Trotz der Zinsflaute erreicht das Geldvermögen im vergangenen Jahr einen Rekordwert. Foto: dpa/Monika Skolimowska

Die Deutschen haben vor dem Ausbruch der Corona-Krise in der Summe so viel auf der hohen Kante gehabt wie nie. Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen summierte sich Ende des vierten Quartals 2019 auf den Rekordwert von rund 6458 Milliarden Euro. Das war ein Anstieg um 126 Milliarden Euro oder 2,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die Deutsche Bundesbank mitteilte.

Vor allem Sparfleiß und Aktiengewinne trugen dazu bei. Sparer setzten demnach unter anderem weiter auf Bargeld und Bankeinlagen, die zwar wegen der Zinsflaute kaum noch etwas abwerfen, auf die sie aber schnell zugreifen können. Zugleich steckten sie mehr Geld in Investmentfonds und Versicherungen zur Altersvorsorge.

Wie schon in der Vergangenheit nutzen die Menschen die Niedrigzinsen, um sich billig Geld zu leihen. Allerdings fiel die Neuverschuldung geringer aus als im dritten Quartal. Insgesamt lagen die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte zum Ende vergangenen Jahres bei 1876 Milliarden Euro. Netto, nach Abzug der Schulden, stieg das Geldvermögen deutlich um 111 Milliarden auf rund 4583 Milliarden Euro. (dpa)