Im März lief die letzte Folge der „Lindenstraße“, 35 Jahre spielte Marie-Luise Marjan Mutter Beimer. Foto: imago images/Meike Boeschemeyer

Mutter Beimers Küche im Museum: Teile der Kulissen der ARD-Fernsehserie „Lindenstraße“ sind von Donnerstag an im Bonner Haus der Geschichte zu sehen. Neben der berühmten Küche, in der Helga Beimer mit ihren Liebsten diskutierte oder sich zum Trost ihre Spiegeleier briet, können Besucher auch eine Sitzgruppe und die Leuchtreklame des Restaurants „Akropolis“ anschauen. Daneben zeigt das Museum eine Reihe von Einzelstücken und Requisiten, etwa den hellblauen Bademantel von Mutter Beimer.

Die Küche von Mutter Beimer aus der „Lindenstraße“ ist als Original-Kulisse im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland aufgebaut. Foto: imago images/Jürgen Schwarz

„Ich finde das wunderbar“, sagte Schauspielerin Marie-Luise Marjan am Mittwoch in Bonn. Dank der Ausstellung bleibe der Gedanke an die „Lindenstraße“ erhalten. Beim Anblick ihrer Fernseh-Küche fühle sie sich gleich zu Hause. „Da kommen die Erinnerungen natürlich hoch: Die Tür geht auf, und der Hansemann kommt rein“, sagte die 80-Jährige. „Oder es ist Weihnachten, und wir backen wieder die schwarzen Raben.“

Ein Kochbuch „Spiegeleier für Gourmets“ steht in der ausgestellten Küche der ARD-Fernsehserie „Lindenstraße“ im Haus der Geschichte.  Foto: Marius Becker/dpa

Sie vermisse die „Lindenstraße“ durchaus, sagte Marjan. „Ich bin stolze Rentnerin, ich kann mir aussuchen, was ich mache. Aber ich würde sagen: Ich hätte nichts dagegen, wenn wir nochmal drehen würden.“

Die Dauerserie war nach gut 35 Jahren eingestellt worden, die letzte Folge lief im März 2020. Neben dem Haus der Geschichte sicherten sich auch andere Museen Teile für ihre Ausstellungen, etwa das Technik Museum Speyer und die Deutsche Kinemathek in Berlin.

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Die Bonner Ausstellung „Die Lindenstraße: Erfolg in Serie. Eine Objektpräsentation“ wird bis zum 31. Januar 2021 gezeigt. Danach wandern die Stücke nach Angaben eines Sprechers ins Museums-Depot.