Über den Strandkörben am Strand der Insel Usedom ziehen dunkle Regenwolken auf.  dpa/Stefan Sauer

Tödlicher Badeunfall in der Ostsee! Eine 80 Jahre alte Frau ist trotz Reanimationsversuchen in einer Klinik gestorben, nachdem sie zum Schwimmen ins Meer gegangen war. Ein Rettungsschwimmer am Strand von Kloster auf der Insel Hiddensee bemerkte am Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr eine leblose Person, die im Wasser trieb, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte.

Der Rettungsschwimmer barg die Seniorin aus Rostock und reanimierte sie bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Ein Hubschrauber brachte die Frau in ein Klinikum nach Greifswald, wo sie kurze Zeit später starb.

Erst am vergangenen Sonntag waren zwei Rentner (82 und 83 Jahre alt) in der Ostsee ums Leben gekommen. Die Badeunfälle ereigneten sich vor der Insel Usedom am Strand von Karlshagen und am Strand von Kölpinsee. Vor Travemünde war Mitte Juni ein zehnjähriges Mädchen ertrunken. Immer wieder unterschätzen Schwimmer Strömungen und Entfernungen zum Strand. 

Die Ursache für den Tod der Frau ist noch unbekannt. In den letzten Jahren waren allerdings auch sogenannte Vibrionen, Bakterien, die in zu warmem Salzwasser vorkommen, für Todesfälle verantwortlich. Auch in diesem Jahr hat Landesamt für Gesundheit und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern vor Gefahren durch Vibrionen gewarnt. Seit 2003 seien  in dem Bundesland 66 Infektionen und neun Todesfälle nachgewiesen worden.