Der Merapi speit Rauch, Asche, Gase und Gestein. Foto: Imago/Slamed Riyadi

Es sieht atemberaubend aus – und für die Menschen die vor Ort wohnen, ist es das im schlimmsten Fall auch. Indonesiens aktivster Vulkan gibt keine Ruhe. Am Mount Merapi auf Java ist am Donnerstag erneut eine glühende Lawine abgegangen. Der sogenannte pyroklastische Strom – ein Gemisch aus heißer Asche, Gasen und Gesteinsstücken – sei mit hoher Geschwindigkeit etwa zwei Kilometer weit die Hänge heruntergelaufen, teilte die Geologiebehörde mit. An einem Fluss sei der Strom zum Stillstand gekommen.

Bereits am Mittwoch hatte es eine ähnliche Eruption gegeben. Berichte über Tote oder Verletzte gab es nicht. Mehr als 100 Anwohner seien in Sicherheit gebracht worden, so der Zivilschutz.

Lesen Sie auch: Zahl der Naturkatastrophen hat sich verfünffacht >>

Der etwa 35 Kilometer nördlich der Großstadt Yogyakarta gelegene Merapi gilt als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt. Bei einem schweren Ausbruch 2010 waren mehr als 340 Menschen getötet worden, Zehntausende flohen. Ganz in der Nähe des knapp 3000 Meter hohen Vulkans liegen die berühmten Tempelanlagen Borobudur und Prambanan, die zum Weltkulturerbe der Unesco zählen. Seit 2018 gab es wiederholt Eruptionen, auch in den vergangenen Wochen hatte der Merapi mehrfach Asche und Gas ausgestoßen.

Indonesien liegt auf dem sogenannten Feuer-Ring im Pazifik. In dem Inselstaat gibt es 127 aktive Vulkane, von denen der Merapi als der aktivste gilt.