Rob Greenfield in seinem Müllanzug. Instagram/Rob Greenfield

Wir alle schmeißen jedes Jahr unfassbar viel weg: Lebensmittel, Verpackungen und so weiter. Laut aktuellen Statistiken produziert jede Person in Deutschland durchschnittlich 476 Kilo Haushaltsabfälle, in anderen reichen Industriestaaten wie Großbritannien, Frankreich, Kanada, Russland und den USA sieht die Lage ganz ähnlich aus – und das schon seit vielen Jahren. Dass sich trotz vermeintlich neuen Bewusstseins die Müllmenge nicht verringert hat, motivierte den Aktivisten Rob Greenfield dazu, eine Kunstaktion von 2016 noch einmal wiederzubeleben.

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Rob Greenfield will zeigen, wie viel Müll man im Alltag produziert

Denn der Aktivist läuft mit einem Müllanzug bekleidet durch die US-Metropole Los Angeles. Der Müllanzug, den Greenfield auch schon 2016 in New York präsentierte, besteht aus transparenten, reißfesten Beuteln, die er an seiner Kleidung befestigt hat – und die Kunstaktion funktioniert so: Am 20. April schlüpfte Greenfield in seinen Müllanzug. Einen Monat lang trank, aß und verbrauchte er Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs wie ein Durchschnittsamerikaner. Doch der Müll, den er dabei produzierte, landete nicht in einer Tonne, sondern in seinem Müllanzug.

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Nach 30 Tagen kamen laut Greenfields Aussage 70 Pfund Müll zusammen, das sind umgerechnet 31,75 Kilogramm! Mehr als die Hälfte davon seien Verpackungen von Nahrungsmitteln gewesen: Plastiktüten, Coladosen, aber auch Kaffeebecher großer Ketten oder Wegwerfteller aus dem To-go-Geschäft verschiedener Läden.

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Rob Greenfield will mit Müllanzug Menschen wachrütteln

Rob Greenfield will mit dieser Aktion Menschen wachrütteln, ihnen zeigen, wie viel Müll ein einzelner Mensch produziert, und so den Menschen die „Möglichkeit zur Selbstreflexion“ geben, wie er in einem Video auf seiner Instagram-Seite sagt. Schließlich tragen die Menschen ihren Müll nicht ständig mit sich herum, sondern lassen ihn in Mülleimern verschwinden.

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Am Ende seines Experiments ist der Müllanzug ordentlich aufgebläht, durch enge Gänge kommt Greenfield, der seit rund zehn Jahren seinen eigenen Müll auf ein Minimum reduziert, kaum hindurch, wie im Video zu sehen ist. Dieser an jedem Menschen heftende Müllberg, so sagt er, sei nicht mehr zu ignorieren.