Auf der Suche nach einem möglichen weiteren Opfer eines Serienkillers lässt die Polizei in der westenglischen Stadt Gloucester den Keller eines Cafés umgraben. Es gebe Hinweise darauf, dass die Leiche einer 15-Jährigen, die Anfang 1968 spurlos verschwunden war, dort vergraben liege, teilte die Polizei am Montagabend mit. In dem Keller in der Stadt gut 150 Kilometer nordwestlich von London gibt es demnach „eine Reihe struktureller Unregelmäßigkeiten.“ Die Beweise rechtfertigten den Beginn der Arbeiten.

Serientäter Fred West für Folter, Vergewaltigung und Ermordung von mindestens zwölf Frauen verantwortlich 

Es wird vermutet, dass Serientäter Fred West, der zwischen 1967 und 1987 mindestens zwölf junge Frauen gefoltert, vergewaltigt und ermordet haben soll, auch für das Verschwinden von Mary Bastholm verantwortlich war. Sie arbeitete in dem Café, in dem West Stammgast war und auch Kellerarbeiten durchführte.

West hatte die Taten teils gemeinsam mit seiner Frau begangen. Den Mord an Mary soll er seinem Sohn gestanden haben, nie aber den Behörden. Er beging 1995 vor seinem Prozess mit 53 Jahren im Untersuchungsgefängnis Suizid. Seine Ehefrau Rose sitzt wegen ihrer Beteiligung an zehn Morden eine lebenslange Haftstrafe ab.

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Die Zeitung „The Sun“ berichtete am Dienstag unter Berufung auf Polizeikreise, Kamerabilder aus dem Café zeigten Material, das Marys Mantel ähnele, sowie möglicherweise menschliche Knochen. Die Untersuchungen waren aufgenommen worden, nachdem die Polizei neue Hinweise von einer TV-Firma erhalten hatte, die in dem Café eine Dokumentation drehte.

Der leitende Polizeibeamte John Turner sprach von „langwieriger und schmerzhafter“ Arbeit, die sein Team erledige. Marys Familie zeigte sich erfreut. Die Suche biete die Chance, Gewissheit zu erhalten und Mary nach all den Jahren zur Ruhe zu betten, teilte sie mit.