Insgesamt sind auf der Nordatlantik-Insel bislang 1872 Corona-Infektionen bestätigt worden, es gab bisher zehn Todesfälle, aber keinen mehr seit April. Island hat rund 360.000 Einwohner. (dpa)

Corona-Teststationen an bayerischen Autobahnen gestartet

Reisende entlang der Autobahnen an der bayerischen Grenze können sich seit Donnerstag auf das Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen. Seit 7.00 Uhr laufe der Betrieb etwa an der Rastanlage Hochfelln-Nord an der Autobahn 8 bei Bergen, sagte Thorsten Brandstätter vom Bayerischen Roten Kreuz. In den ersten vier Stunden seien schon 48 Menschen für einen Rachenabstrich vorbeigekommen.

Die bayerische Staatsregierung hatte beschlossen, zusätzlich zu Teststationen an Flughäfen an mehreren grenznahen Autobahnen sowie den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg solche Zentren einzurichten, wo sich Menschen auf das Virus testen lassen können.

Bislang sind diese Tests, die vor allem für heimkehrende Urlauber gedacht sind, freiwillig. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, dass sie verpflichtend, aber kostenfrei werden sollen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte angekündigt, in Bayern könnten sich auch Menschen aus anderen Bundesländern testen lassen. (dpa)

Familienfeier in Meck-Pomm: Zwölf Infizierte

Nach einer Familienfeier im Raum Hagenow in Mecklenburg-Vorpommern sind mittlerweile zwölf Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sagte ein Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim am Donnerstag. Von den zwölf Fällen entfielen elf auf den Landkreis und einer auf Schwerin. (dpa)

Linke befürwortet Maskenpflicht in der Schule

Die Berliner Linke-Fraktion hat sich für eine Maskenpflicht an Schulen wegen des Coronavirus ausgesprochen. „Masken bieten nachweislich mehr Schutz“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Regina Kittler, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Daher halte sie entsprechende Überlegungen der Bildungsverwaltung für richtig. Kittler plädierte für einen Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Lehrer und die Schüler aller Jahrgänge - allerdings nicht im Unterricht selbst. „Dort über mehrere Stunden eine Maske zu tragen, ist nicht zumutbar.“

Für Kinder, die noch keine Maske hätten, müsse sichergestellt werden, dass die Schulen welche vorrätig hätten, ergänzte Kittler. „Die Lehrkräfte haben schon vor einiger Zeit vom Land Geld bekommen, um sich eine Maske zu kaufen.“

Die Senatsverwaltung für Bildung erwägt mit Beginn des Unterrichts nach dem Ferienende am 10. August eine Maskenpflicht in Schulen. Sie soll nicht gelten im Unterricht, in Arbeitsgemeinschaften oder im Hort. Endgültig entschieden ist noch nichts. (dpa)

Aidshilfe fordert: Prostitution trotz Corona wieder zulassen

Trotz der weiter schwelenden Coronavirus-Pandemie sollte Prostitution aus Sicht der Deutschen Aidshilfe zügig wieder erlaubt werden - in Bordellen, mobil und auf der Straße. Entsprechende Hygienekonzepte lägen vor, erklärte der Verband in Berlin. Nachbarländer wie Belgien, die Niederlande, Österreich, die Schweiz und Tschechien hätten den Schritt bereits vollzogen, hieß es. Hierzulande werde Prostitution dagegen zurzeit ins Verborgene verdrängt und finde somit unter gefährlichen Bedingungen statt.

Ulf Kristal vom Vorstand der Aidshilfe sagte, Sexarbeit dürfe nicht anders behandelt werden als andere Tätigkeiten mit engem Körperkontakt. „Niemand hat darüber zu urteilen, ob für jemand anderen ein Friseurbesuch oder ein sexuelles Erlebnis wichtiger ist.“ Er wies darauf hin, dass das Tätigkeitsverbot viele Sexarbeiterinnen in Notlagen bringe. „Viele sind ohne Einkommen, nicht wenige auch ohne Wohnraum oder Krankenversicherung. Prekäre Lebenssituationen und Abhängigkeitsverhältnisse werden verschärft.“ Auf der anderen Seite werde Kunden und Kundinnen die sexuelle Dienstleistung vielfach verwehrt - was eine Einschränkung ihrer Sexualität sein könne.

