Ein Mund-Nasenschutz liegt im Regen auf der Strasse. Im Herbst könnte es eine neue Maskenpflicht geben.
Ein Mund-Nasenschutz liegt im Regen auf der Strasse. Im Herbst könnte es eine neue Maskenpflicht geben. dpa/Christoph Schmidt

Der Sommer sollte die Infektionszahlen eigentlich nach unten stürzen lassen – doch statt Corona-Ruhe stecken sich jeden Tag unzählige Menschen mit dem Virus an. Da fragen sich viele: Was soll erst im Herbst werden? Darüber wird schon jetzt beraten. In einem Interview äußerte sich nun Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) – und verkündete, dass sich bereits neue Regelungen für eine Maskenpflicht abzeichnen.

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„Die Wirksamkeit von Masken für den Einzelnen in Innenräumen ist unstreitig“, sagte Buschmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Deswegen wird eine Form der Maskenpflicht in Innenräumen in unserem Konzept sicher eine Rolle spielen.“

Corona-Pandemie: Im Herbst könnte es eine neue Maskenpflicht geben

Details verriet der Justizminister allerdings noch nicht. Klar sei aber, dass man sehr ernst nehmen müsse, was uns voraussichtlich im Herbst erwartet. Momentan sei er zuversichtlich, „dass wir Ende des Monats ein Konzept haben, das wir dann im August mit den Ländern besprechen, und im September bringen wir die Änderung des Infektionsschutzgesetzes durch das Parlament.“

Marco Buschmann (FDP), Bundesminister der Justiz, äußerte sich jetzt zu einer eventuellen Maskenpflicht im Herbst.
Marco Buschmann (FDP), Bundesminister der Justiz, äußerte sich jetzt zu einer eventuellen Maskenpflicht im Herbst. dpa/Kay Nietfeld

Auch zur Impfung gibt es inzwischen mehrere Äußerungen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach etwa empfiehlt die vierte Spritze mittlerweile auch jüngeren Menschen. Die Sieben-Tage-Inzidenz würde mit Dunkelziffer wohl bei 1500 bis 2000 liegen, schrieb er am Samstag bei Twitter. „Daher ist nicht falsch, wenn ich auch Jüngeren mit sehr vielen Kontakten empfehle, nach Rücksprache mit dem Hausarzt die 4. Impfung zu erwägen. Die 4. Impfung ist besser als die Infektion.“

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An Lauterbachs Empfehlung, die sich gegen die Empfehlung der Ständigen Impfkommission richtete, hatte es auch Kritik gegeben. „Eine solche Aussage gegen die Empfehlungen der fachlich zuständigen Ständigen Impfkommission und der Europäischen Arzneimittelbehörde ist eine Ohrfeige für alle, die an nachvollziehbare evidenzbasierte Pandemiepolitik glauben“, sagte der CSU-Politiker Stephan Pilsinger.

Corona-Pandemie: Kommt im Herbst ein neuer Lockdown auf uns zu?

Einige sei man sich laut Buschmann darüber, dass es keine tiefgreifenden Maßnahmen mehr geben wird. „Wir sind uns einig in der Koalition, dass es keinen Lockdown mehr geben wird, keine pauschalen Schulschließungen und auch keine Ausgangssperren.“ Das seien „unangemessene Instrumente im dritten Jahr der Pandemie“.

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