Tragödie im malerisch schön gelegen Mailberg
Tragödie im malerisch schön gelegen Mailberg imago/agefotostock (Archivbild)

Immer wieder wird von älteren Menschen berichtet, die völlig vereinsamt in ihren Wohnungen sterben, ohne dass Nachbarn oder Verwandte irgendetwas davon mitbekommen. Zu einem Fall, der erstmals im Dezember bekannt wurde, sind jetzt neue, verstörende Details herausgekommen. 

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Mitte Dezember im niederösterreichischen Mailberg fuhren Polizisten zu einer Wohnung von Theodor L., der seit Längerem dort nicht mehr gesehen wurde. Vermisst hatte ihn offenbar niemand. Dennoch sahen sich die Behörden veranlasst, den 63-Jährigen in seiner Wohnung aufzusuchen. Aus der Haustür strömte den Beamten bereits Verwesungsgeruch entgegen. Der stark zersetzte Leichnam befand sich in der Wohnung.

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Alle dachten, der Mann wäre bei seiner Freundin, dabei lag er tot in seinem Haus

Warum den Mann wohl niemand vermisste, dafür führt der Bürgermeister der 567-Seelen-Gemeinde eine eigenartige Begründung an: „Alle waren der Meinung, dass er bei seiner Freundin außerhalb von Mailberg wohnen würde“, zitieren die Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) Herbert Goldinger.

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Eineinhalb Jahre hatte der Tote in der Wohnung gelegen – und niemand meldete ihn als vermisst! Bürgermeister Goldinger selbst hatte aber offenbar Veranlassung nachzuhören. Mehrmals habe er vergeblich versucht, den Aufenthaltsort der Person herauszufinden. Der Datenschutz habe das verunmöglicht. Kontaktierte Verwandte hätten auch nichts mehr mit Theodor L. zu tun gehabt.

Weil bei Theodor L. ohnehin nichts zu holen war, scherte sich auch der Versorger nicht um ihn

Unklar ist, ob irgendwann die Stromrechnung und Abgaben nicht mehr bezahlt wurden. Laut Bürgermeister Goldiger liegen keine Informationen vom Elektrizitätswerk dazu vor. Goldinger vermutet, weil Theodor L. ohnehin nicht vermögend gewesen sei, habe man bei ihm auch nichts holen können.

Zur Todesursache steht inzwischen fest, dass ein Fremdverschulden ausgeschossen wird. Der Mann sei schwer krank gewesen. Vermutlich sei er kurz nachdem er in sein Haus kam, bereits verstorben. Nunmehr wird er am Donnerstag, den 19. Januar beerdigt.