Die unglaubliche Tat wird seit Freitag am Landgericht in Frankfurt am Main verhandelt.  Foto: CHROMORANGE / Ralph Peters

Ein 38 Jahre alter Mann soll seine Ehefrau getötet und im Müll entsorgt haben. Am Freitag begann vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess gegen ihn. Zu Beginn des Prozesses äußerte sich der aus Westfalen stammende Deutsche lediglich zu seinem persönlichen Werdegang. Zu den Tatvorwürfen sagte er nichts. Die Anklage wirft ihm Mord aus Habgier und niedrigen Beweggründen vor. Um in den Besitz einer Eigentumswohnung der Frau in Frankfurt-Nied und eines Feriendomizils in Spanien zu kommen, habe der Angeklagte das 43 Jahre alte Opfer im Oktober 2019 getötet, hieß es in der verlesenen Anklageschrift.

Der Angeklagte hatte die Frau bei der Polizei als vermisst gemeldet. Anfang vergangenen Jahres waren dann auf der Mülldeponie in Flörsheim-Wicker Knochenreste sichergestellt worden, die DNA-Spuren der Vermissten enthielten. Der Anklage zufolge hatte der 38-Jährige die Leiche in einem Müllpresscontainer an seiner Arbeitsstelle entsorgt. Bereits bei seiner Vermisstenanzeige hatte er sich bei der Polizei in Widersprüche verwickelt.

Der Vorsitzende Richter der Schwurgerichtskammer wies darauf hin, dass die Freundin des Mannes bereits wenige Tage nach der Vermisstenmeldung in die Eigentumswohnung eingezogen sei. Darüber hinaus habe der Angeklagte persönlich die Leerung des Müllcontainers veranlasst.