Ein Seismograf zeichnet Schwingungen in der Erde auf. Imago/Agefotostock

Kurzer Schock und schnelles Aufatmen in Norditalien! Ein Erdbeben hat am Sonnabend in Mailand für Aufregung gesorgt, aber offenbar keine größeren Schäden angerichtet. Das Beben, dessen Stärke vom Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie auf 4,4 geschätzt wurde, war in der gesamten Lombardei zu spüren. In Mailand rannten einige Menschen aufgeregt auf die Straße. Bei der Feuerwehr gingen nach deren Angaben aber keine Hilferufe wegen der Erschütterungen ein.

Das Zentrum des Erdbebens befand sich in Bonate Sotto bei Bergamo

Das Epizentrum des Bebens befand sich in Bonate Sotto, einer Kleinstadt nahe Bergamo. Einige Bewohner beklagten sich im Onlinedienst Twitter, inmitten der vierten Corona-Welle bräuchten sie nicht auch noch ein Erdbeben. Die Lombardei war das erste europäische Epizentrum der Corona-Pandemie im Februar 2020. Hier verbreitete sich das Virus rasend schnell und traf auf ein unvorbereitetes Gesundheitssystem. Viele Tote und dramatische Bilder waren die Folge.

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In Italien ereignen sich relativ häufig Erdbeben, die meisten sind schwach und verursachen keine oder kaum Schäden. Das letzte große Erdbeben in Italien ereignete sich 2017 und hatte eine Stärke von 5,3. Damals kamen im Zentrum des Landes 34 Menschen ums Leben.