Harte Nuss: Diese vermeintlich simple Grundschul-Aufgabe macht im Netz alle verrückt. imago/agefotostock, Twitter

Noch vor Jahrzehnten waren Eltern mit den Hausaufgaben ihrer Kinder allein… doch heute gibt es das Internet – und damit eine ganze Menge freiwilliger Helfer, die beim Ausknobeln einer Aufgabe behilflich sein können. Und so passiert es immer wieder, dass selbst die einfachsten Hausaufgaben aus der Grundschule im Netz eifrig diskutiert werden. Ein Beispiel ist inzwischen ein echter Klassiker – hätten SIE diese Aufgabe lösen können?

Simple Grundschul-Aufgabe im Netz macht alle wahnsinnig

Eine Mutter veröffentlichte das Arbeitsblatt eines Kindes im Netz. Eine Seite aus einem Heft, auf der es um die Silbe „ei“ gehen soll. Abgebildet sind acht Gegenstände, hinter jedem eine Anzahl von Bögen, in die jeweils eine Silbe eingetragen werden soll. Und – so zumindest die Interpretation – in jene Bögen, die fettgedruckt sind, sollen Silben rein, in denen „ei“ vorkommt.

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Mehrere Beispiele sind bereits ausgefüllt: So gibt es eine Leiter (LEI-TER), einen Reifen (REI-FEN) und ein Stück Seife (SEI-FE). Soweit, so gut. Doch bei den letzten beiden Gegenständen stockt es. Einer sieht aus wie eine Tomate, verlangt sind drei Silben, in der ersten und letzten müsste demnach ein „ei“ vorkommen. Darunter ein Stapel Fotos, hier müsste das „ei“ in der zweiten Silbe vorkommen.

Die Frau schreibt dazu: „Hallo. Marketing Menschen sowie Linguistenlangusten brechen sich grad die Gehirne an einer Grundschulaufgabe. Dreisilbiges Wort, Obst, Gemüse oder anderes rundes Gewächs mit „Ei“ in erster und letzter Silbe. Und: Zweisilbiges Wort mit „Ei“ in zweiter Silbe.“ Sofort diskutiert die Twitter-Gemeinde mit, schickt einige absurde Vorschläge ein.

Beispiel: „Das letzte könnte Kartei sein“, heißt es in der Antwort eines Nutzers. Darüber habe die Erstellerin des Tweets auch schon nachgedacht, aber eigentlich gehe es um kindlichen Sprachgebrauch. Zu dem Runden Gegenstand schreibt ein Nutzer: „Reiherei, also das Ei eines Reihers? Also nur weil es überhaupt passt.“

Die Antwort für das Rätsel ist noch verrückter als gedacht

Eine schreibt: „Speiseeis. Sieht zwar nicht unbedingt so aus, würde aber passen.“ Und einer kommentiert spitz: „Und sehen sie meine Kolleginnen und Kollegen, an dieser Aufgabe lernen die Kinder dann, dass man nicht auf alles eine Antwort haben kann. Bevor sie die Aufgabe stellen, sollten sie jedoch ihre Rechtsschutzversicherung überprüfen.“

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Hätten Sie eine Idee gehabt? Nein? Dann folgt nun die Auflösung. Denn: Die Erstellerin des Posts wandte sich an den Schulbuchverlag, um die brennende Frage aufzuklären. Die Antwort: „Bei den beiden noch nicht bearbeiteten Abbildungen handelt es sich um eine Tomate und um Fotos.“ Ein paar Seiten vorher habe man den Buchstaben „T“ als Thema gehabt, dort seien die Gegenstände mit den gleichen Abbildungen dargestellt worden. Es handele sich also um eine Wiederholung. „Es wurde in der Aufgabenstellung ja nicht eindeutig nach Worten mit ei gefragt…“