Bei der Kollision wurde niemand verletzt. 
Bei der Kollision wurde niemand verletzt.  dpa/Andre Lenthe

Das ging gerade noch mal gut. Niemand wurde verletzt, als ein ICE am frühen Dienstagmorgen ein Auto auf einem Bahnübergang förmlich schredderte. Die Fahrt sollte von Hamburg nach Bremen gehen, als der mit etwa 100 Fahrgästen besetzte Zug kurz nach Fahrtbeginn mit dem Auto im Hamburger Stadtteil Rönneburg kollidierte. 

Der Fahrer des orangefarbenen Baustellenfahrzeugs habe sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können, stehe jedoch unter Schock. Auch die 105 Passagiere und die Bahnmitarbeiter seien ohne Blessuren davongekommen. Die Fahrgäste des ICE konnten über ein Schnellbaugerüst der Feuerwehr den Zug direkt am Bahnübergang verlassen und in Ersatzbusse umsteigen.

Deutsche Bahn: ICE entgleist – Strecke bleibt gesperrt

Der ICE war am Morgen in Hamburg-Altona gestartet und sollte über Bremen nach München fahren. Nach Angaben der Deutschen Bahn bleibt die Strecke zwischen Hamburg-Harburg und Buchholz zunächst weiterhin gesperrt. Über die Dauer der Sperrung konnte eine Bahnsprecherin zunächst nichts sagen. „Wir werden natürlich dafür sorgen, dass wir die Strecke so schnell wie möglich wieder freibekommen.“ Züge des Fernverkehrs werden demnach über Jesteburg umgeleitet und verspäten sich um 15 bis 30 Minuten.

Ersten Erkenntnissen zufolge war der Mann gegen 6 Uhr mit dem Firmenwagen aus noch ungeklärter Ursache ins Gleisbett gerutscht. „Er hatte sich dort festgefahren und kam nicht mehr weg“, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Der Lokführer konnte den Zusammenprall an dem laut Feuerwehr Hamburg halbseitig beschrankten Bahnübergang nicht mehr verhindern und der Zug entgleiste.

Lesen Sie auch: Bericht über „totales Chaos“ bei Tesla in Grünheide: Laufen Elon Musk jetzt die Mitarbeiter weg? >>

Als die ersten Kräfte an der Einsatzstelle eintrafen, stand der ICE auf dem Gleis, Fahrzeugteile lagen weit verstreut, beschrieb ein Feuerwehrsprecher das Szenario. Nach Angaben der Feuerwehr war die zweite Vorderachse des Triebkopfes aus den Schienen gesprungen, weshalb der Zug nicht aus eigener Kraft die Fahrt fortsetzen konnte.

Lesen Sie auch: DB eröffnet neue Strecke – drei Tage später werden alle Fahrten wieder abgesagt! >>

Das Großaufgebot der Feuerwehr war etwa drei Stunden lang am Unfallort im Einsatz. Das komplett zerstörte Baustellenfahrzeug wurde mithilfe eines Baggers aus dem Gleisbett gehoben. Einer Bahnsprecherin zufolge war zunächst unklar, wie stark der ICE bei dem Aufprall beschädigt wurde. „Wir warten jetzt auf den Hilfszug, der die Achse des ICE wieder auf die Gleise setzen wird. Wir müssen schauen, wie wir den ICE dort wegkriegen und dann geht’s ans Aufräumen.“