In einigen Gärten leben Igel gefährlich (Symbolfoto). Foto: imago images/imagebroker

Immer wieder warnen Tierschützer Hobby-Gärtner in ganz Deutschland, bei der Gartenarbeit vorsichtig zu sein – beim Rasenmähen oder beim unbedachten Umsetzen von Komposthaufe kommt es häufig dazu, dass die süßen Stacheltiere dramatische Verletzungen davontragen. So erging es jetzt einer niedlichen Igelin bei Köln: Sie geriet unter einen Mäh-Roboter – die Verletzungen waren so schwer, dass ihr ein Auge nicht gerettet werden konnte.

Das Tierheim in Köln-Bergheim, in dem die stachelige Dame derzeit untergebracht ist, veröffentlichte die Geschichte auf Instagram – zusammen mit einem Foto, das die Igelin mit Tierheim-Bürohund Lupo zeigt. „Heute brauchte Igelin Ilse ein bisschen Zuspruch. Die arme Stachel-Lady ist schon seit einer ganzen Weile bei uns, ein Mähroboter hatte sie sehr schwer verletzt und es hat Wochen gedauert, bis die schlimmen Wunden heilten“, schreibt das Tierheim dazu. „Ihr Auge war leider nicht mehr zu retten, heute wurde sie operiert, das Auge wurde zugenäht. Ilse ist absolut tapfer und hat, wie ihr seht keinerlei Berührungsängste.“

Tierschützer warnen Immer wieder vor den Gefahren, die in Gärten lauern. Erst kürzlich wies die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ auf Maßnahmen hin, die jeder ergreifen kann, um Igel über den Winter zu retten (der KURIER berichtete). Es sei etwa wichtig, den eigenen Garten igelfreundlich zu gestalten – denn die Tiere brauchen für den nahenden Winterschlaf dringend ein Versteck.

Igel-Tipp: Gartenteiche sollten unbedingt abgedeckt werden

„Wer etwas für Igel tun möchte, sollte den ein oder anderen Laubhaufen auch mal liegen lassen“, rät Katharina Erdmann, Wildtier-Expertin bei „Vier Pfoten“. Dort finden die Igel Schutz vor Kälte und Regen sowie einen Unterschlupf für den Winter. Gartenteiche sollten hingegen abgedeckt werden. „Fällt ein Igel in einen Gartenteich, kommt er aus eigener Kraft meist nicht heraus. Die Teichfolien sind zu glatt für die kleinen Pfoten. Dicke Äste oder andere Kletterhilfen in Ufernähe im Teich platziert, können daher lebensrettend für Wildtiere sein.“

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Das Schicksal von Ilse, die unter einem Mähroboter geriet, geht vielen Tierfreunden zu Herzen – sie melden sich auf Instagram zu Wort. „Wird Zeit, dass zumindest der nächtliche Einsatz der Mähroboter verboten wird und ebenfalls diese blöden Laubsauger, der Besen ist viel gesünder“, schreibt eine Nutzerin. Eine andere fragt: „Kann man diese blöden Roboter nicht mal auf den Mond schicken?“