Der sechsjährige Corey erlag seinen inneren Verletzungen.
Der sechsjährige Corey erlag seinen inneren Verletzungen. Facebook

Ein Vater im US-Bundesstaat New Jersey muss sich wegen Mordes an seinem Sohn verantworten. Christopher Gregor soll den Sechsjährigen gezwungen haben, auf dem Laufband zu rennen – bis dieser vor Erschöpfung runterfiel und sich tödlichee Verletzungen zuzog. Der Vater war der Meinung, der kleine Corey sei „zu fett“.

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Laut Anklage hatte Gregor seinen Sohn bereits zwei Wochen vor dessen Tod mit in das Fitnesscenter seines Apartment-Gebäudes genommen. Dort zeichnete eine Überwachungskamera schreckliche Szenen auf. Der Vater hatte Corey aufs Laufband geschickt und die Geschwindigkeit immer weiter erhöht.

Das Kind fiel immer wieder von der Maschine auf den Boden, weil es nicht schnell genug laufen konnte. Laut Staatsanwalt Bradley Billhimer „hat Gregor seinen Sohn gegen dessen Willen wieder aufs Laufband zurückbeordert und ihn sogar in den Kopf gebissen, als dieser sich wehrte.“

Vater trimmte den Jungen, weil er „zu dick“ sei

Vater Christopher Gregor ist nun wegen Mordes angeklagt.
Vater Christopher Gregor ist nun wegen Mordes angeklagt. Polizei

Am 21. April 2021 hatte Gregor den Sohn nach einem gemeinsamen Vormittag wieder bei dessen Mutter Breanne Micciolo abgeliefert. Diese schrieb später auf Facebook: „Ich habe morgens ein perfekt gesundes und glückliches Kind seinem Vater übergeben. Sechs Stunden später war mein Sohn tot.“

Laut Anklage hatte Micciolo bei ihrem ungewöhnlich lethargischen Sohn schwere Prellungen im Brust – und Bauchbereich festgestellt und ihn sofort ins Krankenhaus gebracht. Dort hatte Corey den Ärzten kurz nach der Einlieferung verraten, dass er vom Laufband gefallen war und ihn sei Vater zum Rennen gezwungen hatte, „weil ich zu dick bin“.

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Wenige Minuten später wurde  der kleine Junge ohnmächtig und starb laut späterer Autopsie an seinen schweren inneren Verletzungen.

Vater Christopher Gregor wurde ursprünglich im letzten Juli nur wegen Kindesgefährdung angeklagt. Doch neue Beweise wie das Video aus dem Fitnessstudio sorgten dafür, dass die Staatsanwaltschaft jetzt juristisch nachlegte. Der 29-Jährige wurde wegen Mordes verhaftet und muss bis zum Prozessbeginn hinter Gitter bleiben.