Valeria Fioravanti starb an einer Hirnhautentzündung.
Valeria Fioravanti starb an einer Hirnhautentzündung. Facebook

Wieder ein Medizin-Drama. Wieder ein Tod, der hätte verhindert werden können. Weil der kritische Zustand von Valeria Fioravanti nicht erkannt worden war, ist die junge Mutter nun tot. Freunde und Familie klagen an, die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet.

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Was war passiert? Die 27-Jährige war am 25. Dezember 2022 wegen eines Abszesses operiert wurde. Zwei Tage nach ihrer Entlassung aber ging es Valeria Fioravanti gar nicht gut. Sie suchte die Notaufnahme der Poliklinik Casilino in Rom auf. Der Grund: starke Kopf-, Rücken- und Nackenschmerzen.

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Ärzte warfen einen kurzen Blick auf die 27-Jährige, diagnostizierten dann starke Kopfschmerzen und schickten sie mit einem Rezept für Entzündungshemmer nach Hause. Doch das Drama spitzte sich zu.

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Ärzte erkannten Hirnhautentzündung nicht

Der Schmerz wurde schlimmer und schlimmer. Ein weiterer Besuch in derselben Notaufnahme brachte dann eine weitere Diagnose – nur eben leider nicht die richtige. Schließlich suchte die Frau eine andere Klinik auf. Das Ergebnis: Diagnose Nummer drei. Es handle sich um eine Wirbelsäulenprotrusion (Bandscheibenvorwölbung), Valeria Fioravanti  bekam eine Halskrause für eine Woche verordnet.

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Doch die half freilich nicht. Schließlich war die Diagnose falsch. Valeria Fioravanti, so schildern Familienmitglieder auf einer eigens eingerichteten Website, ging es immer schlechter. Beim vierten Besuch in einer Notaufnahme hätten die Ärzte dann endlich entdeckt, dass es sich um eine bakterielle Meningitis handelte. Zu spät, um ihr Leben zu retten. Am 10. Januar verstarb Valeria Fioravanti. Sie hinterlässt unter anderem ein 13 Monate altes Kleinkind.

In ca. zehn Prozent aller Fälle endet eine Hirnhautentzündung tödlich.
In ca. zehn Prozent aller Fälle endet eine Hirnhautentzündung tödlich. Imago/YAY Images

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Die eitrige Hirnhautentzündung kostete die junge Frau das Leben, weil sie viel zu spät erkannt und behandelt worden war. Auch deshalb hat die Staatsanwaltschaft eine Akte eröffnet, ermittelt wegen Totschlags aufgrund medizinischer Fahrlässigkeit gegen derzeit unbekannte Personen.

Zehn Prozent aller Meningitis-Fälle enden tödlich

Inzwischen hat der Gerichtsmediziner die Obduktion des Leichnams der jungen Mutter abgeschlossen. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 17. Januar, in der Kirche San Giovanni Bosco in Cinecittà statt.

Die Familie hat Rechtsanwälte beauftragt, die klinischen Aufzeichnungen zu überprüfen. Die Region Latium ihrerseits hat „eine Prüfung angeordnet, um das Geschehene zu rekonstruieren“, erklärte die Landesgesundheitsrätin, Alessio D’Amato, aber es werde ein paar Tage dauern.

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Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation gibt es im Jahr circa 1,2 Millionen Erkrankungen einer akuten bakteriellen Meningitis. Circa zehn Prozent der Verläufe enden tödlich. In Deutschland erkranken im Schnitt 0,8 von 100.000 Menschen an einer der häufigsten Formen der Meningokokken-Meningitis.