Kristal sagte, die derzeitige Verdrängung in die Illegalität habe fatale Folgen. Menschen in der Sexarbeit brauchten ein sicheres Arbeitsumfeld mit fairen Regeln und rechtlicher Absicherung. „Sicherheit lässt sich nur unter legalen Bedingungen herstellen. Dort lässt sich auch Infektionsschutz am besten umsetzen. Gerade jetzt, wo Infektionszahlen wieder steigen, sind klare Spielregeln wichtig.“

Entsprechende Hygienekonzepte sähen vor: Mund-Nasen-Schutz plus eine Unterarmlänge Abstand zwischen Gesichtern plus Safer Sex. Hundertprozentige Sicherheit werde auch in anderen Branchen nicht gefordert und wäre ohnehin illusorisch. (dpa)

Angst vor zweiter Corona-Welle: England verlängert Selbstisolation

Mit Blick auf eine zweite drohende Coronavirus-Welle hat England eine Pandemie-Maßnahme verschärft. Wer positiv auf den Erreger getestet wurde oder typische Symptome wie hohes Fieber oder Riech- und Geschmacksverlust hat, muss künftig mindestens zehn Tage in Selbstisolation. Bisher waren mindestens sieben Tage vorgesehen. Es sei nicht auszuschließen, dass Infizierte auch noch nach einer Woche den Erreger verbreiten könnten, begründete der britische Gesundheitsminister Matt Hancock den Schritt am Donnerstag in London. (dpa)

Wegen Corona: US-Regierung bittet Bürger um Zahlung mit Münzgeld

Wegen der Corona-Pandemie ist in den USA nicht genügend Kleingeld in Umlauf - die Regierung in Washington hat die Menschen deshalb aufgerufen, wieder mehr mit Münzen zu bezahlen. „Das Problem ist, dass die Zirkulation quasi gestoppt wurde, weil die Geschäfte und Banken geschlossen waren“, sagte der Chef der Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell.

Die Regierung appellierte an die Bürger, ihr Münzgeld entweder in Geschäften auszugeben oder bei ihrer Bank einzuzahlen. Powell sagte, die Regierung habe eine „Münzgeld-Taskforce“ gebildet, die das Problem anpacken soll.

Nach wie vor zahlten viele US-Bürger nicht mit EC- oder anderen Bankkarten, erklärte der Münzhersteller U.S. Mint unlängst. „Für Millionen Amerikaner ist Bargeld die einzige Form des Bezahlens, und Bargeldzahlungen basieren darauf, dass es Münzen zum Wechseln gibt.“

Dieses Jahr würden 1,6 Milliarden Münzen pro Monat hergestellt, erklärte U.S. Mint. Im Schnitt der vergangenen Jahre wurden monatlich rund eine Milliarde Münzen produziert. (AFP)

Bierabsatz am Tiefpunkt - Erholung nach Corona-Lockerungen

Die Brauereien in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2020 vor allem wegen der Corona-Krise noch einmal weniger Bier verkauft als in den Jahren zuvor. Mit 4,3 Milliarden Litern wurde das niedrigste Ergebnis seit Einführung der aktuellen Statistikmethode im Jahr 1993 erzielt, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die Menge lag demnach 6,6 Prozent unter dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Der Export ging dabei stärker zurück als der Inlandsabsatz.

Vor allem in den Monaten April (-17,3 Prozent) und Mai (-13,0 Prozent) lag der Absatz deutlich unter den Vergleichswerten aus 2019. Bars und Restaurants waren geschlossen, Feste und sonstige Großveranstaltungen abgesagt. Mit den schrittweisen Lockerungen hatte sich der Bierabsatz dann wieder erholt und lag im Juni nur noch 1,9 Prozent unter dem Vorjahresmonat. (dpa-AFX)

Brasilien lockert Einreise-Sperre für Ausländer per Flugzeug

Mitten in der grassierenden Corona-Pandemie hat Brasilien für zunächst 30 Tage zahlreiche Flughäfen wieder für Ausländer geöffnet. Eine entsprechende Regelung wurde am Mittwochabend (Ortszeit) im Amtsblatt „Diário Oficial“ veröffentlicht. Demnach müssen Touristen etwa vor einem Aufenthalt von bis zu 90 Tagen eine Krankenversicherung nachweisen, die in Brasilien gültig ist und den Zeitraum der Reise abdeckt. Weiter verboten bleibt die Einreise aus der Luft ohne Angaben von Gründen über die Bundesstaaten Mato Grosso do Sul, Paraíba, Rondônia, Rio Grande do Sul und Tocantins sowie auf dem Land- oder Seeweg.

