Grünes Gewölbe in Dresden. Fot: imago images / Rainer Weisflog

Dresden - Rund vier Monate nach dem Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe in Dresden gehen die Ermittler inzwischen von mindestens sieben Tätern aus. Dies ergebe sich aus einer Fallanalyse des Landeskriminalamts Sachsen, aus Videoauswertungen sowie weiteren Ermittlungen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Dresden am Donnerstag mitteilten.

Nach einem der Verdächtigen wird mit einem Phantombild gefahndet. Bei diesem Mann soll es sich um den mutmaßlichen Käufer des späteren Fluchtfahrzeugs handeln. Der etwa 25 Jahre alte Mann soll den Wagen, der in Dresden in einer Tiefgarage in Brand gesetzt wurde, im August 2019 von einer Privatperson in Magdeburg gekauft haben.

Polizei fahndet mit diesem Phantombild nach dem Verdfächtigen.

Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass der Käufer im Zusammenhang mit dem späteren Einbruch steht. Die Ermittler gehen weiterhin davon aus, dass der Einbruch längerfristig vorbereitet wurde. Dafür spreche, dass das Täterfahrzeug vermutlich kurz vorher farblich verändert wurde.

500.000 Euro Belohnung ausgesetzt

Im Zusammenhang mit dem Einbruch gingen bei der Sonderkommission „Epaulette“ mittlerweile knapp 1300 Hinweise aus der Bevölkerung ein.

Ende November waren Einbrecher durch ein Fenster in das Grüne Gewölbe im Residenzschloss der sächsischen Hauptstadt eingedrungen. Binnen Minuten stahlen sie aus einer Ausstellungsvitrine historischen Juwelenschmuck von großem Wert. Anschließend flohen sie mit einem Auto. Für Hinweise auf die unbekannten Täter wurde eine Belohnung von einer halben Million Euro ausgesetzt. (AFP)