Im Jahr 2019 starben bundesweit mindestens 417 Menschen bei Badeunfällen, überwiegend in Flüssen oder Seen. Foto: dpa/Jan Woitas

Anders als in Hollywoodfilmen machen ertrinkende Menschen nicht lautstark auf sich aufmerksam. Darauf weist die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Mittwoch hin. „Ertrinken ist ein stiller Tod. Da der Körper sich auf die Atmung konzentriert, wird ein Ertrinkender zunehmend kraftlos und bewegungsunfähig. Ein Hilferuf ist nicht möglich und der Tod tritt innerhalb kurzer Zeit ein“, sagt DLRG-Sprecher Achim Wiese.

Baden, wo es eine Aufsicht gibt

Wiese appelliert an die Menschen, nur dort zu baden, wo es eine Aufsicht gibt. Offene Gewässer wie Seen, Teiche oder Flüsse seien besonders gefährlich und stünden bei den Ertrinkungsorten seit Jahren ganz oben.

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Speziell in diesem Jahr befürchtet die DLRG bedingt durch volle Küstenabschnitte als Auswirkung der Corona-Pandemie ein Ausweichen vieler Menschen an unbewachte Badestellen im Binnenland. Diese seien oftmals nicht ausreichend abgesichert.

Die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken war zuletzt gesunken. Im Jahr 2019 starben bundesweit mindestens 417 Menschen bei Badeunfällen, überwiegend in Flüssen oder Seen. Das waren nach DLRG-Angaben rund 17 Prozent weniger als 2018. Die DLRG führte den Rückgang vor allem auf das nicht immer vorhandene Badewetter zurück.