In Fickenhof denkt man gar nicht daran, sich umzubenennen. Fotos: imago images/Christian Ohde, Google-Maps, Montage BK

Jahrelang reisten Touristen in den kleinen österreichischen Ort Fucking, um ein Foto mit dem zweideutigen Ortsnamen zu machen. Davon hatten die rund 100 Einwohner nun genug. Ab 2021 heißt der Ort Fugging. In Aicha vorm Wald im Landkreis Passau kann man das nicht verstehen. Dort hält man an den Namen der Ortsteile Fickenhof und Fickenhofmühle fest.

Dass die Namen bei einigen die schlüpfrige Phantasie anregen, lässt Bürgermeister Georg Hatzesberger kalt. Jeder der wolle, dürfe sich auch darüber lustig machen, sagte er dem Sender RTL. „Dann haben auch wir Spaß daran und freuen uns, dass das so ist.“

Überlegungen den Ort umzubenennen, wie es in Fugging geschehen ist, gab es laut dem Bürgermeister demnach nie. Das sei auch nicht im Interesse der Menschen aus dem Ort. „Die sind aus Fickenhof und wollen in Fickenhof bleiben“, bekräftigte Hatzesberger.

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Doch ein kleines Problem gibt es eben doch: Denn die Ortsschilder von Fickenhof und Fickenhofmühle sind begehrte Trophäen. Zwar würden diese inzwischen doppelt und dreifach befestigt, um sie gegen Diebstahl zu schützen, doch die Langfinger sind zielstrebig. „Wir haben die schon so oft ausgewechselt“, sagt Hatzesberger. Daher wurden die Ortsschilder bereits auf Vorrat produziert, damit man schnell reagieren könne.