Feuerwehrleute versuchen das tobende Feuer im Süden Griechenlands zu löschen. Foto:
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Den zweiten Tag in Folge haben in Griechenland am Freitag hunderte Feuerwehrleute gegen einen großen Waldbrand im Süden des Landes gekämpft. Trotz aller Anstrengungen und dem Einsatz von Löschflugzeugen konnten sie die Flammen zunächst nicht unter Kontrolle bringen. Allerdings brachten die Wettervorhersagen Hoffnung: Diese seien inzwischen „viel besser“, sagte Feuerwehr-Sprecher Vassilis Vathrakogiannis.

„Wir sind vorsichtig optimistisch, dass wir mit den besseren Wetterbedingungen das Feuer im Laufe des Tages eingrenzen können“, sagte der stellvertretende Zivilschutz-Minister Nikos Hardalias vor Journalisten. Inzwischen seien Schätzungen zufolge bereits mehr als 40 Quadratkilometer Wald und anderes Land verbrannt. Innerhalb von nicht einmal fünf Stunden hätten sich die Flammen am Donnerstag um mehr als zehn Kilometer vorangefressen.

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„Weinberge, Häuser, Ernte – alles ist verbrannt“

Wegen des Feuers mussten mehrere hundert Menschen aus fast 20 Dörfern evakuiert werden. „Weinberge, Häuser, Ernte – alles ist verbrannt“, berichtete ein Einwohner im Fernsehsender Skai. „Es ist eine totale Katastrophe. Viele meiner Freunde haben ihre Häuser verloren.“

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Dem Feuer zum Opfer gefallen: zerstörte Siedlungsbereiche in griechischen Vamvakes, Region Korinthia. 

Das Feuer war am späten Mittwochabend in der Nähe des Naturschutzgebiets der Gerania-Bergkette ausgebrochen, rund 90 Kilometer westlich von Athen. Offenbar habe jemand in einem Olivenhain Vegetation abbrennen wollen, erklärte der Zivilschutz. In der Hauptstadt rieselte am Donnerstag Asche vom Himmel, Rauch ließ die Bewohner husten. Am Freitagmorgen war der Himmel aber wieder klar.

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Starke Trockenheit, heftiger Wind und Temperaturen von mehr als 30 Grad lösen in Griechenland jeden Sommer verheerende Waldbrände aus. Vor drei Jahren starben bei der bisher schwersten Brandkatastrophe des Landes im Badeort Mati nahe Athen 102 Menschen.