Das Logo der Sparkasse ist an der Fassade eines Gebäudes zu sehen (Symbolbild).
Das Logo der Sparkasse ist an der Fassade eines Gebäudes zu sehen (Symbolbild). Marijan Murat/dpa

Es gibt Dinge, die kann man sich gar nicht vorstellen, die passieren aber trotzdem. In einer Sparkasse fehlen plötzlich fast eine Million Euro. Aber keiner weiß, wo die abgeblieben sind...

Aus dem Tresorraum einer Filiale der Düsseldorfer Kreissparkasse sind fast eine Million Euro verschwunden. Das geht aus einem am Düsseldorfer Landgericht anhängigen Rechtsstreit hervor, auf den das Gericht hingewiesen hat (Az.: 9 O 333/21).

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Die Kreissparkasse möchte die verschwundene Summe von ihrer Versicherung erstattet haben, doch die sperrt sich. Am 29. September soll der Fall vor Gericht verhandelt werden.

Es war kein Einbruch

Dabei geht es um exakt 934 000 Euro. Das Geld sei am 26. Juni 2019 von einem Werttransporter in Erkrath angeliefert worden, heißt es. Wenige Stunden später sei es weggewesen.

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Während die Kreissparkasse argumentiert, dass es sich um einen Einbruch gehandelt hat und es entsprechende Spuren gebe, bestreitet dies die beklagte Versicherung. Davon abhängig ist die Frage, ob die Summe erstattet werden muss.

Die Kreissparkasse wollte sich zu dem Fall auf dpa-Anfrage nicht äußern. Es handele sich um ein „laufendes Verfahren“. Die beklagte Provinzial Versicherung verwies ebenfalls auf den anhängigen Rechtsstreit.

Eine Sprecherin der Wuppertaler Staatsanwaltschaft sagte, es sei gegen drei Beschuldigte wegen besonders schweren Diebstahls ermittelt worden. Es habe Durchsuchungen gegeben, Mobiltelefone seien ausgewertet worden. Der Verdacht habe sich aber nicht erhärtet.

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Einer der Verdächtigen habe zudem ein Alibi vorweisen können. Die Ermittlungen gegen die Beschuldigten seien schließlich eingestellt worden. Die Polizei in Mettmann bestätigte, dass es damals einen Einsatz, aber keine Pressemitteilung gegeben habe.