Der Zoll fand die Rückenkratzer mit den Alligatorenfüßen in einem Geschenkpaket aus den USA.
Der Zoll fand die Rückenkratzer mit den Alligatorenfüßen in einem Geschenkpaket aus den USA. Zoll/Zollamt Gelsenkirchen

Würden Sie sich DAMIT den Rücken kratzen? Was die Zollbeamten beim Zollamt Gelsenkirchen Ende November fanden, würde wohl viele erschauern lassen. Denn in einem Geschenkpaket aus den USA waren nicht einfach irgendwelche Rückenkratzer. An den Enden der Stöcke steckten getrocknete Alligatorenfüße!

Die vier Füße gehörten einst vermutlich zu einem Mississippi-Alligator und wurden als Souvenir drapiert, wie der Zoll in einer Meldung am Dienstag mitteilte. Das schöne Grusel-Paket sollte ein 48-jähriger Mann als Geschenk aus den USA erhalten. Doch den Zollbeamten passte das gar nicht. Die gefräßigen Vierbeiner stehen nämlich nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen unter besonderem Schutz.

Mann hatte keine Genehmigung für die Kroko-Kratzer

Nach Europäischem Artenschutzrecht und nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind diese Alligatoren damit sogar besonders geschützt. Eine Einfuhr von lebenden und toten Tieren dieser Art oder Produkten, die aus ihnen hergestellt werden, bedarf einer Genehmigung. Doch die Genehmigung hatte der Empfänger gar nicht!

Der Zoll hat die Kroko-Kratzer eingezogen. „Das Bundesamt für Naturschutz entscheidet nun, ob sie als abschreckendes Beispiel zu Anschauungs- und Schulungszwecken verwendet oder vernichtet werden“, teilte der Zoll mit.