Protest gegen A49-Ausbau Räumung im Dannenröder Forst: Aktivisten wollen den Wald mit ihrem Leben verteidigen und machen es der Polizei mit Barrikaden und Aktionen in großer Höhe schwer zu räumen. Foto: Imago Images

Bei den Protesten im Dannenröder Forst ist am Sonntag eine Demonstrantin von einem sogenannten Tripod - einem dreibeinigen Gestell - abgestürzt und offenbar mehrere Meter in die Tiefe gefallen. Einsatzkräfte hätten den Absturz aus der Distanz beobachtet und sofort Rettungskräfte zur Ersten Hilfe entsandt, teilte die Polizei Mittelhessen am Sonntag in Gießen mit. Auf einer Trage sei die Demonstrantin aus dem Wald zu einem Rettungswagen gebracht worden.

Vertreter der gegen den Ausbau der Autobahn A49 demonstrierenden Aktivisten erklärten, die Frau sei aus fünf Metern abgestürzt und schwer verletzt worden. Sie warfen der Polizei vor, für den Absturz verantwortlich zu sein. Sie habe ein Sicherungsseil durchtrennt, woraufhin es zu dem Absturz gekommen sei. Die Polizei erklärte die Absturzstelle zum Tatort und sperrte sie ab, es seien Ermittlungen zur Absturzursache eingeleitet worden.

Die Polizei räumt seit mehreren Tagen den Dannenröder Forst. Dort protestieren seit über einem Jahr Umweltschützer in Hessen gegen den Ausbau der A49 zwischen Gießen und Kassel, die Autobahn soll durch das Waldgebiet führen. Der Bau soll im September 2021 beginnen, bis Februar sollen zunächst 27 Hektar Wald gerodet werden.