Ein Hinweisschild mit der Aufschrift Krankenhaus.
Ein Hinweisschild mit der Aufschrift Krankenhaus. dpa/Marcus Brandt

Diese Zahlen zeigen, welchen Unterschied die Corona-Maßnahmen, die im letzten Sommer noch gegolten haben, doch gemacht haben: Aktuell befinden sich doppelt so viele Corona-Patienten in Deutschen Krankenhäusern wie vor einem Jahr. Immerhin: Die Zahl der Intensivpatienten ist deutlich niedriger. Auf den Herbst blicken die Kliniken aber mit großer Sorge.

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Krankenhaus-Chef Gaß: Herbst wird Belastungsprobe

Gerald Gaß, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), wagte im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe einen Ausblick: „Die Zahlen verdeutlichen, dass der Herbst für die Kliniken erneut eine extreme Belastungsprobe werden kann.“

Dass derzeit aber so viele Corona-positive Patienten in deutschen Kliniken liegen, sei gar nicht das Hauptproblem, sagt er. Probleme bereite vor allem der hohe Krankenstand von Mitarbeitern sowie Ausfälle wegen Coronainfektionen und Quarantäne. „In zahlreichen Krankenhäusern müssen planbare Operationen daher verschoben und zeitweise ganze Bereiche abgemeldet werden.“

Trotz Warnungen, Lindner lehnt Corona-Maßnahmen pauschal ab

Ungeachtet der Mahnungen aus den Kliniken wies Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) derweil Forderungen nach weitergehenden Corona-Schutzmaßnahmen pauschal zurück. „Es darf in Zukunft nicht mehr flächendeckende, pauschale Freiheitseinschränkungen für alle geben“, sagte er den Funke-Zeitungen.

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Die Einschränkungen bei den kostenlosen Corona-Tests verteidigte Lindner: „Um die Bürgertests zu finanzieren, verwenden wir weiterhin sehr viel Steuergeld. Ein Eigenanteil aber ist zwingend nötig, damit mit dem Steuergeld vernünftig umgegangen wird.“ Mit den kostenlosen Tests „scheinen sich viele eine goldene Nase verdient zu haben“.