Virginia Fuchs (links) bei einem Box-Kampf Foto: Martin Mejia/ AP

Nachdem sie positiv auf gleich zwei verbotene Substanzen getestet wurde, waren die Olympia-Träume einer US-Boxerin eigentlich ausgeträumt. Doch nun kam die überraschende Wende im Fall Virginia Fuchs. Die amerikanische Anti-Doping Kommission USADA sprach die Fliegengewichtlerin frei – weil die Substanzen beim Sex mit ihrem Freund übertragen wurden.

Übertragung bei Sex mit Doping-Freund

Fuchs war aus allen Wolken gefallen, als sie im März von ihrer positiven Dopingprobe erfuhr. Das Mitglied des USA-Olympiateams für Tokio schwor nie gedopt zu haben. Und hatte eine eigentlich unglaubliche Begründung für den positiv-Test: Mein Freund nimmt die Mittel ein und sie haben sich durch seine Körperflüssigkeiten übertragen. USADA überprüfte das und stellte fest: Es stimmte. Die 32-Jährige kommt ohne eine Strafe davon und wurde vom olympischen Team wieder aufgenommen.

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Travis Tygart, Sprecher der USADA: „Unsere Untersuchungen haben bestätigt, dass ein sexuelle Übertragung der Grund war und es keine Dopingabsichten gab. Leider müssen wir nach den Statuten der Welt Anti-Doping Gesetze diesen Fall öffentlich bekannt geben, weil er trotzdem als Verstoß gilt. Das ist ein Punkt, der schnell geändert werden sollte – so wie unabsichtliche Übertragung durch kontaminiertes Essen oder rezeptpflichtige Medikamente.“

Fuchs meldete sich auf Twitter: „Ich habe viel aus dieser Sache gelernt und bin erleichtert, dass es vorüber ist. Ich will ich jetzt nur noch auf Tokio konzentrieren.“