Anya Taylor-Joy als Schachgenie Beth Harmon in einer Szene der Netflix-Miniserie "Das Damengambit". Viele Szenen der Serie entstanden in Berlin. Foto: dpa/Netflix

Mit mehr Bundesförderung soll die Produktion großer Serien wie den in weiten Teilen in Berlin gedrehten Netflix-Erfolg „Das Damengambit“ verstärkt nach Deutschland gelockt werden. Nach einer neu gefassten Richtlinie kann mit bis zu zehn Millionen Euro künftig ein Viertel der in Deutschland entstehenden Kosten durch Bundesmittel abgedeckt werden.

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„In Deutschland produzierte Serien sind weltweit erfolgreich. Sie stehen für authentische, fesselnde Stoffe, großartige Talente und innovative Erzählformen“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Förderhöchstsumme des German Motion Picture Fund sei von vier auf zehn Millionen Euro erhöht worden, „um auch für hochbudgetierte Serien einen attraktiven Produktionsstandort bieten zu können“.

Produktionen sollen besondere deutsche oder europäische Prägung haben

Voraussetzung sei, dass die Produktion eine besondere deutsche oder europäische Prägung nachweisen könne. Die CDU-Politikerin zeigte sich zuversichtlich, so „auch große Serienproduktionen und mit ihnen Talente und Kreative in Deutschland zu halten“.

Die besondere deutsche oder europäische Prägung will der Bund durch einen „kulturellen Eigenschaftstest“ sicherstellen. Ziel ist, teure Serien wie etwa die Netflix-Serie „1899“ der „Dark“-Macher in Deutschland zu halten oder hierher zu holen. Auch die fünfte Staffel der US-Spionageserie Homeland entstand weitestgehend in Deutschland.