Am 27. Dezember werden wie hier in Köln in vielen Städten Deutschlands Impfzentren eröffnen. Foto: imago images/Political-Moments

Morgen ist Heiligabend, aber eigentlich fiebere ich längst auf einen anderen Tag hin. Denn die richtige Bescherung gibt es in diesem Jahr erst am 27. Dezember. Dann nämlich wird endlich der erste zugelassene Corona-Impfstoff von Biontech auch in Deutschland unter die Haut gebracht. Ein absoluter Durchbruch. Hätte sich die Weihnachtsgeschichte im Jahr 2020 abgespielt, hätten die Heiligen Drei Könige dem Jesus-Kind wohl Gold, Weihrauch, Myrrhe und den Impfstoff von Biontech gebracht.

Natürlich darf nicht unterschlagen werden, dass auch dieser Impfstoff nicht frei von Nebenwirkungen ist. Experten vergleichen die Intensität der Beschwerden etwa mit denen nach einer Gürtelrose-Impfung: Unangenehm, aber doch viel besser als etwa ein schwerer Covid-19-Verlauf. Und bedenkt man, was wir unserem Körper mit Alkohol, billigem Industriefleisch und tonnenweise Zucker völlig ohne medizinisch sinnvolle Gegenleistung so antun, wirkt die Corona-Impfung doch irgendwie wie ein guter Deal.

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Lediglich die Sorge vor möglichen Langzeit-Nebenwirkungen wird wohl noch immer über dem Impfstoff schweben. Denn ausgeschlossen werden können diese rund ein halbes Jahr nach der ersten Testung natürlich nicht. Allerdings weiß man längst, dass Langzeitfolgen nach einer Corona-Erkrankung nicht nur möglich, sondern schon belegt sind – und diese ließen sich eben auch mit einer Impfung vermeiden.

Neues kann beängstigend sein. Das war schon oft in der Geschichte so. Aber meistens hat es uns die Chance zu einem besseren Leben gegeben. Die Impfung kann das auch. Wir sollten anfangen, die schnelle Entwicklung als Geschenk zu verstehen – und ich kann gar nicht mehr erwarten, es endlich auszupacken.