Im März hatte die brasilianische Regierung wegen der Covid-19-Pandemie seine Landgrenzen geschlossen und den internationalen Flugverkehr eingeschränkt. Lange hatte Präsident Jair Bolsonaro Warnungen vor dem Sars-CoV-2-Virus als Hysterie abgetan und damit landesweite Proteste ausgelöst. Grenzschließungen bezeichnete er als unwirksam im Kampf gegen das Virus. Inzwischen haben sich in dem größten Land Lateinamerikas mehr als 2,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das Land hat 210 Millionen Einwohner und ist 24-mal so groß wie Deutschland. (dpa)

Australien meldet Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen

Trotz einer nunmehr zweiwöchigen Ausgangssperre in Melbourne steigen die Corona-Fallzahlen im australischen Bundesstaat Victoria weiter dramatisch an. Nach mehreren Ausbrüchen in Seniorenheimen meldete Australien am Donnerstag eine Rekordzahl an landesweiten Neuinfektionen - und registrierte die höchste Todeszahl seit Beginn der Pandemie. Allein im Bundesstaat Victoria wurden binnen 24 Stunden 13 Todesfälle und 723 Neuinfektionen verzeichnet. Der landesweite Rekord hatte zuletzt bei 549 Neuinfektionen gelegen. (AFP)

+++ 29. Juli +++

Mehr als 150.000 Corona-Tote in den USA

In den USA sind inzwischen mehr als 150.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Schwelle wurde nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität am Mittwoch überschritten. Demnach wurden bis zum Nachmittag (Ortszeit) 150.034 Todesopfer und knapp 4,4 Millionen Infektionsfälle registriert - die mit großem Abstand höchsten Zahlen weltweit. (afp)

Corona-Ampel in Berlin bei Reproduktionszahl weiter auf Rot

In Berlin bleibt eine von drei Warnampeln in der Corona-Pandemie weiter auf Rot. Der sogenannte Reproduktionswert lag am Mittwoch bei 1,21 und damit leicht niedriger als am Vortag, wie die Senatsgesundheitsverwaltung mitteilte. In der 7-Tages-Statistik lag er bei 1,13. Die Zahl der Neuinfektionen stieg zum Mittwoch um 79 auf 9149 Fälle. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 42 Menschen, davon 19 in der Intensivmedizin. 223 mit dem neuartigen Coronavirus Infizierte sind bislang gestorben. (dpa)

Berlin plant Maskenpflicht in der Schule

Beschlossen ist es noch nicht, aber die Senatsverwaltung für Bildung beschäftigt sich aktuell mit der Maskenpflicht in Schulen. «Wir sind noch nicht zu einem abschließenden Ergebnis gekommen, aber es geht nach Rücksprache mit Wissenschaftlern in die Richtung, dass das Tragen von einem Mund-Nasen-Schutz außerhalb der Klassenräume in Fluren, im Treppenhaus, in den Pausen und in den Gemeinschaftsräumen gelten soll», zitiert die «Berliner Morgenpost» (Mittwoch) Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Martin Klesmann, Sprecher der Bildungsverwaltung ergänzte: «Es laufen noch Abstimmungen auch mit Verbänden.» Es seien auch noch rechtliche Fragen offen. Die Planungen liefen darauf hinaus, dass die Pflicht nicht im Unterricht gelten solle, auch nicht in AGs oder bei der Betreuung im Hort. (dpa)

Bundesregierung unterstützt Afrika mit 1,4 Millionen Corona-Tests

Die Bundesregierung stellt der Afrikanischen Union (AU) zur Bekämpfung des Coronavirus in Afrika 1,4 Millionen Tests zur Verfügung. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sagte am Mittwoch in Berlin, die Pandemie könne nur weltweit besiegt werden oder gar nicht. In Afrika werden aktuell pro Tag etwa 20.000 Neuinfektionen gemeldet - doppelt so viel wie vor einem Monat. Am meisten betroffen ist Südafrika. Es liegt weltweit auf Platz fünf der Länder mit den meisten Fällen.

