Da schaut er in die Kamera, und auf seiner Marke haben die Fahnder die Mobilnummer der Halterin erkannt.
Da schaut er in die Kamera, und auf seiner Marke haben die Fahnder die Mobilnummer der Halterin erkannt. Facebook/National Crime Agency

Gangster sind auch nicht immer die Schlauesten, vor allem wenn sie der Mitteilungsdrang überkommt. Eine Unterhaltung auf der eigentlich verschlüsselten Plattform Encrochat ist einer Drogenbande in Großbritannien jetzt zum Verhängnis geworden. Die drei Gangster wollten mehrere Hundert Kilo der Partydroge MDMA nach Australien verschiffen.

In dem Gespräch über die Details des Millionen-Deals überkam es einem der mutmaßlich Tatbeteiligten, Danny Brown, ein Foto seines Hundes Bob zu posten. Auf dem vergrößerten Foto erkannten die Fahnder die Telefonnummer der Halterin, die sich als Lebensgefährtin des 55-Jährigen herausstellte.

Gangster knipsten Selfies und stellten sie in den Chat

Das war aber nicht die einzige Unachtsamkeit, die den Gangstern zum Verhängnis wurde. Sie stellten gleich Selfies in den Chat und dokumentierten so ihre Mittäterschaft. Brown zeigt sich direkt vor der Handykamera, sein Kumpan Stefan Baldauf fotografierte sich in einem Spiegelbild eines Messingschildes.

Für den Transport der Drogen nach Australien hatten sich die drei eine ganz besondere List ausgeheckt: Sie sollten in einem 40-Tonnen-Bagger versteckt werden, der in einer manipulierten Online-Auktion für 52.000 Euro erworben und nach Australien verschifft werden sollte.

Australischer Zoll beschlagnahmte Drogen, Polizei nahm Empfänger fest

Tatsächlich ging die Ware auf die weite Reise, doch der australische Zoll war gewarnt. Die Beamten beschlagnahmten die Drogen und brachten stattdessen einen Peilsender an. Am Ende konnte die Polizei die australischen Gangster bei der Zustellung des Baggers festnehmen.

Die drei aufgeflogenen Briten wurden jetzt zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt.