Ein Impfzentrum-Mitarbeiter soll statt eines Corona-Impfstoffs, Kochsalzlösungen gespritzt haben.  dpa

Es sind unfassbare Vorwürfe: Eine Mitarbeiterin in dem niedersächsischen Impfzentrum Friesland soll in sechs Fällen Biontech-Impfstoff durch eine Kochsalzlösung ausgetauscht haben, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

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Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, gebe die Frau an, eine zu Boden gefallene Ampulle mit Biontech-Impfstoff durch eine Kochsalzlösung ersetzt zu haben. Für die mit der Kochsalzlösung geimpften Personen bestehe allerdings keine Gesundheitsgefährdung. Es seien Ermittlungen gegen die Mitarbeiterin des DRK-Kreisverbandes Jeverland wegen eines möglichen Körperverletzungsdeliktes aufgenommen worden, heißt es weiter.

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Die Frau habe am Samstag einer Kollegin von dem drei Tage zurückliegenden Vorfall erzählt. Der Polizei sagte die Verdächtige, sie habe die Spritzen mit Kochsalzlösung aufgezogen, um über die heruntergefallene Ampulle nicht zu informieren. Der Landkreis sucht jetzt die möglicherweise Betroffenen, die am Mittwoch, den 21. April, bis mittags geimpft wurden.