Viele Länder testen noch nicht genug, was auch an einem Mangel an Tests liegt. Zum Vergleich: In Deutschland werden aktuell nach Daten der Universität Oxford 88,55 Corona-Tests pro 1000 Einwohner gemacht. In Südafrika sind es dagegen 46,04, in Kenia 4,85 und in Nigeria nur 1,27. Zudem haben viele afrikanische Staaten unterentwickelte Gesundheitssysteme. (dpa)

Brandenburg: 70 Bundeswehrsoldaten noch im Corona-Einsatz

Die Soldaten unterstützen verschiedene Gesundheitsämter und Behörden bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. (Symbolbild)
Foto: imago images/Noah Wedel

In Brandenburg sind noch rund 70 Bundeswehrsoldaten bis auf Weiteres im Corona-Einsatz. Seit April unterstützten 100 Soldaten verschiedene Gesundheitsämter und Behörden insbesondere bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. Ob Corona-Pandemie, Waldbrände oder Hochwasser, die Soldaten leisteten auch im Katastrophenfall sehr viel für die Bürger, sagte Kathrin Schneider (SPD), Chefin der Staatskanzlei, am Mittwoch bei einem Besuch des Landeskommandos der Bundeswehr.

Bei all der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit dürfe der bedeutende Beitrag der Bundeswehr zur Friedenssicherung niemals vergessen werden. Auf die Bundeswehr sei in Brandenburg Verlass, auch in Zukunft, sagte Olaf Detlefsen, Kommandeur des Landeskommandos. Es bestehe enge Zusammenarbeit mit der Landesregierung. (dpa)

Regierung rät Nutzern der Corona-App: Einmal am Tag anklicken

Wegen technischer Schwierigkeiten rät die Bundesregierung den Nutzern der Corona-App dazu, die Anwendung mindestens einmal am Tag zu öffnen. So könne sichergestellt werden, dass sich die Informationen aktualisierten, sagte Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. "Am besten einmal am Tag draufklicken: Dann findet man das jüngste Ergebnis", sagte sie. Dies sei im Moment "die einfachste Lösung". (afp)

Israel: So viel Corona-Neuinfektionen wie noch nie an einem Tag

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf ein Rekordhoch gestiegen. Das Gesundheitsministerium des Landes teilte am Mittwoch mit, am Vortag seien 2093 Fälle gemeldet worden - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Ein Wert von 2000 Neuinfektionen pro Tag galt zuletzt als Marke für schärfere Einschränkungen bis hin zu einem kompletten Lockdown.

Mitte Mai hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen noch im zweistelligen Bereich gelegen. Nach raschen Lockerungen schnellen die Zahlen jedoch seit Ende Mai in die Höhe. Zum Vergleich: Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts zuletzt 684 neue Infektionen innerhalb eines Tages. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel. (dpa)

Corona-Ausbruch in Neuköllner Kneipe: Weitere Gäste melden sich

Trotz falsch oder unvollständig hinterlegter Kontaktdaten haben sich nach dem Bekanntwerden von Corona-Infektionen in einer Neuköllner Kneipe weitere Besucher bei Behörden gemeldet. Es hätten einige Menschen, auch aus anderen Bezirken angerufen, sagte ein Mitarbeiter des Bezirksamts Neukölln am Mittwoch auf Anfrage. Die Zahl der positiv getesteten Menschen habe sich bisher nicht weiter erhöht, es dauere bis zum Vorliegen der Ergebnisse.

Das Gesundheitsamt hatte am Dienstag erklärt, 18 Fälle stünden mit dem Brauhaus Neulich im Schillerkiez in Zusammenhang. Menschen, die zwischen dem 16. und 18. Juli dort waren, wurden um Kontaktaufnahme zum Gesundheitsamt gebeten. In dem Fall ist nach Bezirksangaben unklar, wer wen angesteckt hat: Aufgefallen sei die Häufung, weil ein Gast aus Friedrichshain-Kreuzberg Symptome entwickelt hatte. Auch ein Mitarbeiter der Kneipe wurde nach Bezirksangaben positiv getestet. (dpa)

