Die Maskenpflicht im öffentlichen Fernverkehr soll zum 2. Februar vorzeitig fallen. (Symbolbild)
Die Maskenpflicht im öffentlichen Fernverkehr soll zum 2. Februar vorzeitig fallen. (Symbolbild) dpa/Joerg Carstensen

Das war es dann. Ab Februar fallen im Fernverkehr der Deutschen Bahn die Masken. Fast drei Jahre nach ihrer Einführung soll die Maskenpflicht bei Reisen im Fernverkehr am 2. Februar bundesweit auslaufen – und damit zwei Monate früher als geplant, kündigte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Freitag an. „Die Infektionslage hat sich stabilisiert“, sagte er zur Begründung. Lauterbach rief zugleich insbesondere vulnerable Menschen auf, sich freiwillig mit Maske gegen das Coronavirus zu schützen.

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Lauterbach nannte in Berlin eine Reihe von Faktoren, die zu der Neubewertung der Lage geführt hätten: In der Bevölkerung gebe es inzwischen eine hohe Immunität, die befürchtete Winter-Infektionswelle werde aller Wahrscheinlichkeit nach ausbleiben und zudem seien keine neuen gefährlichen Virusvarianten zu erwarten. Die aktuelle Lage in den Krankenhäusern sei „angespannt, aber beherrschbar“.

Maskenpflicht bestand seit Mai 2020

Lauterbach empfahl gleichwohl das Tragen von Masken „auf Grundlage von Eigenverantwortung und Freiwilligkeit“. Er warnte: „Die Krankheit darf nicht verharmlost werden.“

Die Maskenpflicht im bundesweiten Fernverkehr von Bussen und Bahnen war im Mai 2020 eingeführt worden – kurz nachdem die Pandemie Deutschland erreicht hatte. Laut derzeit gültigem Infektionsschutzgesetz sollte die Maskenpflicht im Fernverkehr eigentlich noch bis zum 7. April gelten. Lauterbach will diese Vorgabe nun per Rechtsverordnung ändern.

Mehrere Bundesländer haben bereits die Maskenpflicht im Personennahverkehr auslaufen lassen. Weitere Länder – etwa Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen – haben dies für den 2. Februar angekündigt. Auch Bremen und Niedersachsen verständigten sich am Freitag auf dieses Datum.

Für die Regeln im Nahverkehr sind die Bundesländer zuständig, für die Vorgaben im bundesweiten Fernverkehr ist es die Bundesregierung.