Am Hafen von Dover gab es am Mittwochmorgen eine Auseinandersetzung mit der Polizei. Foto: AP/Steve Parsons

Am englischen Hafen Dover ist es zwischen wartenden Lastwagenfahrern und der Polizei zu Schubsereien und Handgreiflichkeiten gekommen. Frustrierte Fahrer hätten die Polizei ausgepfiffen, einige versuchten, an den Beamten vorbeizukommen, wie britische Medien am Mittwoch berichteten. Zuvor hatten Großbritannien und Frankreich mitgeteilt, dass von Mittwoch an wieder Lastwagen über den Ärmelkanal in die EU setzen dürfen. Allerdings müssen Fahrer einen negativen Corona-Test vorweisen.

In Dover und Umgebung warten nach Schätzungen des britischen Speditionsverbands bis zu 10.000 Lastwagen auf die Ausreise nach Frankreich. Das Land hatte in der Nacht zum Montag die Grenze nach Großbritannien auch für den Warenverkehr geschlossen - aus Angst vor einer Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante.

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Seit Mittwochmorgen rollt der Verkehr nun langsam wieder an. Bis sich der immense Lkw-Stau rund um den Hafen auflöst, dürfte es nach Angaben der britischen Regierung „einige Tage“ dauern. Es gebe nun „viel zu tun“ und das Problem werde nicht „sofort“ gelöst sein, sagte Wohnungsbauminister Robert Jenrick am Mittwoch dem Sender Sky News.

Nach Jenricks Angaben steckten am Dienstagabend rund um das Hafengebiet etwa 4000 Laster fest - entweder auf der Autobahn nach Dover oder auf einem angrenzenden ungenutzten Flughafen. Unter anderem dort sollen sich die Lkw-Fahrer nun testen lassen können.