Drogen versteckt in einer „My Little Pony“-Pausenbrotschachtel. Polizei

Drogenschmuggel war für sie ein Kinderspiel. Die Staatsanwaltschaft wirft Carlos Duarte und Alexia Garcia vor, Kokain in großen Mengen von Puerto Rico und der Dominikanischen Republik nach New York geschmuggelt haben. In ganz speziellen Behältern verpackt, die der Zoll nie wirklich beachtete: „My Little Pony“ und ähnliche Pausenbrotschachteln für Kids.

Drogen im Wert von 10 Millionen Dollar wurden so geschmuggelt. Polizei

Duarte und Garcia leben in New York und arbeiten offiziell als Musikmanager, die vor allem Künstler in Puerto Rico und der Dominikanischen Republik vertreten. Es war nur ein Vorwand, damit die ständigen Reisen nicht auffielen. Laut der Staatsanwaltschaft von New York wurden von dem Duo und drei weiteren Komplizen Drogen im Wert von über 10 Millionen Dollar ins Land gebracht und mit der Post in den Lunch-Behältern in die umliegenden Bundesstaaten befördert.

Das klappte zwischen Mai 2020 und letztem Mittwoch reibungslos – bis Duarte im Vorort Yonkers in eine Polizeikontrolle geriet. Der 36-Jährige – Spitzname: „Showtime“ – hatte sein eigenes Produkt konsumiert und war dementsprechend auffällig gefahren. Die Cops fanden 400 Gramm Kokain in seinem Auto. Eine Razzia in seinem Haus entdeckte zwei der Kinder-Brotbehälter vollgepackt mit Kokain, die verschickt werden sollten.

Niemand hätte in diesen harmlos aussehenden Frühstückstaschen Drogen vermutet. Polizei

Ermittler Philip Barlett in der New York Post: „Im Laufe der Jahre haben wir schon einige sehr kreative Versuche, Drogen zu schmuggeln, aufgedeckt. Aber Rauschmittel in Gegenständen für Kindern zu verstecken, ist einfach nur armselig und asozial.“

Duarte droht als Drahtzieher der Operation laut Richter Abraham Clott eine „außergewöhnlich lange Gefängnisstrafe“, weshalb er in Untersuchungshaft bleiben muss. Seine rechte Hand Garcia darf gegen Kaution bis zur Verhandlung auf freien Fuß.