Corona Antigen-Schnelltests mit positivem Befund. Markus Wächter

Alle hoffen auf Lockerungen im Frühjahr, auf einen entspannten Sommer, darauf, dass jetzt die Omikron-Welle abflacht. Sorge bereitet Experten allerdings der Omikron-Subtyp BA.2 des Coronavirus. Denn dieser könnte nach Ansicht des Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko) „beunruhigend werden“.

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„Ob und wie sehr, wissen wir noch nicht“, sagte Thomas Mertens jetzt der „Schwäbischen Zeitung“. Daten aus Laboren und der Infektionsüberwachung zufolge werde BA.2 nochmals leichter übertragen. Zudem weisen Experimente mit infizierten Tieren darauf hin, dass Antikörper gegen die hierzulande hauptsächlich verbreitete Untervariante BA.1 den Subtyp BA.2 „weniger gut neutralisieren“.

Der Omikron-Subtyp BA.2 legt in Deutschland zu, wie eine Grafik mit Daten des Robert-Koch-Instituts vom 18. Februar zeigt. dpa/Robert-Koch-Institut

Impfung gegen Corona „unser entscheidendes Instrument“

Hoffnung macht aber eines: Es gibt bisher noch keine Erkenntnisse darüber, ob diese Omikron-Variante schwere Krankheitsverläufe auslöst. Zur Frage, ob Subtyp BA.2 Menschen stärker erkranken lässt als BA.1, gebe es noch keine eindeutigen klinischen Daten, sagt Mertens. „Im ungünstigsten Fall“ könne es sein, „dass BA.2 zu einem erneuten Anstieg, einer Verlängerung der aktuellen Infektionswelle und wieder mehr Erkrankungen führt.“

In jedem Fall bleibe die Impfung gegen Corona „unser entscheidendes Instrument“, um aus der Pandemie in die endemische Phase zu kommen, betonte Mertens. In dieser Phase würde dann nicht mehr „ständig die ganze Bevölkerung“ geimpft, sondern vor allem diejenigen, die ein großes Risiko für eine schwere Erkrankung hätten.