Pferdetrainerin Sabine Rouas hat ihren Stier wie ein Pferd trainiert. Sie nimmt an Spring- und Dressurturnieren teil.
Pferdetrainerin Sabine Rouas hat ihren Stier wie ein Pferd trainiert. Sie nimmt an Spring- und Dressurturnieren teil. Kenzo Tribouillard/AFP/dpa

Ein Pferd reiten kann (fast) jeder. Auf dem Rücken eines Stieres im gestreckten Galopp über Stock und Stein donnern, dürfte nicht jedermanns Sache sein und kommt eher selten vor. Aber möglich ist es schon. Zu einer gewissen Meisterschaft hat es hierbei die Pferdetrainerin Sabine Rouas gebracht.

Ihr imposanter Stier Aston mag es, zu galoppieren und über Hindernisse zu springen, aber bis dahin war es für seine Besitzerin ein weiter und schmerzhafter Weg: 38-mal hat der Stier Sabine Rouas in den ersten Monaten abgeworfen, als sie ihn zureiten wollte. „Aber als er mich auf Pferden reiten sah, wollte er das auch“, sagt Rouas.

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Tonnenschwerer Stier Aston imitiert gern Pferde

Die ehemalige Verkaufsleiterin hatte nach dem Tod ihres Lieblingspferds kein anderes Pferd mehr reiten wollen. Doch dann entdeckte sie Aston. „Manche Leute meinen, Aston halte sich für ein Pferd. Es stimmt auch: Er imitiert sie gerne“, sagt sie.

Sabine Rouas auf ihrem Bullen Aston.
Sabine Rouas auf ihrem Bullen Aston. AFP/Kenzo TRIBOUILLARD

Mit viel Geduld hat Rouas den Stier zum Reittier dressiert. Heute ist Aston auch dank seiner Präsenz in den Online-Netzwerken weit über seinen Heimatort im Nordosten Frankreichs hinaus bekannt. „Aber ich kann ihn nur dazu bringen, etwas zu machen, wenn er es gerne mag“, sagt sie. „Er wiegt 1,4 Tonnen und hat seinen eigenen Charakter.“

So ungewöhnlich findet Rouas ihr Reittier gar nicht. Anderswo auf der Welt ritten Menschen schließlich auch auf Straußen, Elefanten und Dromedaren.