Der „Axtmörder“ von Kalletal steht im Januar vor Gericht.
Der „Axtmörder“ von Kalletal steht im Januar vor Gericht. Polizei

Seine Tat war grauenvoll, seine Flucht abenteuerlich. Am Ende wurde der „Axtmörder“ von Kalletal in Brandenburg geschnappt – nach fünf Wochen auf der Flucht. In Kürze beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Killer.

Acht Zeugen sollen im Januar aussagen, wenn der Mordprozess um den sogenannten Axtmörder von Kalletal vor dem Landgericht Detmold beginnt. Angeklagt ist Elchin A. Nach Überzeugung der Anklage tötete der Aserbaidschaner am 18. Juni 2022 einen 39-Jährigen aus dem niedersächsischen Rinteln im Schlaf mit dem Hieb einer Axt. Er spaltete dem Flüchtlingshelfer den Schädel!

A. soll den Ermittlern und der Anklage zufolge aus Eifersucht gehandelt haben. Nach der Tat soll Elchin A. in derselben Wohnung seine Ex-Freundin Olga M. (25), die zuvor auch schlafend im Bett gelegen hatte, im Badezimmer vergewaltigt haben. Dieser Anklagepunkt wird durch eine DNA-Analyse gestützt und gilt damit als gesichert.

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Axtmord in Kalletal: Ermittler der Polizei arbeiten am Tatort.
Axtmord in Kalletal: Ermittler der Polizei arbeiten am Tatort. dpa/Leon Stock/NEWS5

Aussagen werden vor Gericht auch ein Gerichtsmediziner und ein Psychiater, der den 36-jährigen mutmaßlichen Killer begutachten soll. Nach Angaben eines Gerichtssprechers sind vom 9. Januar bis 6. Februar drei Verhandlungstage angesetzt.

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Fahrweise machte Polizei auf den „Axtmörder“ von Kalletal aufmerksam

Nach der Tat hatte Elchin A. laut Anklage Olga M. und ihre beiden Kinder in ein Auto gezwungen und war davongerast. Da Elchin A. keinen Führerschein hatte und auch nicht Auto fahren konnte, geriet er durch seine schlingernde Fahrweise in den Fokus der Polizei. Die ahnte von der blutigen Tat zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Laut Staatsanwaltschaft nutzte der 36-Jährige aber einen Überraschungsmoment bei der Kontrolle und rannte davon.

Es folgte über fünf Wochen eine abenteuerliche Flucht in Richtung Polen. Die Polizei rief die Bevölkerung in Ostwestfalen-Lippe und Niedersachsen zur Vorsicht auf, Lastwagenfahrer wurden gebeten, achtzugeben. In Brandenburg wurde der 36-jährige „Axtmörder“ von Kalletal schließlich am 21. Juli in Brieskow-Finkenheerd nahe der polnischen Grenze festgenommen. Dabei waren Spezialkräfte der Polizei im Einsatz.

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Nach früheren Angaben der Detmolder Staatsanwaltschaft war Elchin A. bereits zu einer längeren Haftstrafe wegen eines Tötungsdeliktes in der Ukraine verurteilt worden. Angeblich zu neun Jahren!

Elchin A. hatte jahrelang in der Ukraine gelebt und war nach Kriegsbeginn nach Deutschland geflohen. Im Prozess soll auch die Witwe des Opfers als Nebenklägerin auftreten.