Zwei Polizisten stehen neben einer Straßensperre, die errichtet wurde, nachdem einen Block entfernt mehrere Menschen erschossen wurden. AP

Bei Schüssen in der US-Stadt Sacramento hat es viele Tote gegeben. Offiziell ist von sechs Opfern die Rede. Mindestens zwölf weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei in Kaliforniens Hauptstadt am Sonntagmorgen (Ortszeit) auf Twitter mit. 

Lokale Medien berichten von weit mehr Todesopfern. Die Polizei hatte die Einwohner kurz zuvor in einem ersten Tweet zu dem Vorfall aufgerufen, die Gegend im Zentrum der Stadt zu meiden. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Lokale Medien sprechen von 13 Todesopfern

In sozialen Medien ist inzwischen sogar von 13 Toten die Rede. Die Behörden haben das aber dementiert. Ein Video vom Tatort zeigt, wie Menschen offenbar in einer Kneipengegend in eine Rangelei geraten. Dann fallen plötzlich Schüsse.

Laut Berichten lokaler Medien sollen 16 Menschen von den Kugeln getroffen worden sein. Der (oder die) Täter habe offenbar aus einer automatischen Waffe gefeuert. Die Tat ereignete sich gegen 2 Uhr (11 Uhr deutscher Zeit).

Im Video ist zu sehen, wie die Gruppe, die sich Sekunden zuvor noch gestritten hatte, in Panik auseinanderläuft.

Polizisten untersuchen den Tatort in Sacramento. AP/Rich Pedroncelli

Polizei fahndet nach dem Tätern – oder sind es mehrere?

Über den oder die Täter ist noch nichts bekannt. Die Polizei sperrte den Tatort in der kalifornischen Hauptstadt weiträumig ab.  Aktuell wird unter Hochdruck nach dem Verbrecher gefahndet.

Laut dem Nachrichtenportal „BNO“ seien bis zu 50 Schüsse zu hören gewesen. Demnach will ein Augenzeuge gesehen haben, dass ein Mann aus aus einem Auto das Feuer eröffnet haben soll. Anschließend sei er geflüchtet.

Erst vor gut einem Monat hatte ein Mann in einer Kirche in Sacramento mindestens vier Menschen erschossen und anschließend auch sich selbst getötet.

Der Tatort in Sacramento bei Tageslicht. AP/Rich Pedroncelli

45.000 Tote durch Schusswaffengewalt

In den USA ereignen sich immer wieder Schusswaffenangriffe mit mehreren Toten. Im vergangenen Jahr wurden nach einer Zählung der Website „Gun Violence Archive“ landesweit rund 45.000 Menschen durch Schusswaffengewalt getötet. Dabei wurden auch Suizide mitgezählt. Seit Jahresbeginn verzeichnete die Website bereits 10.700 Tote.

Das Recht zum Tragen einer Waffe ist in den USA ein hochkontroverses Thema. Vorstöße für eine Verschärfung des laxen Waffenrechts scheitern immer wieder am Widerstand der konservativen Republikaner und der einflussreichen Waffenlobby.