Polizisten in den USA haben eine 73-Jährige gewaltsam zu Boden gerissen, sie dabei schwer verletzt (Symbolbild). iamgo/ZUMA Wire

Es ist ein unglaublicher Fall von Polizeigewalt, der die Stadt Loveland im US-Bundesstaat Colorado erschüttert. Polizisten reißen eine 73-Jährige zu Boden, brechen ihr den Arm und kugeln ihr die Schulter aus. Der Grund ist scheinbar lächerlich, das Verhalten der Polizisten umso entsetzlicher. Jetzt bekam die Rentnerin eine 3-Millionen-Entschädigung zugesprochen.

Lesen Sie auch: Wenn die Polizei das Auto eines Reichsbürgers abschleppen muss: Er pöbelt, er klammert sich fest, er ruft die Alliierten um Hilfe – mit allen kuriosen Videos! >>

Kein Scherz: Die 73-jährige Karen Garner, die unter Demenz leidet, wurde von Polizisten gewaltsam zu Boden geworfen, weil sie einen Walmart-Supermarkt mit unbezahlten Waren im Wert von 13 Dollar (11 Euro) verlassen hatte. Die Frau brach sich den Arm und kugelte sich die Schulter aus, als die beiden Polizisten Austin Hopp und Daria Jalali sie zu Boden warfen und ihr Handschellen anlegten.

Unglaublicher Fall von Polizeigewalt 

Doch es kommt noch schlimmer: Als die Videos der Bodycams der Polizisten ausgewertet wurden, war darauf das schallende Gelächter der Kollegen zu hören. „Ich kann nicht glauben, dass ich eine 73-Jährige auf den Boden geworfen habe“, soll einer dabei gesagt haben. Die beiden scherzten über die Schulter der Rentnerin, die ein „Pop“-Geräusch machte.

Lesen Sie auch: Der Berliner Polizei-Ticker >>

Die Anwälte des Opfers veröffentlichten nun einen internen Polizeibericht, aus dem hervorgeht, dass mehrere Vorgesetzte die Anwendung von Gewalt nach dem vermeintlichen Diebstahl für angemessen hielten. Der Polizeichef von Loveland, Bob Ticer, erklärte, dass die Abteilung erst erkannte, wie gewalttätig die Verhaftung war, als Karen Garner eine Zivilklage einreichte. 

Der 73-Jährigen wurde nun ein Schmerzensgeld in Höhe von 3 Millionen Dollar (2,5 Millionen Euro) zugesprochen. Die beiden Polizeibeamten wurden wegen Straftaten angeklagt.