Sarah Wiener nach Insolvenz: „Habe der Politik nichts vorzuwerfen“

Trotz der Insolvenz ihrer Restaurants und ihres Catering-Services steht Fernsehköchin Sarah Wiener (57) alles in allem hinter den coronabedingten Beschränkungen für ihre Branche. „Ich habe der Politik insgesamt mit Blick auf Corona nichts vorzuwerfen“, sagte sie dem „Stern“. Ihr sei Gesundheit wichtiger als Geld. „Ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem Wirtschaft nicht alles ist.“

Ein Ende der Pandemie sei nicht abzusehen und alles andere als eine Insolvenz wäre aus ihrer Sicht fahrlässig gewesen, sagte Wiener. „Ich kann nur immer mehr Schulden machen, wenn ich die irgendwann abzahlen kann.“ Sie räume lieber aufrecht das Feld.

Nach der Entscheidung habe sie sich einen Riesentopf Spaghetti mit Kapern, selbst gemachter Tomatensoße, Chili und frischen Kräutern gekocht. „Das geht immer!“, sagte die Köchin, die außerdem für die österreichischen Grünen im EU-Parlament sitzt. (dpa)

Bund übernimmt Kosten von Corona-Tests für Reiserückkehrer

Darüber hinaus will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten mit hohen Fallzahlen eine Testpflicht anordnen.
Foto: Foto: dpa/Britta Pedersen

Die geplanten zusätzlichen Testmöglichkeiten auf das Coronavirus für Reiserückkehrer nach Deutschland will der Bund finanzieren. Die Kosten würden durch einen erhöhten Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Die entsprechende Verordnung soll in dieser Woche in Kraft treten. Die Ressortchefs von Bund und Ländern hatten freiwillige Tests für alle Rückkehrer aus dem Ausland beschlossen, die für die Reisenden kostenfrei sein sollen.

Darüber hinaus will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten mit hohen Fallzahlen eine Testpflicht anordnen. Sie soll in der kommenden Woche in Kraft treten, einen genauen Tag nannte das Ministerium noch nicht. Sie solle so schnell wie möglich kommen, damit sich alle darauf einstellen könnten. (dpa)

Deutlicher Anstieg der Corona-Infektionen in der Schweiz

Auch in der Schweiz zieht die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen deutlich an. Bis Mittwochmorgen wurden innerhalb von 24 Stunden 192 Neuansteckungen gemeldet, teilte das Bundesamt für Gesundheit mit. Das sind Zahlen, wie sie zuletzt Ende April verzeichnet wurden. Seit Ende Juni steigen die gemeldeten Corona-Neuinfektionen. Seit Beginn der Epidemie waren es insgesamt 34 000. 1703 Menschen mit Covid-19-Erkrankung sind gestorben.

Seit einigen Wochen verschärfen die Kantone ihre Corona-Auflagen wieder. So wurde vielerorts in Clubs und Bars die Höchstzahl der Gäste beschränkt. Schweizweit gilt seit Anfang Juli in öffentlichen Verkehrsmitteln Maskenpflicht. Genf und andere Kantone haben auch bereits eine Maskenpflicht in Geschäften eingeführt. (dpa)

Corona-Krise: EU-Einreiseverbot wird auf Algerien ausgeweitet

Die Europäische Union hält ihre Grenzen für Reisen aus Drittstaaten in der Corona-Krise weiterhin dicht. Die zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen werden wegen zu hoher Infektionszahlen auf Algerien ausgeweitet. Darauf einigten sich die EU-Botschafter am Mittwoch in Brüssel, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr. Neue Länder wurden demnach nicht zur Liste der Länder hinzugefügt, aus denen nicht zwingend notwendige Reisen möglich sind.

Somit schrumpft die Liste, die alle zwei Wochen überarbeitet wird, auf elf Länder. Grundsätzlich erlaubt bleibt die Einreise zunächst aus Australien, Kanada, Georgien, Japan, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay. Mitte des Monats wurden bereits Serbien und Montenegro von der Liste gestrichen. Die Entscheidung vom Mittwoch muss noch im schriftliches Verfahren von den Hauptstädten bestätigt werden. (dpa)

Sydney zu Corona-Hotspot erklärt - Queensland schottet sich ab

Eine provisorische „Pop-Up-Klinik“ in Rushcutters Bay in Sydney.
Foto: imago images/AAP

Nach Melbourne ist jetzt auch die australische Millionenmetropole Sydney zu einem Corona-Hotspot erklärt worden. Der nördliche Nachbar-Bundesstaat Queensland habe Beschränkungen für Besucher aus der Stadt und seinen Vororten eingeführt, sagte die Premierministerin des Bundesstaats, Annastacia Palaszczuk, am Mittwoch. Bürger aus Sydney dürfen die Grenze nach Queensland nicht mehr überqueren. Heimkehrende Bewohner aus Queensland müssen zwei Wochen in Quarantäne.

