Mit der Mundschutzmaske kann man seinen individuellen Geschmack zeigen – sie eignet sich damit perfekt als neues Trend-Accessoire. Foto: dpa/Pedro Rances Mattey

In der Corona-Krise hat sich der Alltag schnell verändert. Viele Dinge im Leben bekommen eine neue Bedeutung und sind Ersatz für das, was früher, also vor ein paar Wochen noch, normal erschien. Eine Übersicht der neuen Trends – mit einem Augenzwinkern ...

Einkaufen ist das neue Ausgehen: Was ziehe ich an? Und: Hab ich die Haare schön? Die Fragen stellten sich einst beim Besuch im Restaurant oder Theater, nun ist dafür bei vielen nur das Einkaufengehen übrig. Immerhin dürfen in der kommenden Woche noch mehr Geschäfte öffnen.

Der Mundschutz ist der neue Sneaker: Angesagte Sportschuhe sind begehrte Statussymbole und um limitierte Modelle kommt es auch mal zu gewaltsamen Kämpfen. Das gilt jetzt auch für Mund-Nasen-Masken.

Zunicken ist das neue Bussigeben: Weniger ist Mehr, das übertriebene Begrüßen mit Küsschen ist in Zeiten der empfohlenen und gewünschten Distanzwahrung tabu. Das Ende der Mediterranisierung Deutschlands?

Drogeriemärkte sind die neuen In-Clubs: Türsteher-Erfahrung wie am „Berghain“ – Security-Männer mit grimmiger Miene bedeuten einem, nun rein zu dürfen. Drinnen gibt’s dann Klopapier statt Koks.

Spazierengehen ist das neue Clubbing: Wer bewegt sich wie – und wer ist überhaupt so unterwegs? Das Abchecken und vielleicht auch Flirten ist jetzt nicht mehr im Club angesagt, sondern draußen beim Laufen.

Schlangestehen ist die neue Entschleunigung: Mal runterfahren und über den Sinn des Lebens nachdenken; wofür früher kaum Zeit war, ist nun vielleicht öfter mal möglich beim Schlangestehen vorm Laden.

Geduldiges Schlangestehen entschleunigt uns – und bietet dazu noch Gelegenheit, zu flirten und Leute kennenzulernen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Händewaschen ist das neue Mülltrennen: So akribisch wie in Deutschland gerne Abfall sortiert wird, werden nun – zweimal im Geiste „Happy Birthday“ singend – die Hände geseift.

Virologen sind die neuen Influencer: Bis vor kurzem waren dank Instagram und Co. plötzlich Leute berühmt, die nicht intelligenter erschienen als ein Brot. Jetzt sind wenigstens Mediziner populär.

Videoanrufe sind der neue Besuch: Untenrum was anhaben war gestern – für Videotelefonate mit Kollegen oder Freunden reicht theoretisch Bluse, Hemd oder Pulli. Der reale Kontakt fehlt vielen natürlich.

Streaming ist das neue Kino: Filmegucken in einem Saal? Ist erstmal out. Wer jetzt im Heimkino nicht alle Filme und Serien guckt, die er schon immer sehen wollte, hat den Schicksalswink nicht verstanden.

Kleinanzeigen sind das neue Shoppengehen: Solange viele Läden und Warenhäuser noch dicht sind, verlagert sich vieles ins Internet. Da ist stundenlanges Surfen die neue Schnäppchensuche.