ARCHIV - US-Basketballerin Brittney Griner sitzt seit über drei Monaten in Moskau in Untersuchungshaft. Foto: Ross D. Franklin/AP/dpa/Archiv
ARCHIV - US-Basketballerin Brittney Griner sitzt seit über drei Monaten in Moskau in Untersuchungshaft. Foto: Ross D. Franklin/AP/dpa/Archiv AFP/Kirill Kudryavtsev

Sie war zehn Monate lang Russlands Geisel! Die US-amerikanische Basketballerin Brittney Griner ist laut Medienberichten im Zuge eines Gefangenenaustauschs freigelassen worden. Die 32-Jährige war am 17. Februar am Moskauer Flughafen festgenommen worden, nachdem bei einer Kontrolle Haschischöl gefunden worden sein soll. Der Fall wurde zum Politikum.

Brittney Griner: Das machte der US-Basketball-Star in Russland

Brittney Griner ist wohl das, was man eine mündige Sportlerin nennen würde. Sie setzte sich öffentlich gegen Rassismus und Homophobie ein. Das brachte ihr auch in ihrer Heimat, den USA, immer wieder Kritik ein. In Russland, wo sie seit 2015 jeden Winter in Jekaterinburg Basketball spielt, machte es die Sportlerin ebenfalls immer wieder zur Zielscheibe.

Dass Brittney Griner in Russland als Basketballerin aktiv ist, liegt an den vergleichsweise mickrigen Gehältern, die die Spielerinnen in der WNBA, der höchsten, nordamerikanischen Frauen-Liga, bekommen. Da diese lediglich von Mai bis September ausgespielt wird, haben die Athletinnen aber wenigstens die Möglichkeit, sich in europäischen Ligen etwas dazu zu verdienen. Die Berlinerin Satou Sabally, die in der WNBA für die Dallas Wings aufläuft, ist im Winter in der vergangenen Jahren für Fenerbahce Istanbul aktiv gewesen, Griner eben für Jekaterinburg.

Brittney Griner: Festnahme in Moskau

Bei einem Flug nach Moskau, nur wenige Tage vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine wurde Griner dann wegen 0,5 Gramm Haschischöl in Vape-Kartuschen festgenommen. Dass ihr dieses Öl von einem Arzt verschrieben wurde, war für die russischen Behörden kein Grund sie nicht wegen Drogenschmuggels anzuklagen. Im August wurde Griner zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren sowie einer Geldstrafe von einer Million Rubel verurteilt, im November wurde sie in eines der härtesten Straflager Russlands in der Teilrepublik Mordowien gebracht. 

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Brittney Griner war eine der besten Basketball-Spielerinnen der USA.
Brittney Griner war eine der besten Basketball-Spielerinnen der USA. dpa/Ross Franklin

Brittney Griner: Martyrium neigt sich dem Ende

Nun neigt sich das Maryrium der Spitzensportlerin dem Ende zu. „Sie ist in Sicherheit. Sie sitzt in einem Flugzeug. Sie ist auf dem Weg nach Hause“, schrieb US-Präsident Joe Biden bei Twitter. Er habe gerade mit ihr gesprochen. Der Preis für die Freiheit von Griner ist derweil hoch. Im Austausch schicken die USA den seit 2010 im US-Gefängnis sitzenden ehemaligen Waffenhändler Wiktor But zurück in seine Heimat. Er trägt den beunruhigenden Beinamen „Händler des Todes“. Wie Medien berichten, soll der Austausch am Flughafen von Abu Dhabi stattgefunden haben. 

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Ob und wann Brittney Griner nach ihrem mehrere Monate andauernden Martyrium wieder Leistungssport betreiben kann ist unklar. Zunächst wird sich sicher eine Weile brauchen, um ihre psychischen und physischen Wunden zu heilen.