Seit 20 Monaten wartet Hachiko in der Kälte. dpa/Danil Aikin/Tass

Diese Bilder zerreißen jedem Tierfreund das Herz. Seit knapp zwei Jahren wartet dieser Hund geduldig vor einer Klinik auf sein Herrchen. Wiedersehen werden sie sich aber nicht mehr. Der Besitzer ist in dem Krankenhaus gestorben.

Es ist eiskalt hier im Westen Sibiriens. Schnee bedeckt einen Teil der Einfahrt. Seit vielen Monaten trotzt der Vierbeiner vor den Türen einer Klinik in der russischen Stadt  Kemerowo den widrigen Umständen. Er wartet. Und er will nicht aufgeben.

Das Tragische ist, dass das loyale Tier vergeblich hofft. Sein Herrchen wird nicht wiederkommen. Er hat eine Corona-Infektion nicht überlebt.

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Tierfreunde haben Hachiko eine Decke gebracht. dpa/ Danil Aikin/Tass

Seit 20 Monaten wartet der Hund

Für die Mitarbeiter des Podgorbunsky Emergency Care Hospital gehört der niedliche graue Hund inzwischen zum Alltag, Auch die Patienten kennen ihn schon. Vor 20 Monaten wurde er hier das erste Mal gesehen. Er warte auf seinen Besitzer, erzählen Anwohner und Pflegekräfte. Aber der sei gestorben.

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Jeder Versuch von Tierschützern, den Hund von der Klinik wegzulocken, sei gescheitert. Er kommt jeden Tag. Damit er es zumindest einigermaßen warm hat, haben Hundefreunde ihm eine Decke in den Eingangsbereich gelegt. Wachmann Vladimir Shushkin erzählte der amerikanischen New York Post, dass er hier seit November 2020 arbeite und der Hund damals schon da war. Die Menschen füttern das Tier inzwischen, so Shushkin weiter.

Über das Internet verbreitet sich die Geschichte des Tiers jetzt rasend schnell. Millionen bricht seine Treue das Herz. So loyal und so aufopferungsvoll kann wohl nur ein Tier sein.

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Der Hund vor dem Eingang zu der Klinik. dpa/Danil Aikin/Tass

Klinik-Personal taufte ihn „Hachiko“

Auch das Klinikpersonal bewegt die Geschichte sehr. In Anlehnung an den berühmten japanischen Hund, der zur Vorlage eines Hollywoodfilms mit Schauspieler Richard Gere wurde, tauften sie ihn auf den Namen Hachiko.

In seinem Heimatland Japan gilt der echte Hachiko als Symbol für unendliche Treue. Das Tier der Rasse Akita holte sein Herrchen, einen Universitätsprofessor, jeden Tag vom Bahnhof ab. Während einer Vorlesung erlitt der Mann eine Hirnblutung – und starb.

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Der treue Hachiko wartete aslo vergebens auf sein Herrchen. Jeden Tag kam er weiter pünktlich zum Bahnhof.  Die Treue des russischen Hachiko zu seinem Herrchen hielt über den Tod hinaus. Wie jetzt in der eisigen Kälte von Sibirien.