Ein mobiler Blitzer steht an einer Landstraße. (Symbolfoto)
Ein mobiler Blitzer steht an einer Landstraße. (Symbolfoto) Imago/Arnulf Hettrich

Es war ein sündhaft teures Gerät, jetzt ist es Elektroschrott: Ein mobiler Blitzer-Anhänger wurde am Dienstagabend in Mecklenburg-Vorpommern in Brand gesteckt. Dabei entstand laut Polizei ein Schaden von 160.000 Euro. Wer für die Tat verantwortlich ist, ist unklar.

Blitzer komplett abgebrannt

Bedenkt man, dass diese Blitzer in der Anschaffung zwischen 150.000 und 200.000 Euro kosten, kann man sich vorstellen, das von dem einst teuren Gerät nicht mehr viel übrige ist. Die Geschwindigkeitsmessanlage stand in einer viel genutzten Zufahrtsstraße von Dierhagen im Landkreis Vorpommern-Rügen - und schien dabei jemanden ganz besonders gegen sich aufgebracht zu haben.

Denn nach den Löscharbeiten stellte ein Gutachter der Feuerwehr klar, ein technischer Defekt konnte als Brandursache ausgeschlossen werden. Die Polizei ermittelt nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Ob tatsächlich ein ertappter Raser dahinter steckt, ist aber nur Spekulation. Derzeit wird zudem noch geklärt, ob die Aufnahmen, die der Blitzer vor dem Brandanschlag gemacht hatte, unter Umständen sogar noch lesbar sind. 

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In Mecklenburg-Vorpommern kommt es in unregelmäßigen Abständen zu Anschlägen auf Geschwindigkeitsmessanlagen, hinter denen meist ertappte Raser vermutet werden. So brannte zuletzt ein Blitzgerät an der Bundesstraße 197 zwischen Anklam und Neubrandenburg. Dieses war erst zertrümmert und dann angesteckt worden. Anschläge gab es auch auf Starkästen an der Bundesstraße 192 sowie eine Brandstiftung an einem Blitzer-Anhänger in Röbel.