Zuvor waren in der mit mehr als 5,2 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Stadt Australiens im Bundesstaat New South Wales innerhalb von 24 Stunden 19 Neuinfektionen verzeichnet worden. Da sich die Ansteckungen in verschiedenen Teilen Sydneys ereignet hätten, seien Beschränkungen notwendig geworden, so Palaszczuk. „Wir müssen Queenslander beschützen. Ihre Sicherheit geht vor.“ Gladys Brejiklian, Premierministerin von New South Wales, betonte, sie sei im Vorfeld nicht über die Maßnahmen informiert worden. (dpa)

Japan: Einzelner Infizierter Auslöser von Corona-Ausbruch auf Schiff

Die rund 700 Corona-Ansteckungen auf dem in Japan zeitweise unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess “sind vermutlich auf einen einzelnen Infizierten zurückzuführen. Das berichten japanische Forscher im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ („PNAS“). Sie hatten bei rund 70 Infizierten das Viren-Erbgut entschlüsselt und bei allen Proben ein sehr spezifisches DNA-Merkmal gefunden. Daraus schließen die Forscher, dass diese Infektionen auf einen einzelnen Fall vor Beginn der Quarantäne zurückzuführen sind.

Die japanische Regierung hatte das Kreuzfahrtschiff zwei Wochen bis zum 19. Februar im Hafen der Tokioter Nachbarstadt Yokohama unter Quarantäne gestellt. Anlass dafür hatte ein 80-Jähriger aus Hongkong gegeben, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Senior war am 20. Januar in Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord des Kreuzfahrtschiffes gegangen. Einige Infektions-Cluster könnten auf Ansteckungen in großen Menschenansammlungen in den Freizeitbereichen zurückgeführt werden, hieß es in der Studie. Hinzu komme eine direkte Übertragung unter Passagieren, die sich während der Quarantäne Kabinen teilten. (dpa)

Neun neue Corona-Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg ist die Zahl neuer Corona-Infektionen wieder etwas gestiegen. Von Dienstag auf Mittwoch seien neun neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Vier Infektionen seien aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, drei aus Oberhavel und jeweils eine aus Oberspreewald-Lausitz und der Stadt Potsdam gemeldet worden.

Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Patienten ist auf fünf zurückgegangen, nach acht Menschen, die stationär betreut werden mussten noch am Dienstag.

Die Zahl der Erkrankten wird auf 90 geschätzt. Als genesen gelten mittlerweile 3300 Menschen. 173 Corona-Patienten starben bislang. (dpa)

Mekka: Islamische Pilgerfahrt beginnt unter strengen Corona-Auflagen

Maskentragende Pilger haben am Mittwoch die jährliche muslimische Pilgerfahrt nach Mekka begonnen - angesichts der Corona-Pandemie allerdings in kleinem Format. Das staatliche Fernsehen zeigte Gläubige auf dem Weg zur würfelförmigen Kaaba, zu der Muslime auf der ganzen Welt beten. Anstatt der rund 2,5 Millionen Pilger im vergangenen Jahr sind für den Hadsch dieses Jahr nur 10.000 Gläubige zugelassen.

Während der religiösen Zeremonien müssen die Gläubigen in diesem Jahr Masken tragen und Abstand halten. Die Auserwählten mussten sich zudem Temperatur-Messungen unterziehen und sich bei ihrer Ankunft in Quarantäne begeben. Einige Pilger gaben an, elektronische Armbänder erhalten zu haben, mit denen die Behörden ihren Standort überprüfen könnten.

Alle Teilnehmer waren aufgerufen, sich vor ihrer Ankunft in Mekka auf das Coronavirus testen zu lassen und müssen sich nach ihrer Rückkehr in Quarantäne begeben. Saudi-Arabien ist mit rund 270.000 Corona-Fällen unter den am stärksten getroffenen Ländern im Nahen Osten. (AFP)